Wer die Zahl berechnet und mit welchen Daten
Domain Authority ist ein Produkt von Moz, dem SEO-Softwareunternehmen, das Rand Fishkin gegründet hat. Berechnet wird sie weder von Google noch von einer neutralen Instanz für Web-Standards, sondern es handelt sich um eine proprietäre Kennzahl, die Moz als Teil der Moz-Pro-Suite verkauft und in begrenzter, kostenloser Form auch über die eigene Website und die Browser-Erweiterung MozBar zugänglich macht.
Grundlage ist der hauseigene Link-Index von Moz namens Link Explorer. Das ist ein eigener Webcrawler, der unabhängig durchs Netz läuft und eine eigene Karte davon erstellt, welche Seiten auf welche verlinken, parallel zum Google-Index, aber ohne Zugriff darauf. Das ist relevant, weil Größe und Aktualität dieses Index direkt bestimmen, welche Links Moz zu einer Domain überhaupt "sieht". Eine neue Domain oder eine mit wenigen von Moz erfassten Links kann einen niedrigen DA zeigen, einfach weil Link Explorer diese Links noch nicht gefunden hat, nicht weil die Seite aus Googles Sicht schlecht wäre.
Anders gesagt: Wer den DA einer Domain in der MozBar oder einem Agenturreport sieht, sieht das Urteil eines privaten Unternehmens auf Basis eines eigenen Web-Crawls, kein Datum aus Google und keine von Google bestätigte Zahl.
Populär wurde die Kennzahl vor allem, weil MozBar sie direkt beim Besuch jeder beliebigen Seite anzeigt, ohne dass jemand aktiv nachschlagen muss. Das machte DA zur schnellen Abkürzung in Vertriebsgesprächen, Linkaufbau-Angeboten und Agenturreports, lange bevor vergleichbare Kennzahlen von Wettbewerbern verfügbar waren. Diese Bequemlichkeit erklärt einen Großteil der Verbreitung, sagt aber nichts über die Genauigkeit der Zahl aus.