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Glossar Google Business Profile

Was ist Google My Business (heute Google Business Profile)?

Definition

Google Business Profile (früher Google My Business, bis zum 4. November 2021) ist das kostenlose Profil, mit dem ein Unternehmen in der Google Suche und bei Google Maps erscheint: Öffnungszeiten, Bewertungen, Fotos, Standort und Kontaktdaten an einem Ort. Google hat nur den Namen geändert, Profil und Daten blieben gleich. Der alte Name bleibt trotzdem der meistgesuchte.

Eine glatte Stoffmarkise über einem Ladeneingang in einer engen Gasse — daneben der Titel Google Business Profile
Was man von der Straße sieht, bevor man eintritt
Auf dieser Seite 6
  1. Warum der alte Name der meistgesuchte bleibt, aber nicht mehr der richtige ist
  2. Vorher und nachher: was sich am Namen änderte und was sich wirklich änderte
  3. Ein bestehendes Profil beanspruchen, statt eines neu anzulegen
  4. Was ein Google Unternehmensprofil praktisch leistet, und wo es an Grenzen stößt
  5. Best Practices
  6. Häufige Fehler
Kurz gefasst

Wann und warum Google My Business umbenannt hat, was mit der App passierte, die Google 2022 einstellte, und warum der erste Schritt für ein Unternehmen meist heißt: ein bestehendes Profil beanspruchen, nicht neu anlegen.

Eine glatte Stoffmarkise über einem Ladeneingang in einer engen Gasse — daneben der Titel Google Business Profile
Was man von der Straße sieht, bevor man eintritt

Warum der alte Name der meistgesuchte bleibt, aber nicht mehr der richtige ist

Am 4. November 2021 kündigte Google im offiziellen Blog an, dass "Google My Business" künftig "Google Business Profile" heißt. Der genaue Wortlaut, unterzeichnet von Matt Madrigal, damals Vice President und General Manager für Merchant Shopping, empfahl kleinen Unternehmen, ihr Profil direkt über die Suche oder Maps zu verwalten, und kündigte die Umbenennung als Vereinfachung an (Angabe direkt an der offiziellen Quelle geprüft, siehe Quellen am Ende dieses Artikels).

Auf Deutsch heißt der Dienst offiziell "Google Unternehmensprofil". In der Praxis der Branche, in Artikeln, Kursen und SEO-Tools, taucht daneben fast gleich häufig der englische Begriff "Google Business Profile" auf. Und "Google My Business" bleibt mit Abstand die meistgesuchte Bezeichnung für dieses Thema: Jahre nach der Umbenennung lernen viele Unternehmer das Tool noch immer unter dem Namen, der längst nicht mehr offiziell ist. Deshalb behält dieser Beitrag den alten Namen in der URL, während der Inhalt den heute korrekten Namen verwendet. Das ist kein Widerspruch, sondern eine bewusste Entscheidung: Wer nach dem gesuchten Begriff sucht, soll die Seite finden, und wer sie liest, soll den tatsächlichen Stand erfahren.

Es blieb nicht bei der neuen Bezeichnung. Dieselbe Ankündigung enthielt eine zweite, weniger bekannte Entscheidung: 2022 würde Google die eigenständige mobile App von Google My Business einstellen, damit Unternehmen direkt die verbesserte Erfahrung in Suche und Maps nutzen. Genau dieser Teil der Ankündigung erklärt einen großen Teil der Verwirrung, die bis heute anhält, und wird im nächsten Abschnitt genauer beschrieben.

Vorher und nachher: was sich am Namen änderte und was sich wirklich änderte

AspektVorher (Google My Business)Nachher (Google Business Profile)
Offizieller NameGoogle My BusinessGoogle Business Profile / Google Unternehmensprofil
Hauptweg der VerwaltungEigene mobile App (Android und iOS) plus Web-PanelDirekt über Google Suche und Google Maps, mit Panel unter business.google.com
Eigenständige AppExistierte und war der empfohlene Kanal2022 eingestellt, laut Googles eigener Ankündigung
Erster Schritt für ein neues UnternehmenDie meisten Anleitungen setzten "Profil erstellen" vorausZuerst prüfen, ob schon ein unbestätigtes Profil existiert, und es beanspruchen

Von den vier Änderungen in der Tabelle stiftet nicht der Name die meiste Verwirrung, sondern das Verschwinden der App. Viele Anleitungen, auch aktuelle, geben noch immer den Hinweis "App von Google My Business öffnen" – eine App, die in den Stores schlicht nicht mehr zum Download steht.

Ein bestehendes Profil beanspruchen, statt eines neu anzulegen

Die offizielle Google-Dokumentation unterscheidet zwei Wege, und den falschen zu wählen gehört zu den häufigsten Anfängerfehlern. Existiert weder in der Suche noch bei Maps ein Unternehmensprofil, führt der Weg über business.google.com/add zur Neuerstellung. Existiert bereits ein unbestätigtes Profil, führt der richtige Weg über Google Maps: Namen und Stadt des Unternehmens suchen und "Inhaberschaft für dieses Unternehmen geltend machen" wählen (Angabe direkt an der offiziellen Quelle geprüft, siehe Quellen).

Dieser zweite Fall kommt häufiger vor, als viele annehmen. Google kann ein Profil automatisch aus öffentlichen Daten erzeugen, etwa aus einem Branchenverzeichnis oder aus Maps-Daten, die ein Nutzer als besucht markiert hat. Außerdem kann jede Person einen neuen Ort bei Maps vorschlagen, ohne dass der Unternehmer selbst schon aktiv geworden ist. Das Ergebnis: Viele Unternehmen haben bereits ein sichtbares, aber unbestätigtes Profil bei Google, ohne dass im Unternehmen jemand davon weiß, und warten darauf, dass es jemand beansprucht.

Deshalb lautet der eigentliche erste Schritt, vor jedem Formular: den Unternehmensnamen bei Google Maps und in der Suche suchen. Erscheint etwas, selbst unvollständig oder falsch kategorisiert, ist Beanspruchen die richtige Wahl, kein neues Duplikat. Wer ein neues Profil anlegt, obwohl schon eines existiert, endet fast immer mit zwei konkurrierenden Einträgen für dasselbe Unternehmen, die um dieselben Suchanfragen kämpfen – ein Problem, das sich erst über einen Zusammenführungsantrag lösen lässt, der Wochen dauern kann. In dieser Zeit teilen sich Bewertungen, Fotos und Suchsichtbarkeit auf zwei Einträge auf, statt auf einem einzigen Profil Wirkung zu zeigen, was besonders für kleine Unternehmen mit wenigen Bewertungen spürbar ist.

Die eingestellte App ist die andere Seite derselben Umstellung von 2022. Früher lief das Verwalten des Profils, das Beantworten von Bewertungen, das Hochladen von Fotos oder das Ändern der Öffnungszeiten fast immer über die App von Google My Business. Mit ihrer Einstellung verteilt sich diese Arbeit auf drei Kanäle: die App von Google Maps, die Google Suche selbst, sofern man mit dem verknüpften Konto eingeloggt ist, und das Web-Panel unter business.google.com. Die aktuelle Hilfe-Dokumentation von Google Maps bestätigt das: Nach der Bestätigung des Profils lassen sich Änderungen über Maps und die Suche vornehmen, ohne dass eine separate App erwähnt wird (siehe Quellen). Wer noch immer "die App von Google Business Profile" im Play Store oder App Store sucht, findet sie nicht, weil sie als eigenständige Anwendung nicht mehr existiert.

Was ein Google Unternehmensprofil praktisch leistet, und wo es an Grenzen stößt

Ein Google Unternehmensprofil löst ein sehr konkretes Bedürfnis: Wer ein Unternehmen sucht, nach Namen oder nach Kategorie in der Nähe, findet in Sekunden Öffnungszeiten, Adresse, Telefonnummer, Fotos und die Bewertungen anderer Kunden, ohne Google zu verlassen. In der Suche erscheint das Profil als Info-Panel neben den Ergebnissen; bei lokalen Suchanfragen im Drei-Ergebnisse-Paket von Maps, das die Seite oft anführt, noch vor der klassischen organischen Suche. Ein vollständiges Profil mit korrekter Kategorie, echten Fotos und aktuellen Bewertungen verbessert direkt die organische CTR dieses Ergebnisses, weil es mehr Gründe für einen Klick oder Anruf liefert, ganz ohne Website-Besuch.

Das Profil erlaubt außerdem kurze Beiträge, öffentliche Fragen und Antworten, Buchungs- oder Bestelllinks und direkte Nachrichten an das Unternehmen. All das zählt zum lokalen SEO, jenem Teil des Rankings, der neben dem Website-Inhalt auch von Nähe und genau diesen Signalen abhängt. Bewertungen wirken dabei als eines der sichtbarsten Vertrauenssignale, das sowohl Nutzer als auch Google sehen, etwas, das dem nahekommt, was E-E-A-T für geschriebene Inhalte beschreibt: ein Faktor, der Bewertung für Bewertung entsteht, ohne Abkürzung. Auch Fotos wirken in diese Richtung: Bilder, die das Unternehmen selbst hochlädt, wiegen bei Nutzern und bei Google mehr als generische Stockfotos oder Aufnahmen, die zufällige Passanten beisteuern.

Was ein Profil nicht leistet: eine eigene Website ersetzen. Es hostet keinen vollständigen Produktkatalog, verarbeitet keine Zahlungen, und die Gestaltungsmöglichkeiten bleiben begrenzt im Vergleich zu einer eigenen Seite. Eine feste Position garantiert es ebenfalls nicht: Die Platzierung im Kartenpaket hängt von Relevanz, Entfernung und Reputation ab, Faktoren, die sich mit jeder Suche und jedem Konkurrenten in der Nähe ändern. Ein schlecht gepflegtes Profil, mit veralteten Öffnungszeiten, falscher Kategorie oder unbeantworteten Bewertungen, kann dem Unternehmen eher schaden als nutzen, besonders wenn die lokale Zielgruppe mehrere Profile vergleicht, bevor sie sich entscheidet. Verstößt ein Profil wiederholt gegen die Richtlinien von Google, etwa durch falsche Adressangaben oder gekaufte Bewertungen, kann Google es zudem sperren, was die Sichtbarkeit des Unternehmens in Suche und Maps komplett kostet, bis der Fall geklärt ist.

Best Practices

  • Vor der Neuanlage eines Profils den Unternehmensnamen bei Google Maps und in der Suche prüfen: Erscheint schon etwas, dieses Profil beanspruchen statt ein Duplikat anzulegen.
  • Das Profil so früh wie möglich bestätigen; bis dahin können Dritte Änderungen vorschlagen, die ohne Prüfung durch das Unternehmen übernommen werden.
  • Name, Adresse und Telefonnummer im Profil, auf der Website und in jedem Verzeichnis identisch halten.
  • Echte Fotos von Laden, Team und Produkten hochladen und die Öffnungszeiten bei Feiertagen oder Urlaub aktuell halten.
  • Auf Bewertungen antworten, auf gute wie auf schlechte, statt sie unbeantwortet zu lassen.
  • Beiträge und den FAQ-Bereich des Profils für echte Neuigkeiten nutzen, nicht als generische Werbefläche.

Häufige Fehler

  • Ein neues Profil anlegen, ohne vorher zu prüfen, ob bereits eines automatisch von Google erzeugt oder von einem Nutzer vorgeschlagen wurde – das Ergebnis ist ein Duplikat und eine Zusammenführung, die Wochen dauern kann.
  • Nach der eigenständigen mobilen App suchen, die Google 2022 eingestellt hat, statt das Profil über Maps, die Suche oder das Web-Panel unter business.google.com zu verwalten.
  • Das Profil monatelang unbestätigt lassen, wodurch das Unternehmen die Kontrolle darüber verliert, welche Informationen angezeigt werden.
  • Negative Bewertungen ignorieren, statt sie professionell zu beantworten.
  • Eine Kategorie oder Adresse wählen, die nicht dem tatsächlichen Geschäft entspricht, nur um bei mehr lokalen Suchanfragen zu erscheinen.
  • Für jeden Mitarbeiter oder jede Dienstleistung derselben Filiale ein eigenes Profil anlegen, statt ein einziges gut gepflegtes Profil zu führen.
Manuel Riveiro Rodriguez CEO & Digital Strategist

Eine technische Prüfung sieht sich das und alles Weitere in einem Durchgang an.

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Häufige Fragen

Sind Google My Business und Google Business Profile derselbe Dienst?

Ja. Google änderte den Namen am 4. November 2021, Profil, Daten und Grundfunktionen blieben dieselben. Die Umbenennung selbst erforderte weder eine Datenmigration noch eine erneute Bestätigung des Unternehmens.

Gibt es die mobile App von Google My Business noch?

Nicht als eigenständige App. Google kündigte die Einstellung für 2022 in derselben Mitteilung an, in der die Umbenennung stand, und heute läuft die Verwaltung über die App von Google Maps, über die Google Suche oder über das Web-Panel unter business.google.com. Das genaue Datum der Einstellung innerhalb von 2022 lässt sich in keiner noch aktiven offiziellen Quelle bestätigen; die aktuelle Hilfe-Dokumentation bestätigt aber, dass keine App mehr als Verwaltungsweg auftaucht.

Muss ich ein neues Profil anlegen, oder existiert vielleicht schon eines für mein Unternehmen?

Es kann bereits eines existieren. Google erzeugt Profile automatisch aus öffentlichen Daten, und jeder Nutzer kann ein Unternehmen bei Maps vorschlagen. Vor der Neuanlage den Namen und die Stadt des Unternehmens bei Maps suchen: Erscheint ein unbestätigtes Profil, ist Beanspruchen die richtige Wahl, kein Duplikat.

Wie lange dauert die Bestätigung eines Profils bei Google?

Das hängt von der verfügbaren Methode für das jeweilige Unternehmen ab: sofortige Bestätigung, per Telefon, per E-Mail, per Video oder per Postkarte an die Geschäftsadresse. Google veröffentlicht keine einheitliche Frist für alle Fälle, deshalb lohnt sich ein Blick in das Panel selbst beim Beanspruchen oder Anlegen des Profils. Bei den meisten kleinen, stationären Unternehmen bietet Google inzwischen die sofortige oder telefonische Bestätigung an, die postalische Variante bleibt der langsamste der verfügbaren Wege.

Warum verwendet dieser Beitrag noch "Google My Business" in der Webadresse?

Weil dieser Begriff auch Jahre nach der Umbenennung der Ausdruck bleibt, den die meisten Menschen bei Google eingeben, um sich über dieses Tool zu informieren. Der Inhalt der Seite verwendet dagegen den heute korrekten Namen und erklärt die Umbenennung mit exaktem Datum.

Quellen

  1. Offizieller Google-Blog, "Connect with local holiday shoppers" (Matt Madrigal, 4. November 2021): offizielle Ankündigung der Umbenennung von Google My Business zu Google Business Profile und der für 2022 angekündigten Einstellung der eigenständigen mobilen App.
  2. Google-Hilfe, "Unternehmensprofil hinzufügen oder beanspruchen": der offizielle Ablauf, der zwischen der Neuanlage eines Profils und dem Beanspruchen eines bereits bestehenden, unbestätigten Profils unterscheidet.
  3. Google Maps-Hilfe, "Unternehmensprofil bei Google Maps verwalten": bestätigt, dass die aktuelle Verwaltung eines bestätigten Profils über Maps und die Suche läuft, ohne eine eigenständige App zu erwähnen.