Was die BCG-Matrix bedeutet
Die Matrix trägt den Namen der Boston Consulting Group. Nach Angaben der Beratung hat Alan Zakon sie zuerst skizziert und mit Kollegen weiterentwickelt. Bekannt gemacht hat sie der Gründer Bruce Henderson 1970 in seinem Essay „The Product Portfolio“.
Die beiden Achsen: - Senkrechte Achse: die Wachstumsrate des Markts, in dem das Produkt antritt. Gemeint ist das Marktwachstum, nicht das Wachstum der eigenen Umsätze. - Waagerechte Achse: der relative Marktanteil, also der eigene Anteil im Verhältnis zum Anteil eines Bezugswettbewerbers.
Daraus ergeben sich vier Felder. Die Namen stammen von Henderson: - Star: hoher Anteil in einem wachsenden Markt. Laut Henderson weist er fast immer einen Buchgewinn aus, doch das Wachstum kostet Investitionen, und vielleicht deckt er seinen Geldbedarf nicht selbst. - Cash Cow (Melkkuh): hoher Anteil in einem Markt, der kaum noch wächst. Sie bringt mehr Geld ein, als nötig ist, um ihren Anteil zu halten. - Question Mark (Fragezeichen): niedriger Anteil in einem wachsenden Markt. Es braucht mehr Geld, als es einbringt, und fällt zurück, wenn es keinen Anteil gewinnt. - Dog (armer Hund): niedriger Anteil in einem Markt, der kaum wächst. Im Essay von 1970 hieß das Feld „pet“ (Haustier). Die BCG-Seite erklärt heute, dass es oft als Hund dargestellt wird.
Hinter der Matrix steht die Erfahrungskurve: Wer mehr Anteil hat, sammelt mehr Erfahrung, produziert günstiger und erzielt mehr Marge. Deshalb schrieb Henderson, dass Margen und erwirtschaftetes Geld vom Marktanteil abhängen und dass Wachstum Geld für neue Anlagen kostet. Ein ausgewogenes Portfolio hat für ihn Stars, die die Zukunft sichern, Cash Cows, die sie bezahlen, und Question Marks, die mit diesem Geld zu Stars werden können.