Keine Atempause: Googles Politik der kontinuierlichen Verbesserungen und Änderungen ist zwar Alltag für jeden Marketer, doch selten gibt es so viele Neuerungen auf einmal. Dies kündigte der kalifornische Gigant vorgestern auf dem Google Performance Summit an und bezog sich dabei auf eine Reihe gewichtiger Änderungen, die in Kürze in der AdWords-Plattform angewendet werden.
Die Liste der Modifikationen und neuen Produkte, präsentiert von zwei ihrer Führungskräfte – Sridhar Ramaswamy, Vizepräsident für Werbung und Vertrieb, und Jerry Dischler, Vizepräsident für Projektmanagement – und aufgezeichnet vom Search Engine Journal, umfasst Änderungen an der Anzeigenlänge, am responsiven Design, an der Möglichkeit, die für den Werbetreibenden interessantesten Geräte auszuwählen, und an den Suchen nach lokalem SEO.
Mobile Marketing im Fokus
Ramaswamy erklärt in einer Pressemitteilung, dass Google AdWords neu gestaltet hat, um „Marketern zu helfen, in einem mobil-zentrierten Kontext erfolgreich zu sein“. Dies habe das Unternehmen aus Palo Alto dazu veranlasst, seine Strategie zu „überdenken“, um sie den Anforderungen des Mobile Marketings anzupassen.
Das Technologieunternehmen schlägt eine Reihe von Änderungen und neuen Services vor, die wir im Folgenden zusammenfassen.
1) Mehr Text in AdWords-Anzeigen
Eine der relevantesten – und am meisten erwarteten – Änderungen betrifft die Textlänge der Anzeigen. Um diesen Aspekt zu verbessern, führt Google die neuen Expanded Text Ads oder erweiterte Anzeigen ein. Damit haben Unternehmen mehr Platz, um ihre Produkte und Dienstleistungen auf der Google-Suchergebnisseite (SERP) zu bewerben. Hier sind die Neuerungen im Vergleich zu den aktuellen Formaten:
a) Der Anzeigentitel darf länger sein und von 25 auf 30 Zeichen inklusive Leerzeichen wachsen.
b) Der Anzeigentext wird erweitert. Die Produktbeschreibung, die bisher auf zwei Zeilen mit je 35 Zeichen verteilt war, kann etwas umfangreicher sein, da sie einen einzigen Text von 80 Zeichen inklusive Leerzeichen erlaubt, unabhängig von der Zeilenverteilung.
c) Die URL-Einbindung erfolgt nicht mehr manuell. Google AdWords ermöglicht nicht nur die automatische Einbindung, sondern auch die Bearbeitung der URL.
Mit diesen Änderungen wird der Quality Score noch wichtiger, und Anzeigen, die unter der zweiten oder dritten Position liegen, verlieren an Relevanz.
Die erweiterten Anzeigen sind für die Bildschirmformate der gängigsten Mobiltelefone optimiert. Google hat mitgeteilt, dass die bisherigen Tests mit diesem Format zu einer Steigerung der Click-Through-Rate (CTR) um über 20 % geführt haben.
Laut den Verantwortlichen des Unternehmens aus Mountain View soll dieses neue Format voraussichtlich Ende dieses Jahres eingeführt werden.
2) Responsive (und personalisierte) Anzeigen
Das neue Anzeigenformat ermöglicht die Anpassung an die Bildschirme des Geräts, auf dem sie angezeigt werden. Darüber hinaus verspricht Google, dass die notwendigen Änderungen vorgenommen werden, damit Unternehmen Nutzer mit Anzeigen ansprechen können, deren Look and Feel dem beworbenen Produkt entspricht.
Dies wird für Werbetreibende keine zusätzliche Kopfzerbrechen bereiten: Es genügt, wenn sie einen Titel, eine Beschreibung des betreffenden Produkts oder Dienstes, ein Bild und die URL bereitstellen. Google kümmert sich um den Rest.
3) Das gewünschte Gerät auswählen
Wenn die angekündigten Änderungen in Kraft treten, können Unternehmen ihre Anzeigen so konfigurieren, dass sie bevorzugt auf bestimmten Geräten erscheinen. Es wird also möglich sein zu wählen, ob die Anzeige vorzugsweise auf Mobiltelefonen, Tablets oder Computern angezeigt werden soll.
4) Lokales SEO stärken
Laut Google-Daten entfallen fast ein Drittel der mobilen Suchanfragen auf lokale Unternehmen oder Dienstleistungen. Angesichts dieser Tatsache bieten die neuen lokalen Suchanzeigen für Google.com und Google Maps Werbetreibenden mehr Tools, um präziser zu definieren, in welchem geografischen Gebiet sie wirken möchten.
Darüber hinaus können Nutzer Sonderangebote sehen oder direkt aus den Google Maps-Anzeigen navigieren.
Werden diese Änderungen die AdWords-Strategie beeinflussen?
Obwohl einige dieser Neuerungen – wie die Erweiterung des Anzeigentextes – nur in der Testphase angewendet wurden, werden diese Modifikationen die Planung und Konfiguration jeder AdWords-Kampagne erheblich beeinflussen, sobald sie aktiv sind. Tatsächlich betreffen diese Neuerungen sowohl die Texte und das Design der Werbetexte als auch die lokale SEO-Strategie, bis hin zur Notwendigkeit, die Zielgruppe je nach den von ihr genutzten Geräten zu differenzieren.
Benötigen Sie Orientierung, wie Sie Ihre AdWords-Kampagnen in diesem neuen Szenario gestalten sollen? Kontaktieren Sie uns oder rufen Sie uns an unter 93 532 93 78. Bei ZDS Digital analysieren wir Ihren Fall und beraten Sie unverbindlich, damit Sie das Beste aus Ihrer Werbeinvestition herausholen. Unser Team hilft Ihnen gerne.
Die Entwicklung von Google Ads: Von AdWords zur Ära der KI (2024-2026)
Was 2018 ein aufkommender Trend war, ist heute Standard. Google AdWords wurde zu Google Ads und spiegelt eine wesentlich umfassendere und automatisierte Plattform wider. Die damals angekündigten Änderungen legten den Grundstein für das, was wir 2024 sehen und was für 2026 prognostiziert wird. Die mobile Priorität hat sich verstärkt, und künstliche Intelligenz (KI) ist das Gehirn hinter der Kampagnenoptimierung.
Auswirkungen der KI auf Google Ads und die Suche
Die Integration von KI hat die Art und Weise, wie Anzeigen erstellt, segmentiert und optimiert werden, revolutioniert. Tools wie Performance Max nutzen KI, um Kunden über alle Google-Kanäle (YouTube, Display, Search, Discover, Gmail und Maps) mit minimalem manuellem Eingriff zu finden. Dies stellt eine grundlegende Veränderung gegenüber den Expanded Text Ads dar, die zwar einen Fortschritt bedeuteten, heute aber von der Fähigkeit der KI übertroffen werden, Kreativitäten zu generieren und Botschaften dynamisch anzupassen.
Bei ZDS Digital haben wir beobachtet, dass gut strukturierte Performance Max-Kampagnen eine Steigerung der Conversions um 15–20 % bei ähnlichem ROAS erzielen können, insbesondere im E-Commerce und bei der Lead-Generierung, im Vergleich zu traditionellen Suchkampagnen. Eine präzise initiale Konfiguration und ständige Überwachung sind jedoch entscheidend, um die KI zu lenken.
Darüber hinaus transformiert KI die Suche selbst. Mit dem Aufkommen von Modellen wie ChatGPT und Perplexity sowie der Integration generativer KI in die Google-Suche (Search Generative Experience – SGE) erhalten Nutzer direktere und kontextbezogenere Antworten. Dies bedeutet, dass Werbetreibende ihre Strategien anpassen müssen, um nicht nur in den traditionellen organischen und bezahlten Ergebnissen zu erscheinen, sondern auch innerhalb dieser neuen KI-gestützten Sucherfahrungen. Die Relevanz des Inhalts und die Markenautorität (E-E-A-T) sind wichtiger denn je, damit die KI Ihre Website als vertrauenswürdige Quelle betrachtet.
E-E-A-T und Helpful Content: Säulen des modernen SEO und SEM
Das Konzept von E-E-A-T (Experience, Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness) hat sich als kritischer Ranking-Faktor bei Google etabliert und beeinflusst sowohl das organische SEO als auch indirekt die Effektivität von bezahlten Kampagnen. Eine Website mit starkem E-E-A-T hat eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass ihre Anzeigen von Google als relevant und qualitativ hochwertig eingestuft werden, was den Quality Score und damit die Kosten pro Klick (CPC) beeinflussen kann.
Das Helpful Content Update von Google, das 2022 eingeführt und 2023-2024 fortgesetzt wurde, unterstreicht die Bedeutung der Erstellung nützlicher, origineller und benutzerzentrierter Inhalte. Für Werbetreibende bedeutet dies, dass die Landing Pages, auf die ihre Anzeigen verweisen, einen echten Mehrwert bieten und nicht nur reine Verkaufsflächen sein sollten. Eine hochwertige Landing Page verbessert die Nutzererfahrung, reduziert die Absprungrate und erhöht die Conversion Rates, was sich direkt auf die Leistung von Google Ads auswirkt.
Core Web Vitals und die Benutzererfahrung: INP im Vordergrund
Die Core Web Vitals (CWV) bleiben ein entscheidender Faktor für SEO und Nutzererfahrung. Im Jahr 2024 wurde der FID (First Input Delay) durch den INP (Interaction to Next Paint) als Schlüsselmetrik zur Messung der Interaktivität einer Seite ersetzt. Ein guter INP (unter 200 Millisekunden) stellt sicher, dass Benutzer schnell mit den Elementen einer Seite interagieren können, was für Anzeigen-Landing Pages entscheidend ist. Eine schlechte Erfahrung auf der Landing Page kann die Bemühungen einer gut segmentierten Google Ads-Kampagne zunichtemachen.
- INP (Interaction to Next Paint): Misst die Latenz aller Benutzerinteraktionen auf der Seite. Ein niedriger INP ist gleichbedeutend mit einer hochgradig responsiven Seite.
- LCP (Largest Contentful Paint): Misst die Zeit, die zum Laden des größten sichtbaren Inhaltselements im Viewport benötigt wird.
- CLS (Cumulative Layout Shift): Quantifiziert die visuelle Instabilität einer Seite.
Bei ZDS Digital empfehlen wir, die Landing Pages Ihrer Google Ads-Kampagnen regelmäßig mit Tools wie Google PageSpeed Insights oder Lighthouse zu überprüfen. Das Optimieren von Bildern, das Reduzieren von JavaScript- und CSS-Code sowie das Verbessern der Servergeschwindigkeit sind Maßnahmen, die sich direkt auf die CWV und damit auf die Effektivität Ihrer Anzeigen auswirken.
GA4 und Datenschutz: Ein neues Messparadigma
Der obligatorische Übergang zu Google Analytics 4 (GA4) im Jahr 2023 markierte einen Wendepunkt in der Messung des digitalen Marketings. GA4, das auf Ereignissen und einem flexibleren Datenmodell basiert, bietet eine vereinheitlichte Sicht auf die Customer Journey über verschiedene Plattformen und Geräte hinweg. Dies ist entscheidend für die Optimierung von Google Ads-Kampagnen, da es eine präzisere Attribuierung und ein besseres Verständnis des Nutzerverhaltens ermöglicht.
Im Kontext des datenschutzorientierten Ansatzes (Privacy-first) ist GA4 so konzipiert, dass es widerstandsfähiger gegenüber Änderungen der Datenschutzbestimmungen und dem Verschwinden von Drittanbieter-Cookies ist. Die Implementierung von Consent Mode v2 ist ein klares Beispiel dafür, wie Google sich an diese Anforderungen anpasst, indem es Werbetreibenden ermöglicht, das Verhalten von Google-Tags (einschließlich der Google Ads-Tags) basierend auf der Nutzereinwilligung anzupassen. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass Unternehmen eine robuste Zustimmungsstrategie und eine geeignete GA4-Konfiguration haben, um die Kontinuität der Messung und die Optimierung ihrer Kampagnen sicherzustellen.
Fortgeschrittene Strategien für Google Ads im Jahr 2026
Mit Blick auf 2026 wird sich die Optimierung von Google Ads noch stärker auf intelligente Automatisierung und großflächige Personalisierung konzentrieren. Hier sind einige Schlüsselstrategien:
1. Optimierung von Performance Max mit Zielgruppensignalen
Obwohl Performance Max eine automatisierte Kampagne ist, ist sie kein „Set-it-and-forget-it“-Tool. Die Bereitstellung hochwertiger Zielgruppensignale (Kundenlisten, benutzerdefinierte Zielgruppen, GA4-Daten) ist entscheidend, um die KI auf die wertvollsten Nutzer zu lenken. Bei ZDS Digital haben wir festgestellt, dass eine präzise anfängliche Zielgruppensegmentierung den ROAS von Performance Max um bis zu 25 % verbessern kann.
2. Dynamische und adaptive Kreativitäten
Mit generativer KI können Werbetreibende eine nahezu unbegrenzte Anzahl von Anzeigenvariationen (Titel, Beschreibungen, Bilder, Videos) erstellen, die sich in Echtzeit an den Suchkontext und das Nutzerprofil anpassen. Die KI-Tools von Google Ads entwickeln sich bereits weiter, um dies zu erleichtern, aber menschliche Überwachung und strategischer Input bleiben unerlässlich, um die Markenkonsistenz zu wahren.
3. Integration von CRM-Daten für tiefe Personalisierung
Die Verbindung von Google Ads mit CRM-Systemen (Customer Relationship Management) ermöglicht eine noch tiefere Personalisierung, vom Anzeigenangebot bis zur Erfahrung auf der Landing Page. Die Möglichkeit, Nutzer basierend auf ihrer Kaufhistorie, früheren Interaktionen oder ihrer Phase im Sales Funnel zu segmentieren, eröffnet neue Möglichkeiten für hochwirksame Remarketing-Kampagnen.
4. Optimierung für Konversations- und Sprachsuche
Da Sprachsuche und Konversationsschnittstellen (wie Googles SGE) immer häufiger werden, müssen Werbetreibende ihre Keywords und Kreativitäten an eine natürlichere Sprache und vollständige Fragen anpassen. Dies impliziert einen Fokus auf Long-Tail-Keywords und die Absicht hinter den Anfragen.
5. Multichannel-Messung und -Attribuierung mit GA4
GA4 wird die einzige Quelle der Wahrheit für die Messung sein. Die Beherrschung seiner datenbasierten Attributionsberichte und seiner Fähigkeit, Conversions zu modellieren, wird von grundlegender Bedeutung sein. Dies ermöglicht Werbetreibenden, den Einfluss jedes Kontaktpunkts in der Customer Journey besser zu verstehen und das Budget effizienter auf verschiedene Marketingkanäle zu verteilen.
Häufige Fehler, die Sie bei Google Ads heute vermeiden sollten
- Die Qualität der Landing Page ignorieren: Eine gute Anzeigenkampagne ist nutzlos, wenn die Zielseite langsam, irrelevant oder nicht für Mobilgeräte optimiert ist.
- Keine negativen Zielgruppen verwenden: Das Ausschließen irrelevanter Suchbegriffe und unerwünschter Zielgruppen ist entscheidend, um unnötige Ausgaben zu vermeiden.
- Nicht für Mobilgeräte optimieren: Mit „Mobile-First“ als Standard ist eine schlechte mobile Erfahrung ein kritischer Fehler.
- Fehlende Conversion-Verfolgung: Ohne präzise Conversion-Verfolgung in GA4 ist es unmöglich zu wissen, was funktioniert und Kampagnen zu optimieren.
- Performance Max-Kampagnen unbeaufsichtigt lassen: Obwohl automatisiert, benötigen sie eine anfängliche Anleitung und regelmäßige Anpassungen basierend auf Leistung und Zielen.
- Inhalte nicht an E-E-A-T anpassen: Google schätzt Erfahrung und Autorität. Schlechte oder unzuverlässige Inhalte wirken sich negativ auf die Leistung aus.
Bei ZDS Digital sind wir über all diese Entwicklungen auf dem Laufenden und bereiten unsere Kunden auf die Zukunft des digitalen Marketings vor. Anpassungsfähigkeit und Proaktivität sind entscheidend für den Erfolg in einem so dynamischen Ökosystem wie Google Ads. Wenn Sie möchten, dass Ihre digitale Marketingstrategie an vorderster Front steht, kontaktieren Sie uns oder rufen Sie uns an unter 93 532 93 78. Unser Expertenteam hilft Ihnen gerne, sich in dieser neuen Landschaft zurechtzufinden und Ihren Return on Investment zu maximieren.