Was das Flywheel-Modell bedeutet
Ein Schwungrad ist ein schweres Rad, das beim Drehen Energie speichert und sie nach und nach wieder abgibt. In die Managementliteratur kam das Bild durch Jim Collins. In seinem Buch „Good to Great“ von 2001 beschrieb er mit dem Schwungrad-Effekt, wie sich die untersuchten Unternehmen verbessert haben: ohne die eine entscheidende Maßnahme, durch viele Anstöße in dieselbe Richtung, die zusammen das Rad irgendwann von selbst laufen lassen. Collins schreibt über den Wandel ganzer Unternehmen, über Marketing schreibt er dort nicht.
HubSpot übernahm das Bild und übertrug es auf die Kundenbeziehung. CEO Brian Halligan plädierte am 20. November 2018 in der Harvard Business Review dafür, den Verkaufstrichter durch das Flywheel zu ersetzen. Auf seiner eigenen Seite nennt HubSpot es ein von der Firma „adaptiertes“ Modell.
Das Flywheel berührt mehrere Begriffe in diesem Glossar. Funnel und Conversion-Funnel beschreiben einen linearen Weg, der mit dem Kauf endet. Die Customer Journey beschreibt diesen Weg aus Sicht des Kunden. Inbound-Marketing ist HubSpots Methodik, die das Unternehmen rund um das Flywheel neu aufgebaut hat. Der Customer Lifetime Value ist die Kennzahl, mit der sich prüfen lässt, ob bestehende Kunden über die Zeit mehr Wert schaffen, also genau das, was das Modell verspricht.