Was Kennzeichnen bedeutet und was gekennzeichnet wird
Unter einem einzigen Wort leben drei verschiedene Dinge. Das erste ist der sichtbare Hinweis an die Lesenden, etwa Bild erstellt mit künstlicher Intelligenz. Das zweite ist die maschinenlesbare Markierung, die der Anbieter des Modells in die Ausgabe einbettet, damit ein späteres System sie erkennen kann. Das dritte ist die dokumentierte Herkunft, eine signierte Historie, die festhält, womit die Datei aufgenommen oder erzeugt wurde und welche Bearbeitungen danach erfolgt sind.
Die Verfahren entsprechen diesen Ebenen. Die Content Credentials des Standards C2PA bewahren diese signierte Historie in der Datei auf. Unsichtbare Wasserzeichen verändern Pixel, Wellenform oder Wortwahl auf nicht wahrnehmbare Weise, damit das Signal im Inhalt reist und nicht in den Metadaten. Klassische Bildmetadaten in Formaten wie IPTC oder XMP bieten ein Feld für die Beschreibung des Entstehungsprozesses.
Wie gut die einzelnen Ebenen überleben, ist sehr unterschiedlich. Metadaten und eingebettete Manifeste gehen leicht verloren, wenn eine Datei die Verarbeitung einer Plattform, einen Bildschirmabzug oder eine erneute Komprimierung durchläuft, und deshalb greift C2PA selbst auf Wasserzeichen und digitale Fingerabdrücke zurück, um die Datei wieder mit ihrem Nachweis zu verbinden. Keines dieser Verfahren ist ein Detektor: Sie bestätigen, was ein System erklärt hat, nicht, was eine Datei ohne Signal in Wirklichkeit ist.