Was das Attribut macht
Verzögertes Laden sagt dem Browser, ein Bild oder ein <iframe> erst zu laden, wenn der Nutzer sich nähert. Seit 2020 braucht es dafür keine Bibliothek mehr: loading="lazy" im Tag genügt. Der Gegenwert heißt eager und ist zugleich das Standardverhalten.
Wann der Download beginnt, entscheidet der Browser selbst über eine Entfernungsschwelle, die sich nach der Verbindung richtet: Bei langsamem Netz fängt er früher an, damit das Bild rechtzeitig da ist. Einen festen Pixelwert gibt es deshalb nicht, und deshalb bringt es auch nichts, daran im CMS zu drehen.
Vor dem Attribut löste jede Seite das mit einer eigenen JavaScript-Bibliothek: Man markierte das Bild mit einem erfundenen Attribut, ein Skript beobachtete das Scrollen und schrieb den Pfad im richtigen Moment ins echte src. Das funktionierte und kostete zweierlei. Erstens das Gewicht des Skripts selbst, zweitens blieb die Seite bei einem JavaScript-Fehler ganz ohne Bilder, und ein Crawler sieht das genauso leer wie ein Besucher.
Die native Fassung nimmt beide Probleme weg und fügt ein feineres hinzu: Weil das Einschalten nichts kostet, wird überall eingeschaltet. Eine globale Einstellung im CMS markiert jedes Bild der Seite mit einem Klick, und niemand sieht danach nach, welches das erste war. Diese Bequemlichkeit ist der Grund, warum das Attribut heute in vielen Prüfungen zum technischen SEO als Ursache eines Problems auftaucht statt als Lösung.
