Was Big Data bedeutet
Die im technischen Umfeld meistzitierte Definition stammt vom NIST, dem US-amerikanischen Normungsinstitut. In seinem Interoperabilitätsrahmen von 2019 beschreibt es Big Data als umfangreiche Datenbestände, die vor allem durch Volumen, Vielfalt, Geschwindigkeit oder Veränderlichkeit gekennzeichnet sind und eine skalierbare Architektur für effizientes Speichern, Verarbeiten und Auswerten erfordern.
Entscheidend ist der zweite Teil. Big Data ist mehr als „viele Daten“: Größe, Tempo oder Formatmix zwingen zu einem anderen Werkzeug. Eine Tabellenkalkulation oder eine Datenbank auf einem einzelnen Server reicht dann nicht mehr, und die Arbeit wird auf viele Rechner verteilt.
Die vier Merkmale lassen sich an Beispielen zeigen. Volumen: die Logdateien eines großen Webservers mit Millionen Zeilen am Tag. Geschwindigkeit: die Klicks in einem Onlineshop, die verarbeitet werden müssen, während sie entstehen. Vielfalt: Tabellen neben Texten, Bildern oder Maschinenprotokollen. Veränderlichkeit: Daten, deren Bedeutung oder Rhythmus sich mit der Zeit verschiebt, etwa der Traffic einer Website vor und nach einem Google-Update.