Was ist Lead Generation?
Lead Generation ist der Prozess, Fremde in identifizierbare Kontakte zu verwandeln: Menschen, die ihre Kontaktdaten hinterlassen, weil sie echtes Interesse an einem Produkt oder einer Dienstleistung gezeigt haben, bevor der Vertrieb überhaupt mit ihnen spricht.
Ein anonymer Website-Besucher ist noch kein Lead. Er wird erst zu einem, wenn er ein Formular ausfüllt, meist auf einer Landing Page und ausgelöst durch einen klaren Call-to-Action: "Guide herunterladen", "Demo anfordern", "Newsletter abonnieren". Genau an diesem Formular hört Traffic auf, eine abstrakte Zahl zu sein, und bekommt einen Namen, eine E-Mail-Adresse und im besten Fall ein konkretes Bedürfnis dahinter.
Woher der Lead kommt, ist dabei zweitrangig: organische Suche, bezahlte Kampagnen, ein herunterladbares Whitepaper, eine Messe oder eine Empfehlung. Entscheidend ist nicht der Kanal, sondern dass die Person einen aktiven Schritt gegangen ist. Sie hat ihre Daten hinterlassen, und genau das unterscheidet sie von jemandem, der die Seite einfach nur besucht und wieder verlassen hat.
Der häufigste Fehler ist, Lead Generation als eigenständiges Ziel zu behandeln. Tatsächlich ist es nur die erste Phase eines längeren Prozesses: Kontakt gewinnen, qualifizieren und, wenn er passt, an den Vertrieb übergeben. Wer Leads ohne diese anschließende Qualifizierung im Eiltempo sammelt, steigert damit keine Umsätze, sondern nur eine Tabelle in Excel.
Wie stark jede Phase zählt, hängt vom Geschäftsmodell ab. Bei einem Onlineshop mit niedrigem Warenkorbwert liegen Lead Generation und Kauf oft fast unmittelbar hintereinander, manchmal nur getrennt durch einen einzigen Rabattcode. Bei einem B2B-Verkauf mit mehrmonatigem Zyklus durchläuft der Lead dagegen Wochen oder Monate Nurturing, bevor überhaupt jemand aus dem Vertrieb zum Hörer greift, weshalb dort die Qualität der Qualifizierung deutlich schwerer wiegt als das Tempo der Erfassung.
