Was Social Listening bedeutet
In der Kommunikationsforschung haben Margaret C. Stewart und Christa L. Arnold 2017 im International Journal of Listening Social Listening als eine Form des Zuhörens beschrieben, die Informationen über andere Menschen und soziale Intelligenz liefert. Im Marketing steht der Begriff für das Zuhören einer Marke: Was wird über sie gesagt?
Der praktische Unterschied zum Monitoring liegt darin, was mit den Daten geschieht. Monitoring erfasst Erwähnungen einzeln: wie viele es gibt, wo sie stehen, welche eine Antwort brauchen. Listening betrachtet die Gesamtheit: Welche Themen wiederholen sich, welche Beschwerden nehmen zu, wie ändert sich der Ton nach einem Launch? Dieselbe Erwähnung dient beiden. Für das Monitoring ist eine Beschwerde über eine verspätete Lieferung ein Fall, den heute jemand beantworten muss. Für das Listening ist es die dritte Beschwerde im Monat über denselben Versanddienstleister, und daraus folgt eine Entscheidung in der Logistik.
Social Listening findet auch, was die Marke nicht steuert: User-generated Content, der sie nicht markiert, eine unverlinkte Markenerwähnung in einem Forum oder ein Gespräch über einen Wettbewerber. Damit ist es Teil der Messung im Social Media Marketing.