Was zu On-Page-SEO gehört: eine Landkarte der Elemente
Der Name On-Page-SEO kommt von „on the page", also auf der Seite selbst, zur Abgrenzung von allem, was außerhalb der Seite oder unterhalb ihres sichtbaren Codes passiert. On-Page-SEO fasst zwei Arten von Entscheidungen zusammen. Die erste betrifft, wie die Seite Suchmaschinen über HTML-Tags beschrieben wird: der Title Tag, der als klickbarer Link im Suchergebnis erscheint; die Meta Description, die die Seite unter diesem Titel zusammenfasst; und der Alt-Text, der jedes Bild für Menschen beschreibt, die es nicht sehen können, und für Crawler, die es nicht visuell interpretieren. Alle drei lassen sich in wenigen Minuten bearbeiten, ihre Wirkung zeigt sich vor allem darin, wie das Ergebnis in der Suchmaschine aussieht, nicht direkt im Ranking.
Die zweite Entscheidung betrifft den Inhalt selbst: was die Seite sagt, wie tief sie das Thema behandelt, und ob diese Information bereits unter einer anderen URL der eigenen Website existiert. Dieselbe Idee unter zwei verschiedenen Adressen zu veröffentlichen erzeugt doppelten Content, eines der häufigsten On-Page-Probleme, weil dadurch unklar wird, welche Version eigentlich ranken soll. Am anderen Ende steht die Optimierung einer konkreten Antwort dafür, dass Google sie direkt als Featured Snippet anzeigt, jene hervorgehobene Position, die vor dem ersten organischen Ergebnis erscheint.
Die interne Struktur schließt die Landkarte ab: wie Überschriften innerhalb einer Seite aufgebaut sind und welche Links Seiten innerhalb derselben Domain miteinander verbinden. Dazu gibt es in diesem Glossar noch keinen eigenen Artikel, sie gehört aber zur selben Kategorie wie die übrigen Elemente: etwas, das sich ändern lässt, ohne den Server anzufassen oder von einer anderen Website abzuhängen.
Diese drei Gruppen, HTML-Tags, Inhalt und interne Struktur, wiegen nicht gleich schwer. Die Tags sind schnelle Anpassungen, die sich an einem Nachmittag korrigieren lassen und sich sofort darin zeigen, wie das Suchergebnis aussieht. Die interne Struktur verteilt die Autorität, die eine Domain bereits hat, zwischen ihren eigenen Seiten. Der Inhalt entscheidet im Kern, ob eine Seite für eine bestimmte Suche überhaupt erscheinen sollte. Deshalb lohnt es sich, diese drei Ebenen bei einer Überprüfung getrennt zu behandeln, statt sie in einer einzigen unsortierten Aufgabe „On-Page-SEO" zu vermischen.
Title Tag und Meta Description arbeiten dabei als Paar: Zusammen bilden sie das Snippet, das jemand vor dem Klick in der Ergebnisliste sieht. Fehlt eine der beiden Angaben, generiert die Suchmaschine sie automatisch aus dem restlichen Inhalt der Seite, meist weniger präzise als eine bewusst geschriebene Version. Genau deshalb zählen beide zur gleichen Landkarte, obwohl sie unterschiedliche Aufgaben erfüllen.
