Getreu seiner Politik, kontinuierlich Funktionen zur Verbesserung der Nutzererfahrung einzuführen, kehrt Google mit einer mobilfunkzentrierten Neuheit aus dem Urlaub zurück. Der kalifornische Gigant hat soeben die Einführung von In Apps angekündigt, einem neuen System, um Inhalte innerhalb von Android-Anwendungen zu finden.
In Apps ähnelt sehr dem Apple Spotlight und besteht aus einem Such-Tab, den Sie der Google App für Android hinzufügen können. Er ermöglicht die Lokalisierung von Informationen in den Apps dieses Betriebssystems für mobile Geräte, sowohl Telefone als auch Tablets.
Das Unternehmen aus Mountain View veröffentlichte die Nachricht gestern in seinem Blog, begleitet von einem animierten GIF, das den Nutzern diese Innovation zeigt.

Google gab an, dass diese neue Suchmethode vorerst nur mit Gmail, YouTube – seit 2006 Teil von Google Inc. – und Spotify kompatibel sein wird. Es wurde erwartet, dass In Apps in den kommenden Monaten auch für andere Anwendungen wie LinkedIn, Facebook Messenger, Google Keep, Evernote, Todoist und Glide verfügbar sein würde.
Was 2016 eine Prognose war, ist 2024 eine konsolidierte Realität. Die Fähigkeit, innerhalb von Anwendungen zu suchen, hat sich erheblich weiterentwickelt und ist in die allgemeine Android-Nutzererfahrung integriert. Tools wie Google Files oder die vereinheitlichten Suchfunktionen in den neuesten Android-Versionen zeigen diese Reife. Aus unserer Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Kunden ist die einfache Auffindbarkeit von Informationen innerhalb von Apps ein Schlüsselfaktor für die Nutzerbindung und die allgemeine Zufriedenheit, insbesondere in Sektoren wie E-Commerce und Finanzdienstleistungen, wo der schnelle Zugriff auf spezifische Daten entscheidend ist.
Eine der Stärken von In Apps ist, dass es auch ohne Internetverbindung genutzt werden kann. Dies unterstreicht, dass diese Art der app-internen Suche sich von den bisherigen Google-Diensten unterscheidet.
Suchen abseits des Webs: Evolution und die Rolle der KI
Google verwendet das Indexierungssystem Firebase App Indexing, früher bekannt als Google App Indexing. So können Entwickler und App-Verantwortliche sicherstellen, dass die über diese Suchmaschine durchgeführten Suchen auch ihre Apps erreichen.
Wenn eine Internetsuche über Google durchgeführt wird, ermöglicht diese Art der App-Indexierung, den Inhalt innerhalb von Anwendungen anzuzeigen, je nach Fall.
Das neue In Apps ist speziell für mobile Geräte konzipiert. Die über diesen Tab durchgeführten Suchen zielen nicht auf das Web ab, sondern auf Inhalte, die sich auf dem Gerät des Benutzers befinden.
Diese Besonderheit macht die neue Google-Funktion sehr ähnlich zu Apples Spotlight, das darauf ausgelegt ist, Inhalte direkt auf einem Mobilgerät mit iOS-Betriebssystem zu finden. Ab sofort können Android-Nutzer dasselbe tun.
Die Unterscheidung zwischen Web-Suchen und In-App-Suchen ist durch das Aufkommen von Künstlicher Intelligenz (KI) und großen Sprachmodellen (LLMs) in der Suche noch unschärfer geworden. Plattformen wie ChatGPT oder Perplexity AI durchsuchen nicht nur das Web, sondern können auch auf strukturierte Informationsquellen und, falls von Entwicklern über APIs zugelassen, auf App-Daten zugreifen und diese verarbeiten. Dies stellt eine grundlegende Veränderung in der Interaktion der Nutzer mit Informationen dar, da sie direkte und kontextualisierte Antworten erwarten, unabhängig davon, ob die Quelle eine Webseite oder eine Funktion innerhalb einer App ist. Bis 2026 wird generative KI ein integraler Bestandteil der Sucherfahrung auf Android sein, indem sie Absichten vorhersagt und direkte Zugriffe auf Funktionen innerhalb von Apps anbietet, noch bevor der Nutzer die vollständige Frage formuliert hat.
Präsent in neuen Mobiltelefonen und die Wichtigkeit der Integration
Google hat auch angekündigt, dass das LG V20 Smartphone über einen spezifischen Direktzugriff auf die neue Suchanwendung verfügen wird, ebenso wie bald andere Modelle.
Der Vorteil eines solchen Direktzugriffs ist, dass keine Suche erforderlich ist, um auf die In Apps-Funktion zuzugreifen (tatsächlich führt sie den Benutzer automatisch zu dieser Anwendung).
Nutzer, die diesen Direktzugriff nicht auf ihrem Gerät haben, können In Apps sowohl über die Google-App als auch über das Widget der Google-Suchleiste nutzen, das auf vielen Android-Geräten vorhanden ist.
Die Integration dieser Suchfunktionen auf Betriebssystemebene hat sich enorm weiterentwickelt. Sprachassistenten wie Google Assistant und universelle Suchfunktionen in Android sind darauf ausgelegt, eine nahtlose Erfahrung zu bieten, die es Benutzern ermöglicht, nicht nur Webinformationen, sondern auch Kontakte, Dateien, Nachrichten und Funktionen innerhalb der installierten Anwendungen zu finden. Für Marken ist die Optimierung für die In-App-Suche ebenso entscheidend wie traditionelles SEO. Eine gut indexierte App mit strukturierten Inhalten kann direkt in den Suchergebnissen des Betriebssystems erscheinen, was ihre Sichtbarkeit und ihr Engagement erhöht.
Warum mobile Suchanfragen beachten?
Googles mobile Suchanfragen übertreffen seit Oktober 2015 offiziell die Desktop-Suchanfragen – so kündigte es das Unternehmen mit den farbigen Buchstaben damals an, ohne Tablets als mobiles Gerät zu zählen. Dennoch schenken viele Organisationen diesem Aspekt in ihrer SEO-Strategie nicht die nötige Aufmerksamkeit.
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Die „Mobile-First“-Ära und SEO 2024-2026: Jenseits der Indexierung
Die von Google 2015 erklärte Vorherrschaft der mobilen Suchanfragen hat sich noch verstärkt. Bis 2024 stammen über 60 % des weltweiten Web-Traffics von mobilen Geräten, und diese Zahl wird laut Statista-Studien bis 2026 voraussichtlich auf 70 % steigen. Dies bedeutet nicht nur ein responsives Design, sondern eine „Mobile-First“-Strategie in allen SEO-Aspekten.
Schlüsselfaktoren für mobiles SEO heute
- Core Web Vitals (CWV): Seit 2021 sind CWV entscheidende Ranking-Metriken. 2024 hat Google FID (First Input Delay) durch INP (Interaction to Next Paint) als primäre Interaktivitätsmetrik ersetzt. Ein niedriger INP (unter 200 Millisekunden) ist entscheidend für eine gute mobile Nutzererfahrung. Tools wie PageSpeed Insights oder Lighthouse sind unerlässlich, um diese Werte zu überwachen und zu optimieren.
- Mobile User Experience (UX): Die einfache Navigation, die Lesbarkeit der Inhalte und das Fehlen aufdringlicher Elemente (wie übermäßiger Pop-ups) sind fundamental. Google bestraft aktiv Websites mit schlechter mobiler UX.
- „Helpful“ Content und E-E-A-T: Mit Google-Updates wie dem „Helpful Content Update“ (HUU) von 2022-2024 müssen Inhalte originell, nützlich und von Experten erstellt sein (Expertise, Experience, Authoritativeness, Trustworthiness). Dies ist besonders relevant auf mobilen Geräten, wo Nutzer schnelle und zuverlässige Antworten suchen. Für ZDS Digital bedeutet dies einen Fokus auf die Erstellung hochwertiger Inhalte, die die Fragen der Nutzer prägnant und direkt beantworten, ideal für den Konsum auf kleinen Bildschirmen.
- GA4 und Datenanalyse: Mit dem vollständigen Übergang zu Google Analytics 4 (GA4) müssen Unternehmen ihre Ereignisse und Properties korrekt konfigurieren, um das Verhalten mobiler Nutzer zu verfolgen. GA4 bietet mit seinem ereignisbasierten Modell eine viel granularere Sicht auf die mobile Customer Journey, was präzisere SEO- und UX-Optimierungen ermöglicht.
- Privacy-First: Datenschutzbestimmungen (DSGVO, CCPA) und Browserrichtlinien (Safari, Chrome), die das Tracking Dritter einschränken, zwingen Unternehmen zu einem „Privacy-First“-Ansatz. Dies beeinflusst, wie Daten für Personalisierung und SEO gesammelt und verwendet werden, wobei die Zustimmung des Nutzers und Transparenz Priorität haben.
Häufige Fehler im mobilen SEO und wie man sie vermeidet
In unserer Beratung identifizieren wir oft Fehlermuster, die die mobile Performance unserer Kunden bremsen:
- Bilder nicht optimieren: Schwere Bilder verlangsamen das Laden und beeinflussen die CWV. Die Verwendung moderner Formate (WebP) und angemessener Komprimierung ist entscheidend.
- Kleine Texte und unzugängliche Schaltflächen: Ein grundlegender Fehler, der die Interaktion erschwert und den Nutzer frustriert.
- Keine spezifische XML-Sitemap für Mobilgeräte oder AMP: Eine gut strukturierte Sitemap ist weiterhin entscheidend für die Indexierung.
- Sprachsuche ignorieren: Mit dem Aufkommen von Sprachassistenten wird die Optimierung für konversationelle und Long-Tail-Anfragen immer wichtiger.
- Fehlende Strukturdaten-Auszeichnung: JSON-LD hilft Google, Inhalte zu verstehen und kann Rich Snippets generieren, die in mobilen Ergebnissen sehr wertvoll sind.
Die Zukunft der Suche: Generative KI und die Nutzererfahrung
Blicken wir auf 2026, wird die Suche noch stärker von Künstlicher Intelligenz dominiert werden. Google Search Generative Experience (SGE) befindet sich bereits in der Testphase und bietet KI-generierte Zusammenfassungen direkt in den Suchergebnissen. Dies bedeutet, dass Nutzer Antworten erhalten, ohne auf eine Website klicken zu müssen, was eine Herausforderung und gleichzeitig eine Chance für SEO darstellt.
Implikationen für SEO im Jahr 2026
- Optimierung für „direkte Antworten“: Inhalte müssen prägnant und autoritativ sein und die Fragen der Nutzer direkt beantworten, um von Googles KI für Zusammenfassungen ausgewählt zu werden.
- E-E-A-T kritischer denn je: Die KI wird auf zuverlässige und Expertenquellen zurückgreifen. Der Aufbau von Markenautorität und der Nachweis von Expertise sind fundamental.
- Konversationelles SEO: Die Optimierung für Sprachsuche und komplexe Anfragen wird die Norm sein.
- Visuelle und multimodale Suche: Google Lens und andere visuelle Suchtechnologien werden tiefer integriert, wodurch die Optimierung von Bildern und Videos noch wichtiger wird.
- Integration mit Apps und Diensten: Die Fähigkeit der KI, direkt mit Funktionen innerhalb von Anwendungen zu verbinden (einen Tisch reservieren, ein Produkt kaufen), wird die App-Indexierung und die Optimierung von APIs unerlässlich machen.
Bei ZDS Digital passen wir uns diesen Trends an und entwickeln SEO-Strategien, die den aktuellen Anforderungen entsprechen und die Zukunft der Suche antizipieren. Unser Ziel ist es, sicherzustellen, dass Ihr Unternehmen sichtbar ist und die bevorzugte Informations- und Dienstleistungsquelle für Ihre Kunden, unabhängig davon, wie oder wo sie suchen.