Was der Digital Fairness Act bedeutet
Der Digital Fairness Act, zu Deutsch etwa Gesetz für digitale Fairness, ist im August 2026 ein von der Europäischen Kommission angekündigtes Vorhaben, kein geltendes Recht und kein veröffentlichter Gesetzestext. Er taucht im Arbeitsprogramm der Kommission für 2026 unter der Priorität «Unsere Demokratie schützen, unsere Werte wahren» auf, mit einem geplanten Zeitrahmen für das vierte Quartal 2026.
Laut dem Legislativfahrplan des Europäischen Parlaments soll die Initiative Probleme angehen, denen Verbraucher im Internet begegnen: Dark Patterns, die zu ungewollten Entscheidungen drängen, Marketing durch bezahlte Influencer ohne ausreichende Transparenz, süchtig machendes Design digitaler Produkte und unfaire Personalisierungspraktiken, insbesondere wenn sie Schwachstellen von Verbrauchern zu kommerziellen Zwecken ausnutzen.
Der Name «Digital Fairness Act» ist der, den die Kommission in ihrem Arbeitsprogramm verwendet und den das Europäische Parlament in seinem Legislativfahrplan übernimmt. Eine offizielle deutsche Übersetzung ist bislang nicht festgelegt, weshalb dieser Beitrag den Originalnamen verwendet, gefolgt von einer beschreibenden Übersetzung.
Er sollte nicht mit bereits geltenden Regelungen wie der DSGVO, dem Digital Services Act (DSA) oder dem Digital Markets Act (DMA) verwechselt werden. Der Digital Fairness Act ist als zusätzliche Ebene gedacht, die sich gezielt auf den Verbraucherschutz gegenüber Design- und Marketingpraktiken konzentriert, ein Bereich, den die bisherigen Regelungen nur teilweise abdecken. DSGVO, DSA und DMA gelten in der gesamten Europäischen Union bereits verbindlich; der Digital Fairness Act dagegen hat noch nicht einmal die Phase des formellen Vorschlags erreicht.