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Glossar Nofollow

Was ist Nofollow?

  • SEO Off-Page
Definition

Das Attribut rel="nofollow" ist ein Wert, der einem <a>-Tag in HTML hinzugefügt wird, um Google mitzuteilen, dass ein Link nicht als redaktionelle Empfehlung gilt und keinen Rankingwert automatisch weitergibt.

Ein eiserner Wegweiser mit leerem Arm, daran eine lose herabhängende Kette — daneben der Titel Nofollow
Das Schild weist noch den Weg, die Kette hängt lose herab
Auf dieser Seite 6
  1. Was ist das Attribut rel="nofollow"?
  2. Nofollow im Vergleich zu sponsored und ugc
  3. Wie es funktioniert
  4. Warum es wichtig ist
  5. Best Practices
  6. Häufige Fehler
Kurz gefasst

Was sich 2019 daran geändert hat, wie Google das nofollow-Attribut interpretiert, wann sponsored und ugc die bessere Wahl sind, und warum es seit 2020 keine strikte Anweisung mehr ist, sondern nur noch ein Hinweis unter mehreren.

Ein eiserner Wegweiser mit leerem Arm, daran eine lose herabhängende Kette — daneben der Titel Nofollow
Das Schild weist noch den Weg, die Kette hängt lose herab

Was ist das Attribut rel="nofollow"?

Das Attribut rel="nofollow" steht innerhalb des <a>-Tags, direkt bei der Ziel-URL, und sagt Google, dass dieser Link nicht als redaktionelle Empfehlung gemeint ist. Für Besucherinnen und Besucher ändert sich nichts: Ein nofollow-Link bleibt sichtbar und anklickbar, nur wie die Crawler von Google damit umgehen, ist anders. Technisch handelt es sich um einen einfachen Textwert im rel-Attribut, keine separate Codezeile und kein eigenes HTML-Element.

Der Wert wurde im Januar 2005 vorgeschlagen. Google, Yahoo und MSN Search führten ihn gemeinsam ein, als Maßnahme gegen Kommentarspam, der damals jede offene Kommentarbox mit themenfremden Werbelinks überflutete.

Über mehr als ein Jahrzehnt war nofollow die einzige Möglichkeit, einen Link als „diesem Ziel vertraue ich nicht" zu markieren. Es gab keine Abstufung zwischen einem bezahlten Link, einem anonymen Forenbeitrag oder einem Link zu einer fragwürdigen Seite, gegenüber dem heutigen Standardverhalten, das als Dofollow-Link bezeichnet wird. Diese fehlende Differenzierung wurde mit wachsendem Umfang von bezahlten Kooperationen und nutzergenerierten Inhalten zunehmend zum Problem, und genau daran setzte die Reform von 2019 an.

Nofollow im Vergleich zu sponsored und ugc

AttributWofür es genutzt wirdSeit wann
rel="nofollow"Link ohne redaktionelle Empfehlung: unbekanntes Ziel, Inhalt mit dem sich die Seite nicht verbinden will2005
rel="sponsored"Bezahlte Links: Werbung, Sponsoring, Affiliate-Marketing2019
rel="ugc"Nutzergenerierte Inhalte: Kommentare, Forenbeiträge, Rezensionen2019

Die drei Werte lassen sich kombinieren, etwa rel="nofollow sponsored" bei einem Werbebanner, der zusätzlich zu einer nicht geprüften externen Domain führt. Google empfiehlt, das jeweils spezifischste Attribut zu nutzen: sponsored und ugc liefern mehr Kontext als ein generisches nofollow, auch wenn alle drei seit 2019 im Kern gleich behandelt werden.

<!-- Ohne rel: Dofollow, das Standardverhalten -->
<a href="https://zds.es/de/was-ist-dofollow/">normaler interner Link</a>

<!-- rel="nofollow": keine redaktionelle Empfehlung, ungeprüftes Ziel -->
<a href="https://example.com" rel="nofollow">ungeprüfter externer Link</a>

<!-- rel="sponsored": bezahlter Link oder Affiliate-Link -->
<a href="https://example.com" rel="sponsored">gesponserter Link</a>

<!-- rel="ugc": nutzergenerierter Inhalt -->
<a href="https://example.com" rel="ugc">Kommentar eines Nutzers</a>

Wie es funktioniert

Vor 2019 war rel="nofollow" eine strikte Anweisung: Google zählte den Link nicht für die Berechnung des PageRank und gab keinerlei Rankingwert weiter, ohne Ausnahme. Es war praktisch eine binäre Vorgabe, die keinen Raum für Abstufungen ließ, egal wie vertrauenswürdig die verlinkte Seite tatsächlich war.

Am 10. September 2019 kündigte Google an, dieses Verhalten grundlegend zu ändern. Seit dem 1. März 2020 behandelt Google nofollow, sponsored und ugc als Hinweis, nicht mehr als bindende Vorgabe. Google kann weiterhin entscheiden, über solche Links keinen Rankingwert weiterzugeben, ist dazu aber nicht mehr verpflichtet: Der Hinweis fließt zusammen mit anderen Signalen in die Entscheidung ein, ob eine Seite gecrawlt, indexiert oder gewichtet wird.

Der praktische Unterschied ist entscheidend: Nach der alten Regel war garantiert, dass ein nofollow-Link keinen Wert weitergibt. Diese Garantie gibt es seit 2020 nicht mehr. Deuten andere Signale darauf hin, dass der Link relevant ist, kann Google die Zielseite trotzdem crawlen, was unter der alten Regel nie vorkam. Genau das wird am häufigsten missverstanden: Nofollow ist kein Schloss mehr, sondern eine Empfehlung, der Google folgen kann, aber nicht muss. In der Praxis kann niemand mehr mit letzter Sicherheit versprechen, dass ein mit nofollow markierter Link keinerlei Einfluss auf das Ranking der verlinkten Seite hat.

Warum es wichtig ist

Nofollow ist in drei konkreten Fällen sinnvoll. Bei bezahlten Links oder Affiliate-Links, wo statt eines generischen nofollow eigentlich rel="sponsored" gehört, besonders relevant bei Cross-Selling-Kampagnen mit Links aus dem Affiliate-Marketing. Bei nutzergenerierten Inhalten, wo ugc greift. Und bei Links zu Zielen, die die eigene Seite weder kontrolliert noch inhaltlich vertreten will.

Es gibt auch einen Compliance-Grund: Bezahlte Links ohne entsprechende Kennzeichnung zu bewerben, verstößt gegen Googles Richtlinien zum technischen SEO und kann als manipulatives Linkschema eingestuft werden, mit dem Risiko einer manuellen Abstrafung. Im Extremfall verliert dabei die gesamte Domain das Vertrauen von Google, weit über den einzelnen betroffenen Link hinaus.

Ein Link ohne einen dieser drei Werte ist im SEO-Jargon ein Dofollow-Link, der Standardzustand jedes Links in HTML. Ob man einen Link mit nofollow markiert oder nicht, ist im Kern eine Entscheidung darüber, welche Ziele die eigene Seite mittragen will, und diese Entscheidung fällt am besten schon beim Schreiben des Inhalts, nicht erst nachträglich beim technischen Review.

Best Practices

  • Nutze rel="sponsored" für bezahlte Links oder Affiliate-Links, und reserviere generisches nofollow für die übrigen Fälle.
  • Nutze rel="ugc" bei Kommentaren, Foren und jedem Link, den Nutzer ohne redaktionelle Prüfung selbst hinzufügen.
  • Kombiniere Werte, wo es passt, etwa rel="nofollow sponsored" bei einem externen, nicht geprüften Werbebanner.
  • Nutze nofollow nicht als Ersatz für noindex oder eine robots.txt-Regel, um eigene Inhalte zu verstecken: Das sind unterschiedliche Mechanismen mit unterschiedlicher Wirkung.
  • Prüfe die Standardeinstellung deines Kommentar-Plugins: Manche setzen nofollow pauschal auf alle ausgehenden Links, ohne nach Inhaltstyp zu unterscheiden.
  • Denk daran, dass nofollow seit 2020 nur ein Hinweis ist, keine Garantie: Verlass dich nicht darauf, dass ein nofollow-Link niemals gecrawlt wird.

Häufige Fehler

  • Glauben, dass nofollow den Link vor Besucherinnen und Besuchern versteckt: Es ändert nur, wie Google ihn behandelt, sichtbar und anklickbar bleibt er trotzdem.
  • Bezahlte Links mit generischem nofollow statt mit sponsored kennzeichnen, was Googles Richtlinien zu bezahlten Links nicht vollständig erfüllt.
  • Davon ausgehen, dass nofollow zu hundert Prozent garantiert, dass Google die URL niemals crawlt oder indexiert, was seit 2020 nicht mehr stimmt.
  • Nofollow mit robots.txt oder dem noindex-Meta-Tag verwechseln, obwohl es sich um unabhängige Mechanismen mit unterschiedlichen Funktionen handelt.
  • Nicht prüfen, was das Kommentar-Plugin standardmäßig setzt, und Monate später feststellen, dass sämtliche ausgehenden Links im Blog unnötig mit nofollow versehen sind.
Manuel Riveiro Rodriguez CEO & Digital Strategist

Eine technische Prüfung sieht sich das und alles Weitere in einem Durchgang an.

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Häufige Fragen

Ist ein nofollow-Link für Besucher sichtbar?

Ja, er wird genauso angezeigt und ist genauso anklickbar wie jeder andere Link. Das nofollow-Attribut versteckt nichts auf der Seite: Es sagt nur Google, wie es den Link intern behandeln soll, an der Erfahrung der Besucherinnen und Besucher ändert sich nichts.

Sind nofollow und dofollow Gegensätze?

Im alltäglichen Gebrauch schon, aber nur einer der beiden Begriffe existiert wirklich im Code. Nofollow ist ein echtes HTML-Attribut. Dofollow ist der Name, den die SEO-Branche dem Standardzustand gegeben hat, also einem Link ohne dieses Attribut, und der in keiner offiziellen Google-Dokumentation auftaucht.

Wann sollte ich sponsored statt nofollow nutzen?

Immer, wenn der Link Teil einer bezahlten Vereinbarung ist: Werbung, Sponsoring oder Affiliate-Marketing. Google verlangt das seit 2019 ausdrücklich, und ein generisches nofollow liefert in diesen Fällen weniger Kontext als das spezifische Attribut, was die Auswertung durch Google ungenauer macht.

Schadet nofollow dem Ranking der eigenen Seite?

Nicht direkt. Das Attribut wirkt sich auf die verlinkte Zielseite aus, nicht auf die Seite, die den Link setzt. Ausgehende Links mit nofollow zu versehen, ist eine übliche und akzeptierte Art, Quellen zu zitieren, ohne ihnen Rankingwert weiterzugeben, und Google bewertet das nicht negativ.

Kann ich mehrere rel-Werte in einem Link kombinieren?

Ja. Ein Link kann zum Beispiel gleichzeitig rel="nofollow sponsored" tragen, die Werte werden durch ein Leerzeichen getrennt. Google empfiehlt, das jeweils spezifischste Attribut zu nutzen, statt sich allein auf generisches nofollow zu verlassen, besonders bei Links, auf die mehrere Kriterien gleichzeitig zutreffen.

Quellen

  1. Google Search Central, „Qualify your outbound links to Google": aktuelle Dokumentation zu den drei rel-Attributen (nofollow, sponsored, ugc) und wie Google sie beim Crawling und der Indexierung behandelt. Aktualisiert am 10.12.2025.
  2. Google Search Central Blog, „Evolving 'nofollow' – new ways to identify the nature of links": die Original-Ankündigung von 2019, die sponsored und ugc einführt und den Wechsel von nofollow als strikter Vorgabe zu einem Hinweis ab dem 1. März 2020 erklärt. Veröffentlicht am 10.09.2019.
  3. Google Blog, „Preventing comment spam": die gemeinsame Ankündigung von Google, Yahoo und MSN Search vom Januar 2005, die das nofollow-Attribut gegen Kommentarspam einführte. Veröffentlicht am 18.01.2005.