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Glossar TKP

Was ist der TKP (CPM)?

  • PPC / Ads / CRO
Definition

Der TKP (Tausenderkontaktpreis), international auch als CPM (Cost per Mille) bezeichnet, ist das Abrechnungsmodell in der Onlinewerbung, bei dem der Werbetreibende einen festen Preis für je 1.000 Anzeigeneinblendungen zahlt, unabhängig von Klicks oder Conversions.

Ein hoher Stapel frisch gedruckter, leerer Papierbogen auf einer Palette — daneben der Titel CPM
Bezahlt wird die Auflage, nicht der Leser
Auf dieser Seite 6
  1. Was bedeuten TKP und CPM?
  2. TKP/CPM im Vergleich zu CPC und CPA
  3. Wie es funktioniert
  4. Warum es wichtig ist
  5. Best Practices
  6. Häufige Fehler
Kurz gefasst

Wie sich der TKP mit der CPM-Formel berechnen lässt, was ihn von CPC und CPA unterscheidet, und warum ein niedriger TKP keine profitable Kampagne garantiert, wenn die Zielgruppe nicht passt.

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Was bedeuten TKP und CPM?

TKP steht für Tausenderkontaktpreis, ein Begriff aus der klassischen Print- und TV-Mediaplanung. International, vor allem im digitalen Werbegeschäft, hat sich dafür der englische Begriff CPM durchgesetzt, kurz für Cost per Mille, Kosten pro Tausend. „Mille" kommt aus dem Lateinischen und bedeutet tausend. Beide Begriffe meinen dieselbe Rechnung und werden im deutschsprachigen Raum meist synonym verwendet.

Die Formel ist einfach: TKP/CPM = (Kosten der Kampagne / Anzahl der Impressionen) x 1000. Bezahlt wird also nicht für Klicks oder Handlungen, sondern allein dafür, dass die Anzeige 1.000 Mal ausgespielt wurde.

Der TKP ist das übliche Modell bei Display-, Video- und Social-Media-Marketing-Kampagnen, die auf Markenbekanntheit statt auf eine sofortige Handlung zielen.

Der TKP taucht als Standardkennzahl im Dashboard fast jeder Werbeplattform auf, von Google Ads über Meta Ads bis zu programmatischen Buying-Plattformen (DSPs), wo er als Durchschnittskosten pro Tausend ausgelieferten Impressionen innerhalb einer Kampagne ausgewiesen wird, auch wenn der tatsächliche Preis jeder einzelnen Auktion von Impression zu Impression schwankt.

TKP/CPM im Vergleich zu CPC und CPA

ModellWofür der Werbetreibende zahltWann es sich eignet
TKP/CPM (Cost per Mille)Ein Festpreis pro 1.000 ausgespielte ImpressionenBranding-Kampagnen und Reichweite, wenn Sichtbarkeit wichtiger ist als eine sofortige Handlung
CPC (Cost per Click)Ein Preis pro tatsächlichem Klick auf die AnzeigePerformance-Kampagnen, bei denen qualifizierter Traffic auf eine bestimmte Seite zählt
CPA (Cost per Action/Akquisition)Ein Preis pro Conversion (Kauf, Anmeldung, Download)Kampagnen mit Fokus auf messbare Ergebnisse und direkten ROI

Die drei Modelle stehen auf den meisten Werbeplattformen nebeneinander, und die Wahl eines Modells heißt nicht, die anderen beiden nicht mehr zu messen: Eine Kampagne mit niedrigem TKP, aber schwacher CTR, kann am Ende pro Klick oder pro Conversion teurer werden als eine direkt auf CPC geplante Kampagne.

Wie es funktioniert

Die Berechnung des TKP braucht zwei Werte: die Gesamtkosten der Kampagne und die Anzahl der ausgelieferten Impressionen. Eine Kampagne, die 500 Euro kostet und 250.000 Impressionen erzielt, hat einen TKP von 2 Euro: (500 / 250.000) x 1000. Je niedriger die Zahl, desto günstiger ist es, jeweils tausend Einblendungen zu erreichen.

Nicht jede Plattform zählt eine Impression gleich. Viele verlangen, dass eine Anzeige erst als „sichtbar" gilt, bevor sie abgerechnet wird, nach dem Standard des Media Rating Council: Mindestens 50% der Pixel der Anzeige müssen bei Display-Werbung eine durchgehende Sekunde lang im sichtbaren Bereich stehen, bei Video zwei Sekunden. Dieses Modell heißt viewable CPM oder vCPM und ist meist etwas teurer, weil es Impressionen ausschließt, die real nie zu sehen waren.

Der Preis eines TKP hängt stark davon ab, wen die Anzeige erreichen soll. Eine breite, generische Segmentierung hat meist einen günstigeren TKP als eine eng gefasste Zielgruppe, weil dort mehr Werbetreibende um dieselbe kleine Reichweite konkurrieren. Auch die gewählte Targeting-Strategie, nach Interessen, Remarketing oder Standort, verschiebt den Endpreis. Der Preis ändert sich außerdem je nach Format und Endgerät: Eine Video-Anzeige hat meist einen höheren TKP als ein statisches Banner, und der TKP auf dem Smartphone stimmt fast nie mit dem auf dem Desktop überein, selbst innerhalb derselben Kampagne.

Warum es wichtig ist

Der TKP ist wichtig, weil er zwei Fragen trennt, die man nicht vermischen sollte: Was kostet es, gesehen zu werden, und was kostet es, dass jemand handelt. Eine Kampagne kann einen sehr günstigen TKP haben und trotzdem ineffizient sein, wenn niemand mit der Anzeige interagiert; deshalb gehört der TKP immer zusammen mit der CTR gelesen, nie isoliert.

Das Modell passt naturgemäß in die Entdeckungsphase der Customer Journey, die Awareness-Stufe des AIDA-Modells, in der es nicht um den sofortigen Verkauf geht, sondern darum, dass eine konkrete Buyer Persona die Marke beim nächsten Kontakt wiedererkennt.

Und er hat einen selten diskutierten Nutzen für die Budgetplanung: Weil nach Volumen und nicht nach Ergebnis bezahlt wird, lässt sich mit dem TKP vorab kalkulieren, was eine bestimmte Reichweite kostet, ein Wert, den eine saubere Web Analytics-Auswertung danach mit den tatsächlichen Conversions abgleichen muss, um zu wissen, ob sich diese Reichweite gelohnt hat.

Best Practices

  • Vergleiche den TKP immer zusammen mit der CTR derselben Kampagne: ein günstiger TKP mit sehr niedriger Klickrate kann pro Ergebnis teurer werden als ein höherer TKP mit besserer Resonanz.
  • Nutze TKP für Awareness- und Reichweiten-Kampagnen und wechsle zu CPC oder CPA, sobald qualifizierter Traffic oder konkrete Conversions das Ziel sind.
  • Prüfe, ob die Plattform nach ausgelieferten oder nach sichtbaren Impressionen (vCPM) abrechnet; der Preis- und Qualitätsunterschied kann erheblich sein.
  • Passe die Segmentierung an die real verfügbare Zielgruppengröße an; eine zu eng gefasste Zielgruppe treibt den TKP durch die Konkurrenz anderer Werbetreibender in die Höhe.
  • Vergleiche den TKP zwischen Formaten und Platzierungen, bevor Budget verteilt wird; ein seitliches Banner und ein In-Stream-Video kosten fast nie dasselbe pro Tausend.
  • Berücksichtige Saisonalität: Der TKP steigt in Zeiten mit hoher Werbekonkurrenz wie Black Friday oder Weihnachten und sinkt in der Nebensaison.

Häufige Fehler

  • TKP für eine Kampagne wählen, die eigentlich direkte Conversions erzielen soll, und die Kosten danach mit einer CPA-Kampagne vergleichen.
  • Nur auf die TKP-Zahl schauen, ohne CTR oder die Qualität des dadurch erzielten Traffics zu prüfen.
  • Davon ausgehen, dass jede gezählte Impression tatsächlich zu sehen war, ohne zu prüfen, ob die Plattform sichtbare oder nur ausgelieferte Impressionen abrechnet.
  • Den TKP zweier Kampagnen mit unterschiedlichen Zielgruppen und Formaten vergleichen, als wären sie direkt vergleichbar.
  • Den TKP senken, indem die Segmentierung so weit geöffnet wird, dass kaum noch ein Bezug zur eigentlichen Zielgruppe besteht.
Manuel Riveiro Rodriguez CEO & Digital Strategist

Eine technische Prüfung sieht sich das und alles Weitere in einem Durchgang an.

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Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen TKP/CPM und CPC?

TKP/CPM berechnet einen Preis für je 1.000 gezeigte Impressionen, unabhängig davon, ob jemand klickt; CPC berechnet nur bei einem tatsächlichen Klick. TKP eignet sich für Markenbekanntheit, wenn Reichweite zählt; CPC eignet sich, wenn qualifizierter Traffic auf eine bestimmte Seite das Ziel ist und sich die Kosten pro Besuch direkt messen lassen.

Wie berechnet man den TKP?

Man teilt die Gesamtkosten der Kampagne durch die Anzahl der erzielten Impressionen und multipliziert das Ergebnis mit 1.000. Eine Kampagne für 300 Euro mit 150.000 Impressionen hat einen TKP von 2 Euro: (300 / 150.000) x 1000. Je niedriger die Zahl, desto günstiger ist der Weg zu jeweils tausend Einblendungen.

Was ist der viewable TKP oder vCPM?

Das ist eine Variante des TKP, bei der eine Impression nur abgerechnet wird, wenn sie den Sichtbarkeitsstandard des Media Rating Council erfüllt: mindestens 50% der Pixel der Anzeige eine durchgehende Sekunde lang sichtbar bei Display, zwei Sekunden bei Video. Er kostet meist etwas mehr, weil er nie wirklich gesehene Impressionen ausschließt.

Sind TKP und CPM dasselbe?

Ja, in der digitalen Praxis sind beide Begriffe synonym. TKP (Tausenderkontaktpreis) stammt aus der klassischen Print- und TV-Mediaplanung und wird im deutschsprachigen Raum am häufigsten verwendet, während CPM (Cost per Mille) der international gebräuchliche Fachbegriff ist. Beide beschreiben dieselbe Rechnung: Kosten pro tausend Impressionen oder Kontakten.

Bedeutet ein niedriger TKP automatisch eine gute Kampagne?

Nicht unbedingt. Ein niedriger TKP zeigt nur, dass je tausend Impressionen wenig kosten, nicht, dass echtes Interesse entsteht. Er sollte immer zusammen mit CTR und den späteren Conversions bewertet werden: eine günstige, aber wenig relevante Zielgruppe kann pro Ergebnis teurer werden als eine teurere, aber besser segmentierte.

Quellen

  1. Google Ads-Hilfe: CPM-Gebote (Cost-per-1000-Impressions): erklärt, wann sich CPM- und viewable-CPM-Gebote auf YouTube und im Displaynetzwerk eignen, im Gegensatz zu Gebotsmodellen, die auf Klicks oder Conversions zielen. Aktualisiert 2026.
  2. Media Rating Council: Viewable Ad Impression Measurement Guideline: definiert den Branchenstandard von 50% sichtbaren Pixeln über eine durchgehende Sekunde (zwei bei Video), bevor eine Impression als „sichtbar" für die TKP-Abrechnung zählt. Veröffentlicht im August 2015, weiterhin gültiger Referenzstandard der Branche.