Was ein Attributionsmodell bedeutet
Ein Attributionsmodell misst nicht die Wirklichkeit, es verteilt sie. Das Analysewerkzeug speichert eine Liste von Kontaktpunkten zu einer Nutzerin, und sobald diese Nutzerin konvertiert, braucht es eine Regel dafür, wem die Conversion zugeschrieben wird. Diese Regel ist das Modell.
Von drei Begriffen sollte man es trennen, die täglich damit verwechselt werden. Das Tracking ist die Erfassung der Daten: Tags, Kampagnenparameter, Einwilligung. Ohne sauberes Tracking liefert kein Modell belastbare Zahlen. Das Rückblickfenster legt fest, wie weit zurück Kontaktpunkte überhaupt betrachtet werden, weshalb zwei Properties mit gleichem Modell und unterschiedlichem Fenster verschiedene Ergebnisse zeigen. Die Zählweise der Conversions entscheidet, ob eine oder alle Conversions pro Klick erfasst werden.
Ebenso wichtig ist, wo das Modell wirkt. In Google Analytics 4 verändert das Berichtsmodell, wie die Kanäle in den Berichten zu Schlüsselereignissen aussehen. In Google Ads wirkt das Modell zusätzlich auf die automatische Gebotssteuerung, denn die intelligenten Strategien lernen aus den Conversions so, wie das Modell sie ihnen zeigt. Dieselbe Bestellung kann auf beiden Plattformen mit unterschiedlicher Herkunft auftauchen, ohne dass eine von beiden kaputt ist.