Was Usability bedeutet
Jakob Nielsen definiert Usability als Qualitätsmerkmal, das bewertet, wie leicht sich Oberflächen bedienen lassen. Der Begriff steht außerdem für die Methoden, mit denen man die Bedienbarkeit während des Designs verbessert. Nielsen zerlegt sie in fünf Kriterien: - Erlernbarkeit: wie leicht die Grundaufgaben beim ersten Kontakt gelingen. - Effizienz: wie schnell man Aufgaben erledigt, sobald man das Design kennt. - Einprägsamkeit: wie leicht man nach einer Pause wieder zurechtkommt. - Fehler: wie viele Fehler passieren, wie schwer sie wiegen und wie leicht man sie behebt. - Zufriedenheit: wie angenehm die Nutzung ist.
Die Norm ISO 9241-11 definiert Usability in der Fassung, die das W3C zitiert, als das Ausmaß, in dem bestimmte Nutzer ein Produkt nutzen können, um bestimmte Ziele in einem bestimmten Nutzungskontext effektiv, effizient und zufriedenstellend zu erreichen. Die gültige Ausgabe stammt von 2018, wurde 2023 bestätigt und versteht Usability als Ergebnis der Nutzung. Methoden für Gestaltung oder Bewertung beschreibt die Norm nicht.
Nielsen trennt Usability von der Nützlichkeit (utility), also der Frage, ob das Design die Funktionen hat, die Nutzer brauchen. Erst beides zusammen macht etwas brauchbar: Es hilft wenig, wenn etwas leicht zu bedienen ist, aber nicht das tut, was man sucht.