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Glossar Google Ads

Was ist Google Ads?

  • PPC / Ads / CRO
Definition

Google Ads ist die Werbeplattform von Google, über die Unternehmen bezahlte Anzeigen in der Google-Suche, im Google Display-Netzwerk, auf YouTube und in Apps schalten, meist mit Abrechnung pro Klick oder pro Impression.

Ein Auktionshammer auf seinem Klangblock — daneben der Titel Google Ads
Der Hammer fällt bei jeder Suche, nicht einmal im Monat
Auf dieser Seite 6
  1. Was ist Google Ads?
  2. Die wichtigsten Kampagnentypen in Google Ads
  3. Wie es funktioniert
  4. Warum es wichtig ist
  5. Best Practices
  6. Häufige Fehler
Kurz gefasst

Was der Namenswechsel 2018 wirklich bedeutete, wie die Auktion hinter jeder Anzeige funktioniert, und welche Kampagnentypen die Plattform heute bietet.

Ein Auktionshammer auf seinem Klangblock — daneben der Titel Google Ads
Der Hammer fällt bei jeder Suche, nicht einmal im Monat

Was ist Google Ads?

Google Ads ist Googles eigene Werbeplattform, geführt und abgerechnet über ein zentrales Konto. Sie verwaltet den Kauf von Werbefläche in der Google-Suche selbst, im Google Display-Netzwerk, auf YouTube und in Apps. Zusammen mit der Werbung anderer Suchmaschinen bildet sie den Hauptkanal dessen, was als SEM bezeichnet wird, und ist heute das Standardwerkzeug für SEA, also bezahlte Werbung innerhalb einer Suchmaschine.

Bis zum 24. Juli 2018 hieß die Plattform Google AdWords. An diesem Tag benannte Google sie offiziell in Google Ads um. Der Schritt war mehr als Kosmetik: Der alte Name verwies auf Wörter, also Keywords, während das Produkt längst Formate umfasste, die mit Text nichts zu tun hatten, Bildanzeigen, Videowerbung auf YouTube, App-Promotion. Der neue Name bildete dieses breitere Werbe-Ökosystem ab.

Jede Anzeige wird über eine Auktion ausgespielt, die das Gebot des Werbetreibenden mit der Qualität der Anzeige verrechnet, ein Mechanismus des Targetings nach Keyword oder Zielgruppe, der im Artikel zu SEA genauer erklärt wird.

Die wichtigsten Kampagnentypen in Google Ads

KampagnentypWo die Anzeige erscheint
Search (Suche)Als Textanzeige auf der Google-Ergebnisseite, direkt bei der Suchanfrage
DisplayAls Bildanzeige im Google Display-Netzwerk, Millionen Websites und Apps
ShoppingAls Produktkarte mit Bild und Preis, im Shopping-Tab und direkt in der Suche
VideoAls Anzeige auf YouTube, vor, während oder nach anderen Videos
AppIn Suche, Play, YouTube, Discover und angeschlossenen Websites/Apps, zur App-Installation

Alle Kampagnentypen laufen im selben Konto, nutzen aber je nach Werbefläche ein anderes Gebotsmodell und andere Targeting-Optionen.

Wie es funktioniert

Im Kern steht bei Google Ads eine Auktion, die bei jeder Suche oder jedem Erreichen der Kampagnen-Kriterien neu abläuft. Der Werbetreibende legt fest, wie viel er für ein Keyword zu zahlen bereit ist, und dieses Gebot fließt zusammen mit der Anzeigenqualität in die Auktion ein. Zusätzlich legt er den Übereinstimmungstyp jedes Keywords fest, enger oder weiter gefasst, was bestimmt, für welche konkreten Suchanfragen die Anzeige überhaupt in diese Auktion kommt.

Die finale Position hängt vom Anzeigenrang ab, einem Wert aus Gebot und Qualitätsfaktor des Keywords: erwartete CTR, Anzeigenrelevanz zur Suchanfrage und Landingpage-Erfahrung. Eine Anzeige mit hohem Qualitätsfaktor kann ein höheres, aber schlechter optimiertes Gebot ausstechen, ein Mechanismus, der im Artikel zu SEA ausführlicher erklärt wird. Diese Berechnung läuft bei jeder einzelnen Auktion neu ab, sodass dieselbe Anzeige je nach Mitbewerbern von Suche zu Suche eine andere Position erreichen kann.

Abgerechnet wird meist per Klick, aber manche Kampagnen, vor allem im Display-Bereich oder bei Branding-Zielen, laufen über TKP, einen festen Preis pro tausend Impressionen statt pro Klick. Kosten pro Klick eignet sich, wenn qualifizierter Traffic auf die Website das Ziel ist; der TKP passt eher, wenn Markenbekanntheit im Vordergrund steht, unabhängig davon, ob sofort ein Klick folgt. Welches Modell sich lohnt, hängt letztlich vom Kampagnenziel ab, nicht von einer generellen Regel.

Warum es wichtig ist

Die CTR ist die zentrale Kennzahl, um zu beurteilen, ob eine Anzeige funktioniert: wie viele der Nutzer, die sie sehen, tatsächlich klicken. Eine niedrige CTR treibt den Klickpreis nach oben und drückt den Qualitätsfaktor, was sich direkt auf die Kosten jeder Conversion auswirkt. Der Vergleich der CTR zwischen mehreren Anzeigengruppen zeigt zudem, welche Botschaften bei der Zielgruppe wirklich ankommen und welche pausiert gehören.

Die Plattform bringt eigene Kampagnenfunktionen mit, etwa Retargeting, das Anzeigen gezielt an frühere Website-Besucher ausspielt, und konkrete Taktiken wie Brand Bidding, das Bieten auf den eigenen Markennamen oder den eines Wettbewerbers.

Ohne sauberes Tracking lässt sich nichts davon messen. Das Konto braucht einen Tracking Pixel oder ein Cookie auf der Website, um zu erfassen, welcher Klick zu einer echten Conversion führte, die Grundlage jeder weiteren Optimierung. Fehlen diese Daten, wird jede Entscheidung, ein Gebot zu erhöhen oder zu senken, zur Vermutung statt zur Entscheidung auf Basis der tatsächlichen Kosten pro Conversion je Keyword.

Best Practices

  • Conversion-Tracking von Anfang an einrichten, bevor überhaupt ernsthaft in Gebote investiert wird.
  • Markenkampagnen von generischen Kampagnen trennen, um ihre Leistung getrennt zu messen.
  • Den Qualitätsfaktor der wichtigsten Keywords wöchentlich prüfen, zusätzlich zum Budget.
  • Retargeting auf Besucher aktivieren, die beim ersten Besuch nicht konvertiert haben.
  • Das Gebotsmodell, CPC, TKP oder CPA, nach dem tatsächlichen Ziel jeder Kampagne wählen.
  • Den Suchbegriffsbericht regelmäßig prüfen und auszuschließende Keywords ergänzen, um Streuverluste zu stoppen.

Häufige Fehler

  • Kampagnen starten, ohne den Conversion-Tracking-Pixel eingerichtet oder geprüft zu haben, und das Konto blind optimieren.
  • Marken- und generische Kampagnen in derselben Anzeigengruppe mischen, was die reale CTR beider verzerrt.
  • Nur über das Gebot konkurrieren und den Qualitätsfaktor der Keywords ignorieren.
  • Budget und Gebote monatelang unverändert laufen lassen, ohne die Performance zu prüfen.
  • Keine auszuschließenden Keywords pflegen, sodass Budget in Suchanfragen ohne Kaufabsicht verpufft.
Manuel Riveiro Rodriguez CEO & Digital Strategist

Eine technische Prüfung sieht sich das und alles Weitere in einem Durchgang an.

Audit anfragen

Häufige Fragen

Seit wann heißt es Google Ads und nicht mehr Google AdWords?

Google benannte die Plattform am 24. Juli 2018 offiziell von Google AdWords in Google Ads um. Der Wechsel war mehr als reine Namenskosmetik: Er spiegelte wider, dass das Tool längst Display-Formate, YouTube-Videowerbung und App-Promotion umfasste, über die textbasierten Keyword-Anzeigen hinaus. Oberfläche, Hilfe-Center und Rechnungen trugen ab diesem Tag den neuen Namen.

Was unterscheidet Google Ads von SEA?

SEA ist die Disziplin, bezahlte Werbung innerhalb einer Suchmaschine. Google Ads ist die konkrete Plattform, mit der diese Disziplin bei Google umgesetzt wird, mit eigener Auktion, eigenen Kampagnentypen und eigenem Abrechnungssystem. In der Praxis läuft fast das gesamte SEA eines Kontos über Google Ads.

Wie teuer ist Werbung bei Google Ads?

Es gibt keinen festen Preis. Die Kosten hängen von der Auktion ab: der Konkurrenz um das Keyword, dem Qualitätsfaktor der Anzeige und dem gewählten Abrechnungsmodell, Kosten pro Klick oder TKP pro tausend Impressionen. Stark umkämpfte Branchen wie Versicherungen oder Software zahlen meist deutlich mehr pro Klick als Nischen mit wenig Werbenachfrage.

Was ist der Qualitätsfaktor und warum ist er wichtig?

Er ist eine Bewertung von 1 bis 10 je Keyword, die drei Faktoren zusammenfasst: erwartete CTR, Anzeigenrelevanz zur Suchanfrage und Landingpage-Erfahrung. Zusammen mit dem Gebot bestimmt er den Anzeigenrang. Ein hoher Qualitätsfaktor kann den Klickpreis senken und die Anzeigenposition gegenüber höher bietenden Wettbewerbern verbessern.

Brauche ich ein Cookie oder einen Tracking Pixel für Google Ads?

Für die Messung echter Conversions ja. Ohne Tracking Pixel oder Cookie auf der Website kann Google Ads nicht erkennen, welcher Klick zu einem Kauf, einer Anmeldung oder einem anderen Ziel geführt hat. Fehlt diese Datengrundlage, basiert jede Gebots- oder Kampagnenoptimierung auf Vermutungen statt auf echten Ergebnissen.

Quellen

  1. Google Ads Help, „Google AdWords is now Google Ads": bestätigt, dass die Umbenennung von AdWords zu Google Ads am 24. Juli 2018 in Oberfläche, Hilfe-Center und Rechnungen umgesetzt wurde.
  2. Google Ads Help, „Choose the right campaign type": beschreibt die aktuellen Kampagnentypen der Plattform, Search, Display, Shopping, Video und App, und wo jeder erscheint.
  3. Google Ads Help, „About Ad Rank": erklärt, dass der Anzeigenrang aus Gebot und Anzeigenqualität die finale Position in der Auktion bestimmt.