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Glossar Dofollow

Was ist Dofollow?

  • SEO Off-Page
Definition

Dofollow ist der Begriff, den die SEO-Branche für einen Link ohne rel="nofollow" verwendet, also für den Standardzustand jedes Links; ein echtes HTML-Attribut mit diesem Namen gibt es nicht.

Ein geschlossener Stahlkarabiner durch eine Seilschlaufe — daneben der Titel Dofollow
Der geschlossene Karabiner trägt kein Zeichen — er ist der Normalfall
Auf dieser Seite 5
  1. Was bedeutet „dofollow"?
  2. Wie ein Dofollow-Link funktioniert
  3. Warum es beim Linkaufbau wichtig ist
  4. Best Practices
  5. Häufige Fehler
Kurz gefasst

Woher der Begriff dofollow stammt, warum rel="dofollow" im Code keinerlei Wirkung hat, und welche Rolle dieser Linktyp beim Linkaufbau wirklich spielt.

Ein geschlossener Stahlkarabiner durch eine Seilschlaufe — daneben der Titel Dofollow
Der geschlossene Karabiner trägt kein Zeichen — er ist der Normalfall

Was bedeutet „dofollow"?

Dofollow taucht in keiner HTML-Spezifikation und in keiner offiziellen Google-Dokumentation als Attribut auf. Es gibt keinen rel-Wert namens „dofollow": Schreibt man ihn trotzdem in den Code eines Links, ignorieren Browser und Google ihn einfach, weil es kein anerkannter Wert ist. Die Datenbank offiziell anerkannter rel-Werte, die Browser und Suchmaschinen tatsächlich auswerten, enthält nofollow, sponsored und ugc, aber kein einziges Mal das Wort dofollow.

Der Begriff entstand als Gegenstück. Als sich Nofollow ab 2005 als gängiges Attribut etablierte, brauchte die SEO-Branche ein schnelles Wort für den umgekehrten Fall, also einen Link ohne diese Markierung. „Dofollow" entstand durch Analogiebildung, nicht durch die Entscheidung eines technischen Gremiums, und setzte sich so im Alltagsvokabular der Branche fest. Dass Google diesen Begriff nie offiziell übernommen hat, ist selbst ein Hinweis darauf, dass er nie Teil der eigentlichen Spezifikation war.

In der Praxis beschreibt „dofollow" das Standardverhalten, das ein Crawler zeigt, wenn er keine gegenteilige Anweisung findet: dem Link ganz normal zu folgen. Genau das erklärt, warum der Ausdruck bis heute vor allem im Vokabular derer lebt, die Links kaufen und verkaufen, statt im technischen Wortschatz von Google.

Warum es beim Linkaufbau wichtig ist

In einer Linkaufbau-Strategie im Rahmen von technischem SEO sind Dofollow-Links diejenigen, auf die es wirklich ankommt: Nur sie können unter normalen Umständen Rankingwert an die verlinkte Seite weitergeben. Ein Nofollow-Link kann weiterhin Referral-Traffic und Markenbekanntheit bringen, erfüllt diese konkrete Rolle aber nicht, und genau diesen Unterschied müssen Teams beim Reporting einer Linkaufbau-Kampagne sauber trennen.

Deshalb wird bei einer erfolgreichen PR- oder Kooperationskampagne als Erstes geprüft, ob der gewonnene Link auf einem externen Medium tatsächlich dofollow ist oder eines der anderen Attribute trägt, bevor man den Erfolg intern meldet. Links aus dem Affiliate-Marketing tragen zum Beispiel fast immer sponsored statt einfach dofollow zu sein, gerade weil sie Teil einer kommerziellen Vereinbarung sind.

Genau diese Unterscheidung trennt eine gut geplante Linkaufbau-Kampagne von einer, die Linkanzahl mit Links verwechselt, die tatsächlich fürs Ranking zählen. Wer diesen Code-Check überspringt, riskiert, einen ganzen Report auf Links aufzubauen, die für das eigentliche Ziel gar nicht zählen.

Best Practices

  • Prüfe im HTML-Code, ob ein Link dofollow ist: Es gibt kein sichtbares Merkmal auf der Seite, das ihn von einem nofollow-Link unterscheidet.
  • Zahl nicht mehr für „garantiert dofollow"-Links: Das ist das Standardverhalten jedes Links, kein besonderes Extra, das dir jemand schenkt.
  • Priorisiere Dofollow-Links von Domains mit echter Autorität und Relevanz, nicht allein deshalb, weil sie technisch dofollow sind.
  • Halte ein gemischtes Linkprofil: Ein hundertprozentig dofollow-lastiges Profil wirkt auf Google eher unnatürlich als eine vernünftige Mischung aus nofollow, ugc und sponsored.
  • Prüfe die eigenen ausgehenden Links: Sind standardmäßig alle dofollow, gibst du möglicherweise Rankingwert an Seiten weiter, die das nicht verdienen.
  • Verwechsle einen Dofollow-Link nicht mit einem guten Link: Die Abwesenheit von nofollow sagt nichts über die Vertrauenswürdigkeit oder Relevanz der Zielseite aus.

Häufige Fehler

  • Glauben, es gebe ein Attribut rel="dofollow", das man in den Code schreiben müsse: Es existiert nicht, und es hat weder bei Google noch bei Browsern eine anerkannte Wirkung.
  • „100 % Dofollow-Links" bewerben oder kaufen, als wäre das ein Premium-Feature, obwohl es sich um das Standardverhalten jedes unmarkierten Links handelt.
  • Annehmen, jeder Dofollow-Link trage denselben Wert, ohne die tatsächliche Autorität der verlinkenden Domain zu berücksichtigen.
  • Übersehen, dass viele Plattformen wie Foren oder soziale Netzwerke automatisch nofollow oder ugc setzen, auch wenn der Link äußerlich wie ein normaler Dofollow-Link aussieht.
Manuel Riveiro Rodriguez CEO & Digital Strategist

Eine technische Prüfung sieht sich das und alles Weitere in einem Durchgang an.

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Häufige Fragen

Muss ich dofollow als Attribut in den Code schreiben?

Nein. Es gibt kein echtes Attribut namens dofollow. Ein Link ist dofollow, wenn er weder rel="nofollow" noch rel="sponsored" noch rel="ugc" trägt. Das ist der Standardzustand, nichts, was man aktivieren oder irgendwo deklarieren muss, weder im Code noch in einem Plugin.

Wie erkenne ich, ob ein Link dofollow ist?

Indem du den HTML-Code des Links prüfst. Enthält das <a>-Tag keines der drei tatsächlich existierenden rel-Attribute (nofollow, sponsored, ugc), ist der Link dofollow. Auf der Seite selbst gibt es kein sichtbares Zeichen, das ihn erkennbar macht, weder für Besucher noch beim flüchtigen Blick ins Layout.

Sind alle Links dofollow, sofern nichts anderes angegeben ist?

Ja, genau das ist der Kern. HTML verlangt keine Markierung, damit ein Link normal funktioniert; ein rel-Attribut braucht es nur, wenn man einschränken will, wie Google den Link behandelt. Dofollow ist einfach die Abwesenheit dieser Einschränkung, keine zusätzliche Eigenschaft, die aktiv hinzukommt.

Garantiert ein Dofollow-Link, dass mein Ranking steigt?

Nein. Ein Dofollow-Link kann Rankingwert weitergeben, wie viel hängt aber von der tatsächlichen Autorität und Relevanz der verlinkenden Seite ab. Ein Dofollow-Link von einer minderwertigen Seite bringt wenig, auch wenn die technische Bedingung erfüllt ist und der Link formal alle Kriterien trifft.

Warum werben manche Seiten mit „Dofollow-Links"?

Weil sie es als besonderen Vorteil verkaufen, obwohl es sich um das Standardverhalten jedes unmarkierten Links handelt. Es ist eine übliche Methode, etwas als Extra zu vermarkten, das nichts kostet, weil es nichts zu aktivieren gibt, außer dem einfachen Weglassen eines Attributs.

Quellen

  1. Google Search Central, „Qualify your outbound links to Google": aktuelle Dokumentation, die bestätigt, dass nur nofollow, sponsored und ugc die Behandlung eines Links ändern, jeder andere Link wird normal weiterverfolgt. Aktualisiert am 10.12.2025.
  2. Google Search Central Blog, „Evolving 'nofollow' – new ways to identify the nature of links": die Ankündigung von 2019, die bestätigt, dass es außer diesen drei Attributen keine weitere spezielle Markierung für Links gibt. Veröffentlicht am 10.09.2019.