Was Customer Match bedeutet
Customer Match überträgt eine eigene Kundenliste in die Werbeumgebung von Google. Statt die Zielgruppe aus dem Surfverhalten zu bilden, geht der Werbetreibende von Daten aus, die er bereits hat: E-Mail-Adressen von Käufern, Telefonnummern von Abonnenten, Postanschriften aus einem Treueprogramm. Aus diesen Datensätzen entsteht ein Segment, das sich in der Suche, im Shopping-Tab, auf YouTube, in Gmail und im Displaynetzwerk einsetzen lässt.
Der Unterschied zum klassischen Remarketing liegt in der Herkunft des Signals. Remarketing braucht einen Identifikator, der im Browser überlebt; hier lautet die Bedingung, dass die Person ein Google-Konto hat und darin angemeldet ist, wenn sie die Anzeige sieht. Das verschiebt auch die Verantwortung, denn die Daten stammen aus dem System des Werbetreibenden und nicht vom Gerät des Nutzers.
Auf Deutsch spricht man von Segmentierung nach eigenen Kundendaten, in den Oberflächen und in der Dokumentation bleibt der Produktname jedoch englisch. Der Begriff gehört früh geklärt, weil er in Kundengesprächen mit gekauften Adresslisten verwechselt wird, und genau die lässt die Funktion nicht zu.