Was ein KI-Crawler ist
Das Etikett fasst Verschiedenes zusammen, und genau da beginnt das Problem. Ein KI-Crawler ist keine technische Kategorie: Es ist jeder automatische Agent, den ein Unternehmen für Sprachmodelle betreibt. Was sie voneinander unterscheidet, ist nicht die Technik, sondern der Zweck, und dieser Zweck bestimmt, was passiert, wenn du sperrst. Ein einziger Anbieter betreibt dabei oft drei Agenten mit drei verschiedenen Zwecken.
Es gibt drei Zwecke, und man sollte sie getrennt benennen. Der erste ist das Training: Text abrufen, um künftige Modelle zu speisen. Der zweite ist der eigene Suchindex, jener, der einem Assistenten erlaubt, beim Antworten Links zurückzugeben. Der dritte ist der Live-Abruf, wenn der Nutzer eine URL einfügt oder etwas fragt, das den Assistenten zwingt, die Seite in genau diesem Moment zu holen.
Jeder Anbieter nutzt für jeden Zweck einen eigenen Agenten und dokumentiert sie getrennt. OpenAI trennt GPTBot, OAI-SearchBot und ChatGPT-User. Anthropic trennt ClaudeBot, Claude-SearchBot und Claude-User. Perplexity trennt PerplexityBot und Perplexity-User. Google bricht das Schema: Es hat in dieser Liste gar keinen eigenen Agenten. Es crawlt mit Googlebot und bietet Google-Extended als Steuerungs-Token an, nicht als Bot. Google dokumentiert, dass es keine eigene User-Agent-Zeichenkette besitzt und der Abruf weiterhin über die bestehenden Google-Agenten läuft, weshalb dieser Name nie in einem Zugriffsprotokoll auftauchen wird. Es entscheidet allein, ob bereits gecrawlte Inhalte für Training und Grounding von Gemini verwendet werden dürfen.
All das als einen Block zu behandeln, mit einer einzigen Regel, die alle zudeckt, ist die Ursache der meisten Fehlentscheidungen auf diesem Feld.