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Glossar Call to Action

Was ist ein Call-to-Action (CTA)?

  • PPC / Ads / CRO
Definition

Ein Call-to-Action (CTA) ist ein Element, Button, Link oder eine Textzeile, auf einer Website oder in Marketingmaterial, das den Nutzer explizit zu einer konkreten Handlung auffordert, etwa zum Kauf, zur Newsletter-Anmeldung oder zum Download.

Ein messingner Glockenzug an einer Kordel neben einer Tür — daneben der Titel Call to Action
Man zieht an der Kordel, und drinnen läutet es
Auf dieser Seite 6
  1. Was ist ein Call-to-Action?
  2. Welcher CTA zu welcher Phase der Customer Journey passt
  3. Wie ein Call-to-Action funktioniert
  4. Warum das wichtig ist
  5. Best Practices
  6. Häufige Fehler
Kurz gefasst

Welcher CTA-Typ zu welcher Phase im Marketing-Funnel passt, warum ein aggressiver Kauf-Button jemanden abschreckt, der die Marke gerade erst entdeckt, und was einen „Jetzt kaufen"-Button, der konvertiert, von einem unterscheidet, den niemand anklickt.

Ein messingner Glockenzug an einer Kordel neben einer Tür — daneben der Titel Call to Action
Man zieht an der Kordel, und drinnen läutet es

Was ist ein Call-to-Action?

Ein Call-to-Action, kurz CTA, ist ein Element auf einer Website oder in einem Marketingmaterial, das den Nutzer explizit zu einer konkreten Handlung auffordert: ein Produkt kaufen, einen Newsletter abonnieren, eine Datei herunterladen oder ein Formular ausfüllen. Das kann ein Button sein, ein Textlink oder eine Zeile in einer Anzeige, die Funktion bleibt immer dieselbe: die Aufmerksamkeit des Besuchers in einen messbaren nächsten Schritt umwandeln. Typische Beispiele sind „Jetzt kaufen", „Abonnieren" oder „Kostenlos starten", im Gegensatz zu vagen Formeln wie „Hier klicken", die nichts darüber verraten, was als Nächstes passiert.

Der CTA ist das Element, das die Action-Phase des AIDA-Modells konkret umsetzt: Ohne ein Element, das direkt zur Handlung auffordert, verpuffen Interesse und Wunsch, die vorher geweckt wurden.

Im Inbound Marketing nimmt der CTA eine zentrale Rolle ein, weil er den Content, der Besucher anzieht, mit dem nächsten Schritt verbindet, den das Unternehmen von ihnen erwartet, sei es eine E-Mail-Adresse oder ein Kaufabschluss.

Welcher CTA zu welcher Phase der Customer Journey passt

PhaseZiel des NutzersBeispiel-CTA
AwarenessDas Problem verstehen, noch keine Kaufabsicht„Mehr erfahren"
ConsiderationOptionen vergleichen und prüfen, ob das Produkt passt„Demo anfordern"
DecisionBereit zu handeln„Jetzt kaufen"

Diese Phasen entsprechen grob den Stationen der Customer Journey eines Kunden. Den falschen CTA für die jeweilige Phase zu wählen, kostet real Conversions: ein „Jetzt kaufen"-Button vor jemandem, der das Problem gerade erst versteht, erzeugt eher Ablehnung als eine Handlung.

Wie ein Call-to-Action funktioniert

Technisch ist ein CTA ein klickbares Element, meist ein Button mit einem Verb im Imperativ, das den Nutzer zu einer Seite, einem Formular oder einem Download führt. Seine Wirkung hängt von drei Faktoren ab, die zusammenspielen: dem Text (welche Handlung er verlangt und wie klar), dem Design (ob er sich vom Rest der Seite abhebt) und der Platzierung (ob er auftaucht, wenn der Nutzer bereit ist zu handeln).

In der Praxis ist ein CTA oft der Zugang zu einem anderen Element im Marketing-Funnel. Ein Button „Guide gratis herunterladen" führt zu einem Formular, das im Gegenzug für die E-Mail-Adresse einen Lead Magnet ausliefert, und dieser Kontakt landet direkt im CRM des Unternehmens zur weiteren Betreuung. Auf einer Produktseite im E-Commerce führt der CTA „Jetzt kaufen" dagegen direkt zum Checkout, ohne Zwischenschritt. Auf dem Smartphone zählt die Größe des Buttons genauso wie der Text: Ein CTA, der mit dem Finger kaum zu treffen ist, verliert Klicks, selbst wenn der Rest des Designs stimmt.

Der Button wirkt nicht für sich allein: Er braucht die restliche Seite als Rückhalt. Ein gut formulierter CTA über einem verwirrenden Text oder einem unklaren Angebot konvertiert trotzdem nicht, weil der Nutzer schon vor dem Button entscheidet, ob ihn das Angebot interessiert.

Warum das wichtig ist

Ein schlecht gesetzter CTA verschwendet die gesamte vorherige Arbeit, einen Besucher anzuziehen und zu überzeugen. An dieser Stelle entscheidet sich, ob aus einem Besuch ein messbares Ergebnis für das Unternehmen wird, ein Verkauf, eine Anmeldung, ein Download. Ohne ihn weiß der Nutzer selbst auf der bestgeschriebenen Seite nicht, was als Nächstes zu tun ist.

Der Zeitpunkt zählt genauso viel wie die Botschaft. Ein aggressiver Kauf-CTA vor einer Zielgruppe, die die Marke gerade erst entdeckt, kann kontraproduktiv wirken: Statt Vertrauen zu schaffen, vermittelt er Eile, und der Nutzer verlässt die Seite, bevor er den Rest der Journey durchläuft.

Zu prüfen, ob der wichtigste CTA dort sitzt, wo der Nutzer tatsächlich hinschaut, ist genauso wichtig wie ihn gut zu formulieren. Eine Heatmap zeigt, ob der Button innerhalb der echten Aufmerksamkeitszone liegt oder unter einem Element verschwindet, das das Ende des Inhalts vortäuscht. Zu messen, wie viele Besucher tatsächlich klicken, im Verhältnis zu allen, die die Seite sehen, ist der direkteste Weg herauszufinden, ob Botschaft, Design oder Platzierung nachjustiert werden müssen, ohne gleich den ganzen restlichen Content umzubauen.

Best Practices

  • Nutze direkte, konkrete Handlungsverben wie „Herunterladen" oder „Reservieren" statt vager Formeln wie „Hier klicken".
  • Gib dem CTA einen klaren visuellen Kontrast zum restlichen Seitendesign; ein Button, der mit dem Hintergrund verschmilzt, sieht niemand, egal wie gut der Text ist.
  • Setze pro Seite oder Bildschirm nur einen primären CTA; mehrere Buttons, die um die Aufmerksamkeit konkurrieren, verteilen Klicks statt sie zu bündeln.
  • Platziere den wichtigsten CTA above the fold, wo immer der Content das zulässt, und prüfe diese Entscheidung nach dem Launch mit einer Heatmap.
  • Passe Text und Ton des CTA an die Buyer Persona an, die du ansprichst, nicht an einen generischen Besucher.
  • Teste Varianten desselben CTA per A/B-Test, bevor du annimmst, welcher Text besser konvertiert; das Bauchgefühl dazu liegt öfter falsch, als man denkt.

Häufige Fehler

  • Einen generischen CTA wie „Absenden" oder „Hier klicken" verwenden, der dem Nutzer nicht sagt, was er im Gegenzug bekommt.
  • Denselben Kauf-CTA in jeder Phase der Journey wiederholen, auch beim ersten Besuch von jemandem, der die Marke noch gar nicht kennt.
  • Mehrere Buttons mit gleichem visuellem Gewicht auf demselben Bildschirm platzieren, ohne klarzumachen, welche Handlung Priorität hat.
  • Dem CTA eine Farbe oder einen Kontrast geben, der so schwach ist, dass er zwischen den übrigen Elementen der Seite untergeht.
  • Den wichtigsten CTA unter einem langen Textblock vergraben, ohne vorher zu prüfen, ob der Nutzer überhaupt so weit scrollt.
Manuel Riveiro Rodriguez CEO & Digital Strategist

Eine technische Prüfung sieht sich das und alles Weitere in einem Durchgang an.

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Häufige Fragen

Was unterscheidet einen CTA von einem normalen Link?

Ein CTA fordert explizit zu einer konkreten Handlung auf, mit einem klaren Verb wie „Kaufen" oder „Abonnieren", während ein normaler Link nur von einer Seite zur anderen führt, ohne diese direkte Aufforderung. Ein Link wird zum CTA, sobald Text und Design eine konkrete Handlung kommunizieren, die das Unternehmen vom Nutzer erwartet.

Wie viele CTA sollte eine Seite haben?

Idealerweise einen primären CTA pro Bildschirm oder Abschnitt, mit maximaler visueller Priorität. Sekundäre CTA mit geringerem Gewicht können daneben existieren, etwa „Mehr erfahren" neben „Jetzt kaufen", aber mehrere Buttons mit gleicher visueller Kraft verteilen die Aufmerksamkeit des Nutzers und senken meist die Gesamtconversion der Seite.

Warum funktioniert ein Kauf-CTA in der Awareness-Phase nicht?

Weil er ein größeres Commitment verlangt, als der Nutzer in diesem Moment bereit ist einzugehen. Wer eine Marke gerade erst entdeckt, vergleicht oder entscheidet noch nicht, sondern versteht erst das Problem. Ein CTA wie „Mehr erfahren" passt hier besser; „Jetzt kaufen" passt in die Decision-Phase, nicht davor.

Wie erkenne ich, ob mein CTA-Text funktioniert?

Am verlässlichsten mit einem A/B-Test: zwei Varianten desselben CTA an unterschiedliche Nutzergruppen ausspielen und messen, welche mehr konvertiert. Eine Heatmap ergänzt diese Zahl, indem sie zeigt, ob der Button überhaupt in der echten Aufmerksamkeitszone des Nutzers liegt, etwas, das ein A/B-Test allein nicht verrät.

Muss ein CTA immer ein Button sein?

Nein. Er kann ein Textlink sein, eine Zeile in einer E-Mail oder sogar eine gesprochene Aufforderung in einem Video. Was einen CTA ausmacht, ist nicht das Format, sondern die Funktion: den Nutzer explizit zu einer konkreten Handlung aufzufordern, mit einem klaren Verb und ohne Zweifel darüber, was nach dem Klick passiert.

Quellen

  1. Nielsen Norman Group, „‚Learn More' Links: You Can Do Better": liefert die Grundlage dafür, vage CTA-Texte wie „Mehr erfahren" ohne Kontext zu vermeiden, und empfiehlt konkrete, beschreibende Handlungsverben. Veröffentlicht am 13.12.2015.
  2. 25.04.2025 Nielsen Norman Group, „Button States: Communicate Interaction": erklärt den Unterschied zwischen primären und sekundären Buttons und warum der wichtigste CTA den stärksten visuellen Kontrast zu den übrigen Handlungen der Seite braucht. Aktualisiert am 25.04.2025.