Was ITP bedeutet
ITP ist eine Funktion von WebKit, der Engine hinter Safari auf Mac, iPhone und iPad. Sie erschien 2017 mit einem anderen Ansatz als Sperrlisten. Statt einen Katalog verbotener Domains zu pflegen, beobachtet der Browser das Verhalten jeder Domain und entscheidet selbst, welche einer Person websiteübergreifend folgen können. Die Einstufung nutzt ein statistisches Modell, das unter anderem darauf schaut, unter wie vielen verschiedenen Domains eine Ressource als Subressource auftaucht, unter wie vielen sie in einem Frame erscheint und auf wie viele verschiedene Domains sie weiterleitet. Die gesamte Berechnung läuft auf dem Gerät des Nutzers.
Daher rühren die beiden teuersten Verwechslungen. Erstens: ITP ist kein Werbeblocker. Anzeigen werden weiterhin ausgeliefert und Seiten laden weiterhin; gekürzt wird die Lebensdauer des Speichers, mit dem sich dieselbe Person bei getrennten Besuchen wiedererkennen ließe. Zweitens: ITP fragt nicht nach der Einwilligung. Es ist eine Entscheidung des Browsers, sie greift bei erteilter Erlaubnis genauso und folgt der Datenschutzrichtlinie von WebKit, nicht dem Cookie-Hinweis der Website. Wer im Banner alles akzeptiert, hat in Safari exakt dieselben Ablauffristen wie jemand, der ablehnt.