Was Benchmarking bedeutet
Das Gabler Wirtschaftslexikon definiert Benchmarking als kontinuierlichen Vergleich von Produkten, Dienstleistungen, Prozessen und Methoden mit mehreren Unternehmen, um die Leistungslücke zum Klassenbesten systematisch zu schließen. Die Grundidee sei festzustellen, welche Unterschiede bestehen, warum sie bestehen und welche Verbesserungen möglich sind.
Robert C. Camp sagte 1993 in einem Interview mit dem Healthcare Forum Journal, das formale Benchmarking habe bei Xerox Ende 1979 und Anfang 1980 begonnen; man glaube, es dort im Grunde erfunden zu haben. Xerox nenne Benchmarking den kontinuierlichen Prozess, die eigenen Produkte, Dienstleistungen und Praktiken an der Konkurrenz oder an führenden Unternehmen zu messen.
Camp unterschied im selben Interview vier Arten. Beim internen Benchmarking vergleicht man eigene Prozesse mit ähnlichen an anderer Stelle im Unternehmen. Beim Wettbewerbs-Benchmarking misst man sich an anderen Unternehmen derselben Branche. Die dritte Art vergleicht mit Unternehmen, die keine Wettbewerber sind, etwa bei der Rechnungsstellung. Die vierte, generisches Prozess-Benchmarking, fragt für jeden einzelnen Geschäftsprozess, wer ihn am besten beherrscht. Die APQC, eine US-Organisation für Benchmarking, nennt heute andere Arten, darunter Leistungs-, Prozess-, funktionales und strategisches Benchmarking.