Was Growth Hacking bedeutet
Sean Ellis veröffentlichte am 26. Juli 2010 den Artikel „Find a Growth Hacker for Your Startup“. Darin definiert er den Growth Hacker als jemanden, dessen Nordstern das Wachstum ist: Alles, was er tut, wird auf seine mögliche Wirkung auf skalierbares Wachstum geprüft. Ellis empfahl Startups, einen Growth Hacker einzustellen oder zu benennen, statt einen Marketingleiter mit den üblichen Anforderungen an die Stelle.
Andrew Chen griff die Idee im April 2012 in seinem Text „Growth Hacker is the new VP Marketing“ auf. Er beschreibt Growth Hacker als Mischung aus Marketer und Programmierer, die die Frage, wie man Kunden gewinnt, mit A/B-Tests, Landingpages, Viralfaktor, E-Mail-Zustellbarkeit und Open Graph beantwortet.
Daraus ergibt sich der Unterschied zum klassischen Marketing. Eine klassische Kampagne wird nach Kanal und Botschaft geplant. Growth Hacking nimmt eine einzige Messgröße, das Wachstum, und sucht Hebel in allen Phasen, auch im Produkt selbst: bei der Registrierung, beim ersten Nutzungserlebnis oder bei der Einladung anderer.
Der Unterschied zu CRO liegt in der Reichweite. CRO arbeitet mit dem vorhandenen Traffic und sorgt dafür, dass mehr Besucher eine Aktion abschließen. Growth Hacking umfasst diese Phase, aber auch Gewinnung, Bindung, Weiterempfehlung und Umsatz. A/B-Testing ist ein Werkzeug für beides.