Formel und Berechnung
Der ROAS ergibt sich aus dem Umsatz, den eine Werbekampagne erzielt, geteilt durch die Kosten dieser Kampagne. Die Formel lautet:
ROAS = Umsatz aus Werbung / Werbeausgaben
Das Ergebnis wird als Verhältnis (zum Beispiel 4:1, vier Euro Umsatz je investiertem Euro) oder als Prozentsatz (400%) angegeben. Eine Kampagne mit 1.000€ Werbeausgaben, die 4.000€ zugeordneten Umsatz bringt, hat einen ROAS von 4:1.
Entscheidend, und genau der Punkt, der am häufigsten für Verwirrung sorgt, ist das, was in der Formel fehlt: die Kosten der verkauften Ware, Personalkosten, Logistik, Retouren oder jede andere Geschäftsausgabe. Der ROAS vergleicht ausschließlich Werbeumsatz gegen Werbeausgaben. Deshalb kann ein hoher ROAS mit einem Geschäft zusammenfallen, das tatsächlich Geld verliert, ein Zustand, den die verwandte Kennzahl ROI sehr wohl erkennt, weil sie alle Kosten abzieht und nicht nur die Werbekosten.
Berechnet wird der ROAS fast immer innerhalb von PPC-Kampagnen, Pay-per-Click, wo jeder Klick einen messbaren Preis hat, den CPC, der zusammen mit der Conversion-Rate bestimmt, wie viel Budget nötig ist, um einen bestimmten ROAS zu erreichen.
Ein Punkt, der oft übersehen wird, ist das Attributionsfenster: Die meisten Plattformen ordnen einen Verkauf einer Anzeige zu, wenn er innerhalb eines bestimmten Zeitraums nach dem Klick oder der Impression stattfindet, etwa 7 oder 30 Tage. Ändert sich dieses Fenster, ändert sich auch der ausgewiesene ROAS, ohne dass sich an der Kampagne selbst etwas geändert hätte. Der ROAS zweier Zeiträume oder zweier Plattformen lässt sich deshalb nur sinnvoll vergleichen, wenn das Attributionsfenster in beiden Fällen identisch ist.
