Was SMART-Ziele bedeuten
Das Akronym steht in einem zweiseitigen Artikel, den George T. Doran im November 1981 in der Management Review veröffentlicht hat, in der Rubrik AMA Forum. Doran leitete damals die Beratungsfirma Management Assistance Programs und war vorher Leiter der Unternehmensplanung bei Washington Water Power in Spokane. Sein Ausgangspunkt war praktisch. Doran schrieb, die meisten Führungskräfte wüssten noch immer nicht, was ein Ziel ist und wie man es formuliert, und er schlug eine Regel vor, die man sich leicht merken kann.
Laut Doran sollte jedes Ziel des Unternehmens, einer Abteilung oder eines Bereichs sein: - Specific (spezifisch): Es zielt auf einen bestimmten Bereich, der besser werden soll. - Measurable (messbar): Es beziffert den Fortschritt oder nennt zumindest, woran er gemessen wird. - Assignable (zuordenbar): Es sagt, wer es umsetzt. - Realistic (realistisch): Es sagt, welches Ergebnis mit den vorhandenen Mitteln erreichbar ist. - Time-related (terminiert): Es sagt, bis wann das Ergebnis erreicht sein kann.
Die Fassungen, die heute kursieren, decken sich nicht immer mit dieser Liste. Spätere Fassungen ersetzen „zuordenbar“ durch „erreichbar“ (achievable oder attainable) und „realistisch“ durch „relevant“. Das ändert den Inhalt. Mit „erreichbar“ fällt die Frage weg, wer zuständig ist, die im Original einen eigenen Buchstaben hatte. Mit „relevant“ kommt eine Frage hinzu, die Doran in seiner Liste nicht stellte: ob das Ziel für das Geschäft zählt. Wenn du das Akronym benutzt, sag dazu, welche Fassung du meinst. Zwei Teams können „SMART“ sagen und Verschiedenes prüfen.
Der Artikel enthält ein eigenes Beispiel: bis zum 31. Dezember ein Lagersystem entwickeln und einführen, das die Lagerkosten um eine Million Dollar senkt, bei höchstens 200 Arbeitsstunden und 15.000 Dollar Anfangsausgaben. In einem Satz stehen Bereich, Zahl, Termin und Ressourcengrenze. Wer verantwortlich ist, steht nicht in dem Satz.