Der Ausgangspunkt: Seed-Keywords und Recherche-Tools
Der Ausgangspunkt bleibt derselbe wie seit Jahren: eine Liste mit Seed-Keywords, den naheliegendsten Begriffen für ein Produkt oder ein Geschäftsfeld. Wer Laufschuhe verkauft, startet mit „Laufschuhe" oder „Schuhe zum Joggen". Von dort aus erweitern Tools wie der Google Keyword Planner, Ahrefs, Semrush oder die Google-Autovervollständigung diese Liste um Varianten, verwandte Fragen und Suchanfragen, die Menschen tatsächlich eintippen. Aus wenigen Seed-Keywords entstehen so oft Hunderte Long-Tail-Varianten, also längere, spezifischere Formulierungen mit geringerem Einzelvolumen, die in Summe aber einen erheblichen Teil des erreichbaren Traffics ausmachen können.
Jedes gefundene Keyword wird an drei Grundwerten gemessen. Das Suchvolumen zeigt, wie oft ein Begriff monatlich gesucht wird, allerdings nur als Schätzung: Tools fassen Varianten zusammen und runden. Die Keyword-Difficulty (KD) misst, wie schwer es ist, gegen die aktuell rankenden Domains zu bestehen. Und der Cost-per-Click, ursprünglich eine Google-Ads-Kennzahl, dient als grober Hinweis darauf, wie viel kommerziellen Wert eine Suchanfrage für den Suchenden hat.
Mit diesen Werten lässt sich der Sweet Spot zwischen Volumen und Schwierigkeit finden: Begriffe mit genug Nachfrage, aber ohne aussichtslose Konkurrenz. Das ist ein notwendiger Schritt, reicht aber allein nicht. Zwei Keywords mit identischem Volumen können für ein Geschäft völlig unterschiedlich viel wert sein, je nachdem, was die suchende Person eigentlich will. Genau darum geht es im nächsten Abschnitt.
Die Liste der Seed-Keywords ist selten beim ersten Versuch vollständig. Der Abschnitt „Ähnliche Fragen" (People Also Ask), den Google direkt im Suchergebnis zeigt, die Analyse, welche Keywords direkten Wettbewerbern Traffic bringen, und vor allem der Suchanfragen-Bericht in der Search Console sind drei Quellen, die fast immer etwas liefern. Die Search Console hat dabei den Vorteil, genau zu zeigen, wonach Menschen suchen, die die eigene Domain bereits finden, einschließlich Suchanfragen, für die man unbewusst schon erscheint.