Was Freemium bedeutet
Das Wort verbindet „free“ (kostenlos) und „premium“. Bekannt gemacht hat es der Investor Fred Wilson in seinem Blog. Am 23. März 2006 beschrieb er das Modell als sein liebstes: den Dienst kostenlos anbieten, viele Kunden effizient über Empfehlungen, Empfehlungsnetzwerke oder organische Suche gewinnen und dieser Kundenbasis dann bezahlte Zusatzleistungen oder eine erweiterte Version anbieten. Er bat seine Leser um einen Namen und entschied sich noch am selben Tag für „Freemium“, den ihm Jarid Lukin von der Firma Alacra vorgeschlagen hatte.
Neu war das Modell auch für Wilson nicht. Er schrieb, es gebe es schon lange, etwa bei Shareware, und es funktioniere bei Webdiensten noch besser, weil der Kunde nur einen Klick entfernt ist.
Klarer wird der Begriff, wenn du ihn von zwei verwandten Begriffen trennst: - Eine Testphase (free trial) gibt für begrenzte Zeit Zugang zum vollständigen oder fast vollständigen Produkt. Danach zahlt der Nutzer oder verliert den Zugang. Bei Freemium läuft der Gratisplan nicht ab. Begrenzt ist der Umfang. - SaaS ist ein Bereitstellungsmodell: Der Anbieter betreibt die Anwendung in seiner Cloud, und der Kunde nutzt sie im Browser. Freemium ist ein Preismodell. Es gibt SaaS, das nur gegen Bezahlung verkauft wird, und es gibt Freemium außerhalb von SaaS, etwa bei mobilen Apps oder bei der Shareware, die Wilson nannte.
Beides lässt sich kombinieren: Ein Produkt kann einen dauerhaften Gratisplan und zusätzlich eine befristete Testphase für einen bezahlten Plan haben.