Was Black Hat SEO von White Hat unterscheidet
Black Hat SEO ist jede Technik, die das Ranking einer Seite verbessern soll, indem sie direkt gegen die veröffentlichten und regelmäßig aktualisierten Spam-Richtlinien von Google verstößt. Die Grenze hängt nicht davon ab, wie viel Traffic oder wie viele Links eine Taktik bringt, sondern davon, ob sie eine ausdrückliche Regel bricht: Cloaking, versteckter Text, private Blog-Netzwerke (PBN), gekaufte Links oder massenhaft erzeugter Content ohne menschliche Prüfung fallen alle in diese Kategorie, obwohl jede Taktik einen anderen Rankingfaktor angreift.
White Hat SEO steht am anderen Ende: SEO innerhalb dieser Regeln zu betreiben, mit Inhalten, die eine echte Suchanfrage beantworten, und Links, die entstehen, weil eine andere Seite freiwillig darauf verweist. Der Unterschied liegt nicht in der Intensität oder im Budget. Eine aufwendige, gut finanzierte Content-Kampagne bleibt White Hat, solange sie keine Richtlinie verletzt. Eine billige, harmlos wirkende Taktik kann Black Hat sein, wenn sie es doch tut.
Zwischen beiden Polen liegt eine Zone, in der eine Praxis keine geschriebene Regel bricht, aber denselben Vorteil sucht, den diese Regeln eigentlich verhindern sollen. Diese Zone hat einen eigenen Namen, Grey Hat SEO, und wird im nächsten Abschnitt erklärt.
Wichtig ist dabei die Reihenfolge: Erst kommt die Praxis, dann die Einordnung. Eine Taktik wird nicht dadurch harmloser, dass noch keine Richtlinie sie ausdrücklich benennt, sie liegt lediglich in einer Zone, die Google noch nicht abschließend geregelt hat.
