Zum Inhalt springen

Glossar Googlebot

Was ist Googlebot?

  • Technisches SEO
Definition

Googlebot ist der Sammelname für die Web-Crawler der Google-Suche. Es gibt zwei Typen: Googlebot Smartphone, der einen Nutzer mit Mobilgerät simuliert, und Googlebot Desktop, der einen Nutzer am Computer simuliert. Sie laden Seiten herunter, damit Google sie verarbeiten und indexieren kann.

Auf dieser Seite 5
  1. Was Googlebot bedeutet
  2. Wie es funktioniert
  3. Warum es zählt
  4. Best Practices
  5. Häufige Fehler
Kurz gefasst

Googlebot ist der Crawler der Google-Suche: seine zwei Typen, die übrigen Google-Crawler und wie man prüft, ob ein Besuch echt ist.

Was Googlebot bedeutet

Die beiden Typen unterscheiden sich im User Agent der HTTP-Anfrage, in der robots.txt folgen sie aber demselben Token „Googlebot“. Eine Regel nur für den mobilen oder nur für den Desktop-Crawler ist deshalb nicht möglich. Weil Google bei den meisten Websites vor allem die mobile Version indexiert, kommt der größte Teil der Anfragen von Googlebot Smartphone. Mobile-First-Indexing hat einen eigenen Eintrag in diesem Glossar.

Google teilt seine Crawler und Fetcher in drei Gruppen: - Allgemeine Crawler wie Googlebot. Bei automatischen Crawls halten sie sich immer an die robots.txt. Zur selben Gruppe gehören Googlebot-Image, Googlebot-Video, Storebot-Google für Google Shopping und Google-InspectionTool, das Testwerkzeuge wie der Test für Rich-Suchergebnisse und die URL-Prüfung der Search Console nutzen. Googlebot-News gibt es nur als robots.txt-Token, gecrawlt wird mit den User Agents von Googlebot. - Crawler für Sonderfälle wie AdsBot, mit dem Google Ads die Anzeigenqualität auf Seiten prüft. Sie arbeiten auf Grundlage einer Vereinbarung zwischen Website und Google-Produkt und halten sich nicht unbedingt an die robots.txt. AdsBot zum Beispiel ignoriert Regeln für den globalen User Agent (*). - Vom Nutzer ausgelöste Fetcher wie Google Site Verifier. Weil ein Mensch die Anfrage auslöst, ignorieren sie die robots.txt.

Google-Extended ist ebenfalls kein eigener Crawler, sondern ein robots.txt-Token, mit dem eine Website festlegt, ob von Google gecrawlte Inhalte für das Training von Gemini-Modellen genutzt werden dürfen. Es hat einen eigenen Eintrag in diesem Glossar.

Wie es funktioniert

Googlebot findet neue URLs vor allem über Links in Seiten, die er schon gecrawlt hat. Laut Google sollte er bei den meisten Websites im Schnitt nicht öfter als einmal alle paar Sekunden zugreifen. Für die Google-Suche lädt er die ersten 2 MB jedes unterstützten Dateityps und die ersten 64 MB eines PDFs, gemessen unkomprimiert. Jede Ressource, die die Seite zum Rendern braucht, etwa CSS oder JavaScript, wird einzeln mit derselben Grenze geladen. Was darüber liegt, wird für die Indexierung nicht berücksichtigt.

Die Google-Crawler kommen vor allem von IP-Adressen in den USA und nutzen standardmäßig HTTP/1.1. Sie können auch über HTTP/2 crawlen. Das spart Ressourcen, bringt laut Google aber keinen Vorteil im Ranking.

Der User Agent lässt sich fälschen, und viele Crawler geben sich als Googlebot aus. Google beschreibt zwei Wege, einen echten Besuch zu erkennen: - Reverse DNS: Man sucht den Hostnamen zur IP der Anfrage, prüft, ob er auf googlebot.com, google.com oder googleusercontent.com endet, und löst diesen Namen wieder auf, um zu bestätigen, dass dieselbe IP herauskommt. Bei den allgemeinen Crawlern folgt der Name dem Muster crawl-…googlebot.com oder geo-crawl-…geo.googlebot.com. - IP-Bereiche: Man gleicht die IP mit den JSON-Listen ab, die Google veröffentlicht. Die Liste der allgemeinen Crawler heißt common-crawlers.json. Die alte Adresse googlebot.json leitet dorthin weiter (geprüft am 17.10.2026).

Für einzelne Prüfungen genügt Reverse DNS. Bei vielen IPs empfiehlt Google den automatischen Abgleich mit den Listen. Das Crawling allgemein und seine Auswertung haben einen eigenen Eintrag in diesem Glossar.

Der User Agent beweist nichts, erst die DNS-Prüfung zeigt, wer anfragt.

Warum es zählt

Wer Googlebot sperrt, betrifft die Google-Suche einschließlich Discover und weitere Produkte wie Google Bilder, den Videomodus und Google News. Eine Sperre in der robots.txt verhindert das Crawlen, aber nicht die Indexierung: Die URL kann weiter in den Ergebnissen erscheinen. Soll eine Seite nicht indexiert werden, nennt Google noindex. Soll niemand darauf zugreifen, weder Crawler noch Nutzer, eine andere Maßnahme wie einen Passwortschutz.

Überlastet Googlebot den Server, empfiehlt Google, für kurze Zeit, einige Stunden oder ein bis zwei Tage, statt 200 einen Statuscode 500, 503 oder 429 auszuliefern. Das Crawling sinkt dann für den ganzen Hostnamen. Halten die Fehler bei derselben URL mehrere Tage an, kann Google sie aus dem Index nehmen.

Bevor Sie einen angeblichen Googlebot sperren, sollten Sie ihn prüfen. Google warnt, dass sein User Agent häufig gefälscht wird, und wer versehentlich die echten IPs sperrt, nimmt die Website aus dem Crawling.

Best Practices

  • Jeden Besuch, der sich als Googlebot ausgibt, per Reverse DNS oder common-crawlers.json prüfen, bevor Sie ihn sperren oder aus den Logs Schlüsse ziehen.
  • Der mobilen Version denselben Inhalt geben wie der Desktop-Version, weil die meisten Anfragen von Googlebot Smartphone kommen.
  • HTML und jede benötigte Ressource unkomprimiert unter 2 MB halten, weil Googlebot alles darüber nicht berücksichtigt.
  • Noindex und nicht die robots.txt nutzen, wenn eine Seite nicht bei Google erscheinen soll.
  • ETag in den Antworten senden: Google empfiehlt ETag gegenüber Last-Modified für das HTTP-Caching seiner Crawler.

Häufige Fehler

  • Dem User Agent vertrauen: Jeder kann „Googlebot“ in eine Anfrage schreiben.
  • Versuchen, Googlebot Smartphone und Googlebot Desktop in der robots.txt zu trennen, obwohl beide demselben Token folgen.
  • Eine Seite in der robots.txt sperren, um sie aus den Ergebnissen zu nehmen.
  • Tagelang 503 ausliefern, um das Crawling zu bremsen, mit dem Risiko, dass Google die URLs entfernt.
  • Annehmen, alle Google-Crawler folgten der robots.txt gleich: Crawler für Sonderfälle tun es nicht unbedingt, vom Nutzer ausgelöste Fetcher gar nicht.
Manuel Riveiro Rodriguez CEO & Digital Strategist

Eine technische Prüfung sieht sich das und alles Weitere in einem Durchgang an.

Audit anfragen

Häufige Fragen

Wie viele Googlebots gibt es?

Googlebot im engeren Sinn hat zwei Typen: Smartphone und Desktop. Daneben nutzt Google weitere allgemeine Crawler mit eigenem Token wie Googlebot-Image, Googlebot-Video und Storebot-Google, Crawler für Sonderfälle wie AdsBot und Fetcher, die ein Nutzer auslöst.

Wie erkenne ich, ob ein Besuch wirklich von Googlebot stammt?

Mit einer Reverse-DNS-Abfrage der IP, deren Ergebnis auf googlebot.com, google.com oder googleusercontent.com enden muss, gefolgt von einer normalen DNS-Abfrage, die dieselbe IP liefert. Der andere Weg ist der Abgleich der IP mit der Liste common-crawlers.json, die Google veröffentlicht. Der User Agent genügt nicht, weil er häufig gefälscht wird.

Kann ich nur den Desktop-Googlebot sperren?

Nicht über die robots.txt. Googlebot Smartphone und Googlebot Desktop folgen demselben Token „Googlebot“, eine Regel gilt also immer für beide.

Nimmt eine Sperre in der robots.txt eine Seite aus Google heraus?

Nein. Die robots.txt verhindert das Crawlen, die URL kann aber weiter in den Ergebnissen erscheinen. Gegen die Indexierung nennt Google noindex, und damit die Seite nicht erreichbar ist, einen Schutz etwa per Passwort.

Was tun, wenn Googlebot meinen Server überlastet?

Google empfiehlt, für kurze Zeit, einige Stunden oder ein bis zwei Tage, einen Statuscode 500, 503 oder 429 auszuliefern. Das Crawling sinkt dann für den ganzen Hostnamen und steigt wieder, sobald die Fehler verschwinden. Geht das nicht, können Sie bei Google eine Sonderanfrage stellen und die passende Crawl-Rate nennen.

Quellen

  1. Google Search Central, „Googlebot“, zuletzt aktualisiert am 3. Februar 2026 (englisch). Quelle für die zwei Typen, das gemeinsame Token, das überwiegend mobile Crawling, die Zugriffsrate, die Grenzen von 2 MB und 64 MB und die Folgen einer Sperre.
  2. Google, „Overview of Google crawlers and fetchers (user agents)“, zuletzt aktualisiert am 12. Juni 2026 (englisch). Quelle für die drei Gruppen, die IPs in den USA, HTTP/1.1 und HTTP/2 und das Caching mit ETag.
  3. Google, „List of Google's common crawlers“, zuletzt aktualisiert am 15. Oktober 2026 (englisch). Quelle für die User Agents, die Tokens, Googlebot-News, Google-Extended und das Muster der DNS-Namen.
  4. Google, „List of Google's special-case crawlers“, zuletzt aktualisiert am 17. September 2026 (englisch). Quelle für AdsBot und dafür, dass diese Crawler sich nicht unbedingt an die robots.txt halten.
  5. Google, „Verify requests from Google crawlers and fetchers“, zuletzt aktualisiert am 20. März 2026 (englisch). Quelle für Reverse DNS, die gültigen Domains und den Abgleich mit den IP-Listen.
  6. Google, Liste der IP-Bereiche der allgemeinen Crawler, erstellt am 16. Oktober 2026 (englisch). Die alte Adresse developers.google.com/static/search/apis/ipranges/googlebot.json leitet mit 301 hierher weiter.
  7. Google, „Reduce the Google crawl rate“, zuletzt aktualisiert am 6. Oktober 2026 (englisch). Quelle für die Statuscodes 500, 503 und 429, die Drosselung je Hostname und das Risiko, dass URLs entfernt werden.