Was der Anzeigenrang bedeutet
Wenn jemand bei Google sucht, wählt das Anzeigensystem die Werbetreibenden weder nach Reihenfolge des Eingangs noch nach der Größe ihres Budgets aus. Es entscheidet unter allen Anzeigen, die auf diese Anfrage passen könnten, welche erscheinen dürfen und in welcher Reihenfolge. Diese Abwägung löst Google über eine Wertemenge, die es Anzeigenrang nennt.
Das Wort „Rang“ führt in die Irre, denn es legt eine feste Liste nahe, auf der jedes Keyword einen stabilen Platz belegt. So funktioniert es nicht. Der Wert wird bei jeder einzelnen Anfrage neu berechnet, mit den Signalen, die in genau diesem Moment vorliegen: wer sucht, von welchem Gerät, an welchem Ort, zu welcher Uhrzeit und mit welcher Formulierung. Zwei gleich geschriebene Suchanfragen von zwei verschiedenen Personen können zu unterschiedlichen Reihenfolgen führen.
Es lohnt sich, zwei Fragen zu trennen, die das System getrennt beantwortet. Die erste lautet, ob die Anzeige überhaupt erscheinen darf, und dafür muss sie eine Mindestschwelle überschreiten. Die zweite stellt sich nur nach diesem Filter und lautet, welche Position die Anzeige gegenüber den übrigen zugelassenen Anzeigen einnimmt. Ein Werbetreibender kann trotz hohem Gebot schon in der ersten Phase ausscheiden und mit einem bescheidenen Gebot bequem in die zweite kommen, wenn die übrigen Signale mitspielen.