Was Multichannel-Marketing bedeutet
Scott Neslin und seine Mitautoren haben 2006 Multichannel-Kundenmanagement definiert als Gestaltung, Einführung, Koordination und Bewertung der Kanäle, über die Unternehmen und Kunden miteinander in Kontakt treten. Ziel ist, den Kundenwert zu steigern, indem man Kunden gewinnt, hält und die Beziehung ausbaut.
2015 haben Peter Verhoef, P. K. Kannan und J. Jeffrey Inman den Übergang vom Multichannel- zum Omnichannel-Handel beschrieben und den Unterschied in einer Tabelle zusammengefasst: - Kanäle: Multichannel-Management befasst sich nur mit interaktiven Kanälen wie Geschäft, Website und Direktmarketing. Omnichannel nimmt Mobilgeräte, soziale Medien und Massenmedien wie Fernsehen, Radio oder Print hinzu. - Trennung: Im Multichannel-Management sind die Kanäle getrennt und überschneiden sich nicht. Im Omnichannel-Management sind sie verbunden. - Ziele: Multichannel setzt Ziele je Kanal, etwa den Umsatz jedes einzelnen. Omnichannel setzt kanalübergreifende Ziele, etwa das gesamte Kundenerlebnis und den Gesamtumsatz.
Dieselben Autoren definieren Omnichannel-Management als das abgestimmte Management der verfügbaren Kanäle und Kontaktpunkte, sodass Kundenerlebnis und Leistung über alle Kanäle hinweg optimiert werden. Sie gehen davon aus, dass sich die Kanäle gegenseitig beeinflussen und gleichzeitig genutzt werden. Außerdem merken sie an, dass Omnichannel-Management manchmal auch Cross-Channel-Management heißt.
Der Unterschied nach Verhoef, Kannan und Inman (2015).