Was SaaS bedeutet
Das US-amerikanische National Institute of Standards and Technology (NIST) hat im September 2011 in der Special Publication 800-145 drei Dienstmodelle des Cloud Computing beschrieben. Sie unterscheiden sich darin, was der Kunde selbst steuert.
Bei Software as a Service nutzt der Kunde Anwendungen des Anbieters, die auf einer Cloud-Infrastruktur laufen, über einen Browser oder eine Programmschnittstelle. Er verwaltet weder Netzwerk, Server, Betriebssysteme noch Speicher und nicht einmal einzelne Funktionen der Anwendung, abgesehen von begrenzten nutzerspezifischen Einstellungen.
Bei Platform as a Service bringt der Kunde eigene oder erworbene Anwendungen auf die Cloud-Infrastruktur. Er steuert diese Anwendungen und eventuell Einstellungen der Umgebung, in der sie laufen, aber nicht die Infrastruktur darunter.
Bei Infrastructure as a Service bezieht der Kunde Rechenleistung, Speicher, Netzwerke und andere grundlegende Ressourcen und kann darauf beliebige Software betreiben, auch Betriebssysteme. Er steuert Betriebssysteme, Speicher und eingesetzte Anwendungen und eventuell in begrenztem Umfang einzelne Netzwerkkomponenten wie Host-Firewalls, nicht die Infrastruktur darunter. Mehr dazu im Eintrag Hosting.
Die Datenverordnung der EU, Verordnung (EU) 2023/2854 und oft Data Act genannt, nennt in Erwägungsgrund 81 dieselben drei Modelle als Formen von Datenverarbeitungsdiensten. Ihre Regeln zum Anbieterwechsel gelten damit grundsätzlich auch für SaaS.
Drei Dienstmodelle nach NIST SP 800-145. Sie unterscheiden sich darin, was der Kunde selbst steuert.