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Glossar Featured Image

Was ist ein Featured Image (Beitragsbild)?

Definition

Das Featured Image, auf Deutsch Beitragsbild, ist das Hauptbild, das einem Artikel oder einer Seite in einem CMS wie WordPress zugeordnet wird. Technisch ist es eine einzelne Datei, die aber mehrere unterschiedliche Aufgaben gleichzeitig übernimmt: als Social-Media-Vorschau, als Miniaturbild in Blog-Listen und, je nach Theme, auch als Header-Bild im Artikel selbst.

Ein schmiedeeisernes Zunftzeichen in Brezelform über einer Tür — daneben der Titel Beitragsbild
Das Eisen hängt draußen, das Brot liegt drinnen
Auf dieser Seite 6
  1. Die vier Aufgaben eines Featured Image
  2. Featured Image gegenüber Inline-Bildern im Artikeltext
  3. Technische Idealmaße je Verwendungszweck
  4. Zusammenspiel mit Alt-Text und Open Graph
  5. Best Practices
  6. Häufige Fehler
Kurz gefasst

Warum ein einziges Beitragsbild vier Aufgaben mit unterschiedlichen Idealmaßen gleichzeitig erfüllen muss, was passiert, wenn ein Bild nur für eine dieser Aufgaben gedacht war, und wie das Beitragsbild technisch mit Alt-Text und Open Graph zusammenspielt.

Ein schmiedeeisernes Zunftzeichen in Brezelform über einer Tür — daneben der Titel Beitragsbild
Das Eisen hängt draußen, das Brot liegt drinnen

Technische Idealmaße je Verwendungszweck

VerwendungszweckEmpfohlenes MaßHinweise
og:image (Social-Media-Vorschau)1200 x 630 px, Seitenverhältnis 1,91:1Mindestens akzeptabel 600 x 315 px; unter 200 x 200 px zeigt Meta das Bild gar nicht erst an
Blog-Listen und ArchivseitenAbhängig vom ThemeWordPress erzeugt standardmäßig thumbnail (150 x 150), medium (bis 300 x 300), medium_large (768 px Breite) und large (bis 1024 x 1024); das Theme entscheidet, welche Größe es einsetzt
Header innerhalb des ArtikelsKein einheitlicher StandardViele Themes nutzen die volle Breite der Inhaltsspalte, oft im Verhältnis 16:9; vor dem Hochladen eines deutlich größeren Bilds lohnt sich ein Blick ins Theme
Google Discover / Bild im SuchergebnisMindestens 1200 px Breite, Verhältnis 16:9Auflösung über 300.000 Pixel insgesamt; nur mit aktiver Meta-Robots-Angabe max-image-preview:large erscheint das Bild groß

Kein einziges Maß deckt alle vier Zwecke ohne Kompromiss ab. Ein Bild mit 1200 x 630 px funktioniert vernünftig als og:image und erreicht die Discover-Schwelle, kann aber als Header zu breit und zu niedrig wirken, wenn das Theme ein eher quadratisches Format erwartet. Deshalb lohnt es sich, vorher festzulegen, welcher Zweck bei einem bestimmten Inhaltstyp am wichtigsten ist, statt für die ganze Website ein einziges starres Größenschema zu verwenden.

In der Praxis heißt das: Redaktionsteams, die viele Artikel gleichzeitig produzieren, profitieren von einer festen Bildvorlage, die auf den wichtigsten Zweck zugeschnitten ist, statt jedes Beitragsbild einzeln neu zu beurteilen. Für einen Blog, dessen Traffic vor allem aus organischer Google-Suche und Discover kommt, zählt die vierte Zeile der Tabelle mehr als die dritte. Für eine Seite, die stark über soziale Netzwerke geteilt wird, etwa News- oder Ratgeberinhalte, wiegt die erste Zeile schwerer.

Zusammenspiel mit Alt-Text und Open Graph

Der Alt-Text des Beitragsbilds bleibt Pflicht und ist unabhängig vom Artikeltext: Er beschreibt das Bild für Screenreader oder für Google, nicht die Überschrift des Artikels. Er wird häufig aus Versehen leer gelassen, gerade weil das Beitragsbild über die Seitenleiste hochgeladen wird und nicht über den Content-Editor, wo das Ausfüllen des Alt-Texts eher zur Routine gehört.

Die Verbindung zu Open Graph ist enger, als es auf den ersten Blick wirkt: In den meisten WordPress-Installationen mit aktivem SEO-Plugin übernimmt die og:image-Eigenschaft automatisch das Beitragsbild, sofern kein eigenes Social-Bild hochgeladen wurde. Diese automatische Übernahme ist praktisch, bedeutet aber auch: Eine Änderung, die nur für die Blog-Liste gedacht war, kann ungewollt verändern, wie der Link beim Teilen in sozialen Netzwerken aussieht.

Ähnliches gilt für die zugehörigen Meta Tags: Manche Plugins erzeugen zusätzlich das schema.org-Markup vom Typ Article mit dem Beitragsbild als Wert der image-Eigenschaft, technisch getrennt von og:image, auch wenn beide in der Praxis meist auf dieselbe Datei zeigen. X, das frühere Twitter, verhält sich ähnlich: Fehlt eine eigene twitter:image-Angabe, greift es ersatzweise auf og:image zurück, sodass sich eine Änderung am Beitragsbild auch auf diese Vorschau auswirken kann, ohne dass jemand sie direkt angefasst hat.

Wann haben Sie zuletzt den Alt-Text eines Beitragsbilds gesehen?

Best Practices

  • Lade das Beitragsbild in einer großzügigen Ausgangsauflösung hoch, mindestens 1200 px Breite, damit es sowohl als og:image als auch als Discover-Vorschaubild ohne Qualitätsverlust funktioniert.
  • Prüfe im Theme, welche Größe der Artikel-Header tatsächlich verwendet, bevor 1200 x 630 px als universelles Maß angenommen wird.
  • Fülle den Alt-Text des Beitragsbilds immer aus; er hängt nicht am Artikeltext und wird deshalb leicht vergessen.
  • Prüfe die Social-Vorschau nach der Veröffentlichung, besonders wenn das Theme das Beitragsbild anders zuschneidet als Open Graph es zeigt.
  • Braucht ein Artikel ein anderes Social-Bild als das im Listing gezeigte, lade eine eigene og:image-Datei im SEO-Plugin hoch, statt einen unpassenden Zuschnitt am Beitragsbild zu erzwingen.
  • Vermeide eingebetteten Text im Bild selbst: Er wird je nach Verwendungszweck unterschiedlich beschnitten und kann in einem der vier Kontexte unleserlich werden.

Häufige Fehler

  • Das wichtigste Bildelement zu nah am Rand platzieren, ohne zu bedenken, dass og:image und Discover auf unterschiedliche Verhältnisse zuschneiden (1,91:1 gegenüber 16:9).
  • Ein dekoratives Bild in niedriger Auflösung hochladen, das nur für den Theme-Header gedacht war und dann verpixelt als Social-Vorschau erscheint.
  • Den Alt-Text des Beitragsbilds leer lassen, weil es nicht denselben Redaktionsprozess durchläuft wie Bilder im Artikeltext.
  • Annehmen, ein Wechsel des Beitragsbilds aktualisiere automatisch eine bereits geteilte Vorschau; die meisten Plattformen speichern sie im Cache.
  • Dasselbe Beitragsbild in Dutzenden Artikeln einer Kategorie verwenden, was den Nutzen sowohl in Listen als auch in Discover schmälert.
  • Nach einem Theme-Wechsel nicht prüfen, ob die neue Vorlage das Beitragsbild anders zuschneidet oder eine andere Standardgröße erwartet als das vorherige Theme.
Manuel Riveiro Rodriguez CEO & Digital Strategist

Eine technische Prüfung sieht sich das und alles Weitere in einem Durchgang an.

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Häufige Fragen

Ist Featured Image dasselbe wie Featured Snippet?

Nein, auch wenn die Namen ähnlich klingen und häufig verwechselt werden. Das Featured Image ist eine Bilddatei, die einem Artikel zugeordnet ist. Das Featured Snippet ist ein Textausschnitt, den Google aus einer Seite extrahiert und oberhalb der normalen Ergebnisse hervorhebt, ohne dass zwangsläufig ein Bild beteiligt ist.

Wird das Beitragsbild automatisch zu og:image?

In den meisten WordPress-Installationen mit aktivem SEO-Plugin ja, sofern in den Seiteneinstellungen kein eigenes Social-Bild hochgeladen wurde. Das lohnt sich, im Einzelfall zu prüfen, denn nicht jedes Theme und nicht jede Konfiguration verhält sich gleich.

Welche Größe soll ich verwenden, wenn ich nur ein Bild hochladen kann?

1200 x 630 px ist der sinnvollste Kompromiss: Es erfüllt die Mindestanforderung von Google Discover und funktioniert gut als og:image. Als Artikel-Header in einem eher quadratisch angelegten Theme kann es weniger ideal wirken, ein Blick auf die veröffentlichte Seite lohnt sich also.

Beeinflusst das Beitragsbild direkt das Ranking?

Für sich genommen ist es kein Rankingfaktor. Es wirkt indirekt: Ein gut optimiertes Bild verbessert die Chance auf Google Discover und auf Bildergebnisse, und eine ansprechende Social-Vorschau kann die CTR verbessern, wenn der Link außerhalb der Suchmaschine geteilt wird.

Warum zeigt WhatsApp nach dem Ändern des Beitragsbilds noch das alte Bild?

Weil die meisten Plattformen die Vorschau eines geteilten Links zwischenspeichern, sobald er zum ersten Mal aufgerufen wurde. Ein neues Beitragsbild ändert die og:image-Angabe im Quellcode sofort, die bereits zwischengespeicherte Vorschau bleibt aber unverändert, bis ein erneutes Crawling erzwungen wird, etwa über den Sharing Debugger von Meta.

Quellen

  1. Meta for Developers, „Best Practices for Sharing Images": empfohlene Maße von 1200 x 630 px, Mindestmaß 600 x 315 px und Seitenverhältnis 1,91:1 für og:image.
  2. Google Search Central, „Get your content on Google Discover": Bildanforderungen für Discover, mindestens 1200 px Breite, Verhältnis 16:9 und die Angabe max-image-preview:large.
  3. WordPress Developer Resources, „Featured Images (Post Thumbnails)": Standard-Bildgrößen in WordPress (thumbnail, medium, medium_large, large) und die Funktionsweise von set_post_thumbnail_size().