Was die Cookie-Wall bedeutet
Die Cookie-Wall ist eine konkrete Variante des üblichen Cookie-Hinweises. Ein normales Cookie-Banner bietet Zustimmen, Ablehnen oder Einstellungen an, und der Nutzer kann trotz Ablehnung weiter auf die Seite zugreifen. Die Cookie-Wall streicht diesen dritten Weg: Lehnt der Nutzer die Tracking-Cookies ab, bekommt er den Inhalt nicht zu sehen, es sei denn, er zahlt.
Deshalb heißt das Modell auch Consent-or-Pay, zu Deutsch Zustimmung oder Bezahlung. Der Begriff beschreibt die Wahl, die dem Besucher direkt beim Aufruf der Seite gestellt wird: der Verarbeitung seiner Daten zu Werbezwecken zustimmen oder eine Gebühr zahlen, meist ein Abonnement, um denselben Inhalt ohne diese Verarbeitung zu sehen.
Der Unterschied zu einem herkömmlichen Cookie-Banner ist nicht nur technischer Natur. Ein Banner, das die Datenschutz-Grundverordnung einhält, lässt dem Nutzer die echte Möglichkeit, abzulehnen, ohne den Zugang zum Dienst zu verlieren. Die Cookie-Wall knüpft den Zugang an eine der beiden Optionen, Zustimmung oder Zahlung, und genau diese Bedingung prüfen Datenschutzbehörden, wenn sie beurteilen, ob die erteilte Einwilligung wirksam ist.
Medien und Online-Shops setzen die Cookie-Wall vor allem ein, um kostenlosen Inhalt über verhaltensbasierte Werbung zu finanzieren, eine Einnahmequelle, die schrumpft, sobald der Nutzer das Tracking ohne eigene Kosten ablehnen kann.