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Glossar Produktfeed

Was ist ein Produktfeed

Definition

Ein Produktfeed ist die Datei oder die strukturierte Verbindung, mit der ein Shop die Daten jedes Artikels attributweise ans Merchant Center übergibt, damit Google ihn in Shopping-Anzeigen und in kostenlosen Produkteinträgen zeigen kann.

Auf dieser Seite 5
  1. Was ein Produktfeed bedeutet
  2. Wie die Daten ins Merchant Center kommen
  3. Warum das zählt
  4. Bewährte Praxis
  5. Häufige Fehler
Kurz gefasst

Der Feed ist der Datenvertrag zwischen Shop und Google, und schon eine Preisabweichung gegenüber der Produktseite genügt, damit der Artikel verschwindet.

Was ein Produktfeed bedeutet

Der Begriff meint zugleich die Datei und den Kanal. Die Datei ist eine Tabelle: eine Zeile je Artikel und eine Spalte je Attribut, als tabulatorgetrennter Text, als XML oder als Tabellenblatt. Der Kanal ist die im Merchant Center registrierte Datenquelle, die weiß, wo sie diese Datei abholt und in welchem Takt sie das tut.

Die Attributnamen sind Fachnotation und stehen immer auf Englisch, auch in Konten mit deutscher Oberfläche. Pflicht für ein Online-Produkt sind id, title, description, link, image_link, price und availability, dazu brand bei nahezu allen neuen Produkten. Unter den optionalen wiegen vor allem gtin, mpn, condition, color, size, gender und age_group schwer.

Neben der Hauptquelle gibt es ergänzende Datenquellen. Sie legen keine Artikel an und fügen nur Spalten zu bereits vorhandenen Artikeln hinzu oder überschreiben sie, zugeordnet über id. Sie sind der übliche Ort für eigene Labels oder für Titelkorrekturen, ohne den Export des Shops anzufassen.

Wie die Daten ins Merchant Center kommen

Es gibt vier Wege, und die Wahl bestimmt, wie lange eine Änderung im Shop bis zu Google braucht. Der manuelle Upload einer Datei taugt für kleine Kataloge oder für eine punktuelle Korrektur. Der geplante Abruf zeigt auf eine eigene URL, und Google holt sie selbst ab: standardmäßig alle 24 Stunden, mit einstellbarer Frequenz in der Konfiguration der Datenquelle. Ein Google-Tabellenblatt gleicht sich ebenfalls alle 24 Stunden ab und ist bequem für kurze Kataloge, die man von Hand pflegt.

Der vierte Weg ist die API. Jahrelang war das die Content API for Shopping, die Google am 18. August 2026 abgeschaltet und durch die Merchant API ersetzt hat. Wer eine eigene Integration betrieb, musste migrieren oder verlängerten Zugang beantragen. Shops, die über eine offizielle App ihrer Plattform synchronisieren, etwa die Google-und-YouTube-App für Shopify, mussten nicht eingreifen: der Anbieter hat die Migration übernommen.

Die Frequenz entscheidet sich getrennt vom Weg. Ein Katalog mit stabilen Preisen verträgt eine tägliche Aktualisierung. Ein Katalog mit hohem Umschlag oder stundenweisen Aktionen braucht Bestandsaktualisierungen, die nur price und availability senden, ohne den ganzen Katalog erneut zu verarbeiten. Darüber hinaus erlauben automatische Artikelaktualisierungen es Google, diese beiden Werte aus den strukturierten Daten der Produktseite zu korrigieren, während es den Shop crawlt.

Warum das zählt

Zur Entscheidung steht hier, wie viel Automatik zwischen Shop und Feed gehört. Google liest nicht bloß die Datei: es crawlt die Produktseite und vergleicht. Weichen der Preis im Feed und der auf der Seite voneinander ab, oder steht der Artikel auf verfügbar, während die Seite das Gegenteil sagt, wird das Produkt abgelehnt, und eine über weite Teile des Katalogs verbreitete Abweichung bringt das Konto in Sperrgefahr.

Deshalb sind die strukturierten Daten der Produktseite längst keine reine SEO-Angelegenheit mehr. Die Auszeichnung mit schema.org/Product samt offers, price, priceCurrency und availability ist genau das, was Google gegen den Feed hält, und sie schaltet die automatischen Artikelaktualisierungen frei. Fehlt diese Auszeichnung, wird sie fehlerhaft erzeugt oder bildet sie eine andere Variante ab als die, die der Käufer sieht, schalten sich die automatischen Aktualisierungen ab, und der Shop verliert den Puffer, der ihn zwischen zwei Synchronisationen geschützt hat.

Die praktische Folge ist leicht zu formulieren und teuer zu ignorieren: Feed und Produktvorlage müssen aus derselben Wahrheitsquelle stammen. Zwei Systeme, die den Preis jeweils selbst berechnen, laufen am Tag des Schlussverkaufs auseinander, also genau an dem Tag, an dem es am meisten kostet.

Bewährte Praxis

  • Erzeugen Sie Feed und Seitenauszeichnung aus derselben Katalogabfrage, mit Steuer, Währung und Rundung an einer einzigen Stelle im Code.
  • Übergeben Sie in price den Wert, den der Käufer beim Aufruf der Seite sieht. Ein Preis, den nur eingeloggte Kunden oder Clubmitglieder bekommen, darf nicht als allgemeiner Preis stehen.
  • Verwenden Sie zeitlich stabile Werte für id. Eine Kennung, die sich bei jedem Export ändert, löscht die Historie des Artikels und zwingt Google zu einer erneuten Prüfung von vorn.
  • Ergänzen Sie gtin, sobald der Hersteller eine vergibt, und behalten Sie mpn den Produkten ohne GTIN vor.
  • Richten Sie die Frequenz von availability am tatsächlichen Lagerumschlag aus. Bei Artikeln, die binnen Stunden ausverkauft sind, kommt ein täglicher Abruf zu spät.
  • Bereiten Sie Bilder mit mindestens 500 x 500 Pixeln vor dem 31. Januar 2027 auf, dem Termin, ab dem Google dieses Minimum für alle Produkte verlangt.

Häufige Fehler

  • Den ganzen Katalog nachts exportieren und sich für Aktionen, die mittags anlaufen, auf diesen einen Durchgang verlassen.
  • Alles pauschal als in_stock kennzeichnen, weil das Shopsystem den echten Bestand nicht ausgibt. Das ist der kurze Weg zur Ablehnung wegen Verfügbarkeit.
  • Den kompletten Werbetext in description kippen, samt HTML-Tags, Zeilenumbrüchen und Handlungsaufforderungen.
  • Die id eines ausgelisteten Produkts für einen neuen Artikel wiederverwenden, der damit die Historie und mitunter die Ablehnungen des Vorgängers erbt.
  • Einen Titel von Hand im Merchant Center korrigieren und die Änderung bei der nächsten Synchronisation verlieren, obwohl der richtige Ort dafür eine ergänzende Datenquelle ist.
Manuel Riveiro Rodriguez CEO & Digital Strategist

Eine technische Prüfung sieht sich das und alles Weitere in einem Durchgang an.

Audit anfragen

Häufige Fragen

Welche Attribute sind in einem Produktfeed Pflicht?

Für ein Online-Produkt sind id, title, description, link, image_link, price und availability verpflichtend. Das Attribut brand wird bei nahezu allen neuen Produkten verlangt, und die Kennungen gtin oder mpn hängen von der Artikelart ab. Fehlt auch nur eines, lehnt Google das Produkt ab und zeigt es nicht mehr.

Wie oft muss der Feed aktualisiert werden?

Das hängt vom Umschlag des Katalogs ab. Der geplante Abruf läuft standardmäßig alle 24 Stunden und genügt für stabile Sortimente. Ändern sich Preise oder Bestand innerhalb desselben Tages, empfehlen sich zusätzliche Bestandsaktualisierungen mit Preis und Verfügbarkeit sowie die Auszeichnung mit strukturierten Daten auf der Produktseite.

Warum werden meine Produkte wegen Preisabweichung abgelehnt?

Weil Google den Preis im Feed mit dem auf der Zielseite und mit den strukturierten Daten vergleicht. Ein Versatz von Stunden beim Start einer Aktion, eine Steuer, die an einer Stelle gerechnet wird und an der anderen nicht, oder ein Preis, der vom Land des Besuchers abhängt, reichen für die Ablehnung aus.

Funktioniert die Content API for Shopping noch?

Nein. Google hat sie am 18. August 2026 abgeschaltet, Nachfolgerin ist die Merchant API. Eigene Integrationen mussten vorher migrieren oder verlängerten Zugang beantragen. Wer über eine offizielle App seiner Shopplattform synchronisiert, musste nicht eingreifen, weil der Anbieter den Wechsel erledigt hat.

Brauche ich einen Feed, wenn die Website schon strukturierte Daten hat?

Ja, sofern Sie den Kanal steuern wollen. Ein Crawl der Website kann automatische Datenquellen speisen, doch der Feed bleibt der Weg, auf dem Attribute deklariert werden, die die Produktseite nicht ausgibt, etwa eigene Labels oder Kennungen. Strukturierte Daten ergänzen den Feed und dienen seiner Überprüfung.