Was Google seit der Umstellung tatsächlich indexiert
Mobile-First-Indexierung legt fest, welche Version einer Seite Google beim Crawling, beim Speichern im Index und bei der Rankingberechnung als Hauptquelle nutzt: die, die ein Smartphone sieht, nicht die eines Desktop-Rechners. Das gilt unabhängig davon, von welchem Gerät aus jemand später sucht. Zeigen mobile und Desktop-Version unterschiedliche Inhalte, kennt und bewertet Google fast immer nur die mobile Fassung.
Die Umstellung kam nicht über Nacht. Google testete das Prinzip ab November 2016 und rollte es ab März 2018 schrittweise aus, zuerst bei Seiten, die bereits die empfohlenen Best Practices umsetzten. Am 1. Juli 2019 wurde Mobile-First-Indexierung zum Standard für jede neue Domain, die Google noch nicht kannte. Für den Rest des Webs zog sich die Migration deutlich länger hin als geplant: Google visierte zunächst September 2020 an, verschob das auf März 2021 und räumte im November desselben Jahres ein, kein festes Datum mehr zu nennen, weil einzelne Seiten unerwartete technische Probleme hatten.
Den offiziellen Abschluss verkündete Google am 31. Oktober 2023 im Blogbeitrag „Mobile-first indexing has landed". Seither wird, von wenigen Ausnahmen abgesehen, das gesamte Suchindex mit dem Googlebot Smartphone gecrawlt und bewertet. Jede Quelle, die Mobile First noch als „seit 2020 umgesetzt" beschreibt, meint eine Zwischenphase, nicht den Zeitpunkt, an dem Google die Migration für abgeschlossen erklärt hat.
