Page Speed und Core Web Vitals: die Abgrenzung
Page Speed und Core Web Vitals werden oft synonym benutzt, sind es aber nicht. Page Speed ist der übergeordnete, umgangssprachliche Begriff: die allgemeine Wahrnehmung und Messung, wie lange eine Seite braucht, um zu laden und nutzbar zu werden. Der Begriff wird in SEO schon benutzt, seit es die heutigen Metriken noch gar nicht gab, und dient bis heute dazu, in einem Kundengespräch oder Briefing über die Performance einer Website zu sprechen, ohne gleich konkrete Zahlen zu nennen. Wer in einem Reporting nur "Page Speed verbessern" notiert, ohne zu sagen, welche Kennzahl oder welches Werkzeug gemeint ist, überlässt es dem Entwicklungsteam, an der falschen Stelle zu suchen.
Core Web Vitals ist die konkrete Umsetzung, für die sich Google seit 2020 entschieden hat, um diese Performance standardisiert zu messen: drei Metriken mit festgelegten Schwellenwerten, die Teil der "Page Experience"-Signale im Suchalgorithmus sind. Core Web Vitals ist also praktisch eine Teilmenge von Page Speed, der Teil, den Google zu einem messbaren Rankingfaktor gemacht hat. Page Speed umfasst darüber hinaus auch Aspekte, die diese drei Metriken nicht direkt erfassen, etwa die Antwortzeit des Servers bei Interaktionen, die nicht in die Berechnung von LCP, INP oder CLS einfließen, oder das subjektive Gefühl von Flüssigkeit, das ein Nutzer beim Navigieren hat.
Die vollständige Aufschlüsselung von LCP, INP und CLS mit Schwellenwerten und Beispielen steht im eigenen Artikel zu Core Web Vitals. Hier geht es um das, was dieser Artikel nicht abdeckt: wie man Page Speed in der Praxis misst und was ihn ausbremst.
