Was ein PBN bedeutet
Der Name klingt harmlos. An einem privaten Blog ist nichts unrechtmäßig, und mehrere Websites zu betreiben ebenso wenig. Was eine Gruppe von Domains zu einem solchen Netzwerk macht, ist die Absicht, mit der sie existiert: Die Seiten werden nicht veröffentlicht, um eigene Leser zu gewinnen, sondern um Links auf eine Hauptwebsite auszusenden.
Die Grenze zu einer legitimen Gruppe von Websites verläuft dort, wo jede Property eine eigene Daseinsberechtigung hat. Ein Unternehmen mit Shop, Firmenblog und Karriereportal führt drei Seiten mit verschiedenen Zielgruppen, Inhalten und Zwecken; die Links zwischen ihnen beschreiben eine echte Beziehung und lassen sich laut aussprechen. Ein Verlagshaus mit mehreren Titeln funktioniert genauso. Bei einem PBN ist es umgekehrt: Ohne die Zielwebsite hätte keine der Seiten Publikum oder wirtschaftlichen Sinn.
Google verwendet das Kürzel PBN in seinen Richtlinien nicht, beschreibt das Verhalten aber sehr wohl. Die Richtlinie zu Linkspam verbietet Links, deren Hauptzweck die Manipulation des Rankings ist, und nennt ausdrücklich das Erstellen minderwertiger Inhalte zur Manipulation von Link- und Rankingsignalen. Ein privates Blognetzwerk passt auf diese Beschreibung, unabhängig davon, unter welchem Handelsnamen es verkauft wird, ob als Autoritätslinks, Content-Seeding, digitale Presse oder eigenes Medien-Netzwerk.