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Glossar Interne Verlinkung

Was ist Interne Verlinkung?

  • SEO On-Page
Definition

Interne Verlinkung sind Hyperlinks, die von einer Seite einer Website zu einer anderen Seite derselben Website führen und damit Nutzern die Navigation sowie Suchmaschinen das Crawlen erleichtern.

Ein Trampelpfad im Gras neben einem gepflasterten Weg — daneben der Titel Interne Verlinkung
Den Trampelpfad hat niemand geplant — er entstand durch Gebrauch
Auf dieser Seite 6
  1. Was bedeutet interne Verlinkung?
  2. Linktypen und ihr SEO-Wert
  3. Wie funktioniert interne Verlinkung
  4. Warum interne Verlinkung wichtig ist
  5. Best Practices
  6. Häufige Fehler
Kurz gefasst

Welche Linktypen es gibt, wie sie PageRank innerhalb der Website verteilen, welcher Ankertext funktioniert und welche Fehler Seiten für den Crawler unauffindbar machen.

Ein Trampelpfad im Gras neben einem gepflasterten Weg — daneben der Titel Interne Verlinkung
Den Trampelpfad hat niemand geplant — er entstand durch Gebrauch

Was bedeutet interne Verlinkung?

Interne Verlinkung umfasst alle Hyperlinks, die innerhalb derselben Domain von einer Seite zur nächsten führen: ein Link im Hauptmenü, ein Link im Footer, ein Block „ähnliche Artikel" am Ende eines Beitrags oder ein einzelner Link mitten im Fließtext. Jeder Hyperlink, der den Nutzer innerhalb derselben Domain hält, zählt als interner Link. Der Unterschied zur externen Verlinkung, also zu Backlinks, liegt darin, dass keine andere Domain im Spiel ist. Man ist dabei nicht auf einen Dritten angewiesen, der zufällig verlinkt.

Jedes Mal, wenn ein Crawler eine Seite besucht, folgt er den Links darauf, um neue Seiten zu finden. Fehlt eine durchdachte interne Verlinkung, bleiben ganze Bereiche der Website außerhalb dieses Pfads, egal wie gut der Inhalt dort ist. Das gilt selbst bei einer Website mit Tausenden Seiten und einer sauberen XML-Sitemap, denn die Sitemap listet nur, welche Seiten existieren, ersetzt aber nicht das Relevanzsignal eines echten Links aus verwandtem Inhalt.

Interne Verlinkung ersetzt keine solide Architektur im Sinne von technischem SEO, sie ergänzt sie: Die Architektur legt fest, welche Seiten existieren und wie sie in Kategorien oder Verzeichnissen gruppiert sind, die interne Verlinkung verbindet sie in der Praxis, Tag für Tag, sobald neuer Inhalt veröffentlicht wird.

Linktypen und ihr SEO-Wert

LinktypWo er vorkommtSEO-Wert
NavigationslinksHauptmenü, FooterZeigen die Hierarchie der Website und verteilen Wert an zentrale Bereiche auf jeder Seite
Breadcrumb-LinksOben auf der Seite, unter dem MenüVerstärken den Pfad zu übergeordneten Seiten und unterstützen das Crawlen nach Ebenen
Kontextuelle Links im InhaltInnerhalb von Absätzen in Artikeln oder ProduktseitenBringen den größten Relevanzwert, weil der Ankertext das Ziel beschreibt
Listen verwandter BegriffeArtikelende, Glossare, thematische HubsVerbinden verwandte Inhalte und tragen Strukturen wie eine Pillar Page

Kontextuelle Links im Fließtext wiegen meist schwerer als reine Navigationslinks, weil sie von thematisch verwandtem Inhalt umgeben sind. Das gibt Google ein klareres Relevanzsignal.

Wie funktioniert interne Verlinkung

Folgt ein Crawler einem internen Link, entdeckt er die Zielseite und überträgt zugleich einen Teil des Linkwerts der Ausgangsseite, ein Konzept, das der Logik des PageRank folgt. Eine Seite mit vielen hochwertigen internen Links sammelt in der Regel mehr Wert als eine isolierte Seite, und dieser Wert verteilt sich auf alle ausgehenden Links jeder Seite: Je mehr Links von einer Seite abgehen, desto weniger Wert bekommt jedes einzelne Ziel.

Der sichtbare, klickbare Linktext, der Ankertext, zählt genauso viel wie der Link selbst. Ein beschreibender Ankertext wie „Leitfaden zur internen Verlinkung" sagt Google und der Nutzerin, worum es auf der Zielseite geht. Eine generische Formulierung wie „hier klicken" bringt dagegen nichts, weil sie den Zielinhalt nicht beschreibt. Denselben exakten Ankertext auf Dutzenden Seiten zum gleichen Ziel zu wiederholen, bringt ab einem gewissen Punkt ebenfalls keinen zusätzlichen Wert, deshalb lohnt sich eine variierte Formulierung mit gleichbleibendem Sinn.

Interne Links sind standardmäßig Dofollow: Sie übertragen Linkwert ohne Einschränkung, was innerhalb der eigenen Website in der Regel auch gewünscht ist. Einen internen Link als Nofollow zu markieren ist unüblich und ergibt nur in einzelnen Fällen Sinn, etwa bei Links zu Login-Bereichen, zum Warenkorb oder zu administrativen Abschnitten, die weder gecrawlt werden noch Linkwert sammeln sollen.

Warum interne Verlinkung wichtig ist

Eine durchdachte interne Verlinkung senkt die Klicktiefe: Je weniger Klicks von der Startseite bis zu einer Seite nötig sind, desto leichter findet und crawlt sie der Crawler regelmäßig. Seiten, die sechs oder sieben Klicks von der Startseite entfernt liegen, bekommen weniger Crawling-Aufmerksamkeit, selbst bei gutem Inhalt, und werden nach der Veröffentlichung meist langsamer indexiert.

Sie hilft Google außerdem zu verstehen, wie Seiten thematisch zusammenhängen. Verwandte Artikel um eine zentrale Seite zu gruppieren, wie es bei einer Pillar Page üblich ist, verstärkt dieses thematische Signal und hält Nutzer auf der Website statt zurück zur Suche zu schicken.

Für den Nutzer wirkt sich das genauso unmittelbar aus: Wer über eine Suchanfrage auf einem Artikel landet und dort Links zu verwandtem Inhalt findet, hat mehr Gründe, auf der Website zu bleiben, weiterzulesen und, etwa in einem Onlineshop, den nächsten Schritt in Richtung Kauf zu gehen, ohne die Domain zu verlassen und erneut über die Suche zurückzukehren.

Best Practices

  • Verlinke jede wichtige Seite von mindestens einer anderen Seite aus, damit kein wertvoller Inhalt isoliert bleibt.
  • Nutze beschreibenden, abwechslungsreichen Ankertext, statt immer dieselbe Phrase zum gleichen Ziel zu wiederholen.
  • Setze kontextuelle Links im Inhalt über reine Menü- oder Footer-Links.
  • Prüfe regelmäßig, ob interne Links auf einen Error 404 laufen.
  • Belasse interne Links als Dofollow, außer es gibt einen konkreten Grund dagegen.
  • Strukturiere Inhalte um zentrale Seiten, die verwandte Artikel zu einem Thema bündeln und verlinken.

Häufige Fehler

  • Verwaiste Seiten ohne einen einzigen internen Link, wodurch der Crawler sie kaum findet.
  • Eine Seite mit Dutzenden internen Links überladen, was den Wert pro Link verwässert.
  • Immer denselben generischen Ankertext wie „mehr erfahren" oder „hier" statt beschreibenden Text verwenden.
  • Interne Links auf URLs stehen lassen, die nicht mehr existieren und einen Error 404 liefern.
  • Nur über das Navigationsmenü verlinken und kontextuelle Links im Inhalt vergessen.
Manuel Riveiro Rodriguez CEO & Digital Strategist

Eine technische Prüfung sieht sich das und alles Weitere in einem Durchgang an.

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Häufige Fragen

Wie viele interne Links sollte eine Seite haben?

Es gibt keine feste Zahl. Wichtig ist, dass jeder Link dem Leser echten Wert bringt und die Seite nicht wahllos Dutzende Links anhäuft, denn das verwässert den Wert, der an jedes Linkziel weitergegeben wird. Als grober Richtwert kommen die meisten Inhaltsseiten mit fünf bis fünfzehn relevanten internen Links gut aus.

Beeinflusst interne Verlinkung das Ranking?

Ja, indirekt. Sie ist kein isolierter Rankingfaktor, hilft dem Crawler aber, mehr Inhalt zu entdecken und zu indexieren, und zeigt Google den thematischen Zusammenhang zwischen Seiten, was dem Ranking der gesamten Website über die Zeit zugutekommt und schwächere Einzelseiten mitzieht.

Was unterscheidet interne von externer Verlinkung?

Interne Verlinkung verbindet Seiten innerhalb derselben Domain und liegt vollständig in der eigenen Hand. Externe Verlinkung sind Links zu anderen Domains oder Backlinks, die andere Websites auf die eigene setzen, worauf man keinen direkten Einfluss hat und wofür meist Beziehungsarbeit oder Inhalte nötig sind, die andere zitieren wollen.

Müssen interne Links immer Dofollow sein?

In der Praxis fast immer. Dofollow ist der Standard und überträgt Linkwert am zuverlässigsten zwischen eigenen Seiten. Nofollow bei internen Links bleibt Sonderfällen vorbehalten, etwa Login-Bereichen oder Filtern ohne eigenen Inhaltswert, die ohnehin nicht ranken sollen und keinen Crawling-Aufwand verdienen.

Was ist eine verwaiste Seite?

Eine verwaiste Seite existiert auf der Website, aber kein anderer interner Link verweist auf sie. Weil sie außerhalb des Pfads liegt, dem der Crawler folgt, wird sie viel schwerer gecrawlt und indexiert, selbst bei relevantem Inhalt, und bleibt auch für Nutzer, die durch die Website klicken, meist unsichtbar.