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Glossar XML

Was ist XML?

Definition

XML (Extensible Markup Language) ist eine Auszeichnungssprache, mit der Programme strukturierte Daten speichern und austauschen. Anders als HTML hat XML keinen festen Satz an Tags: Jedes Format, das auf XML aufbaut, legt seine eigenen fest.

Auf dieser Seite 5
  1. Was XML bedeutet
  2. Wie es funktioniert
  3. Warum es zählt
  4. Best Practices
  5. Häufige Fehler
Kurz gefasst

XML ist eine Auszeichnungssprache zum Speichern und Austauschen strukturierter Daten: was es ist, wie es funktioniert und warum Sitemaps und Feeds es nutzen.

Was XML bedeutet

XML steht für Extensible Markup Language, also erweiterbare Auszeichnungssprache. Es ist eine Empfehlung des W3C, die geltende Fassung ist die fünfte Ausgabe von XML 1.0 vom 26. November 2008. „Erweiterbar“ heißt, dass die Sprache selbst nicht vorgibt, welche Tags es gibt: Eine Sitemap nutzt andere als ein Nachrichtenfeed, und ein Produktkatalog wieder andere.

Auf den ersten Blick ähneln sich HTML und XML, weil beide Inhalte mit Tags in spitzen Klammern auszeichnen. Der Unterschied liegt im Zweck. HTML beschreibt eine Seite, damit ein Browser sie anzeigt. XML beschreibt Daten, damit ein anderes Programm sie liest: eine Liste von URLs, ein Produkt mit Preis oder eine Meldung mit Datum.

Ein XML-Dokument muss wohlgeformt sein. Es gibt genau ein Wurzelelement, jedes geöffnete Tag wird geschlossen, Groß- und Kleinschreibung zählt, und Attributwerte stehen in Anführungszeichen. Verletzt eine Datei eine dieser Regeln, rät das lesende Programm nicht, sondern weist sie zurück.

Wie es funktioniert

Eine XML-Datei ist reiner Text, der wie ein Baum aufgebaut ist. Das Wurzelelement enthält weitere Elemente, und diese enthalten Text, Attribute oder wiederum Elemente. In einer Sitemap umschließt das Tag urlset für jede Seite ein Tag url, und darin steht im Tag loc die Adresse und in lastmod das Datum der letzten Änderung.

Damit zwei Programme sich verstehen, reicht gültiges XML allein nicht. Sie müssen sich einigen, welche Tags es gibt und was sie bedeuten, und das legt jedes Format fest. Das Sitemap-Protokoll, RSS oder Atom für Feeds und die Schemata von Produktkatalogen sind solche Vereinbarungen auf Basis von XML.

In vielen modernen APIs hat JSON XML abgelöst, weil es knapper ist und sich aus JavaScript leichter lesen lässt. Die strukturierten Daten, die Google empfiehlt, werden zum Beispiel in JSON-LD geschrieben. Sitemaps und ein großer Teil der Feeds sind trotzdem XML geblieben.

Warum es zählt

Für SEO taucht XML vor allem in der Sitemap auf. Google akzeptiert Sitemaps als XML, als RSS- oder Atom-Feed und als einfache Textdatei und setzt klare Grenzen: höchstens 50.000 URLs oder 50 MB unkomprimiert je Sitemap, kodiert in UTF-8. Eine fehlerhaft aufgebaute Datei oder ein nicht maskiertes Sonderzeichen kann dazu führen, dass die Suchmaschine sie nicht verarbeitet.

Google sagt auch, was es aus den einzelnen Tags liest. Das Datum in lastmod nutzt es nur, wenn es durchgehend stimmig und überprüfbar ist, die Tags priority und changefreq ignoriert es. Eine Sitemap mit echten Daten hilft also, eine, die jede Seite als heute geändert markiert, verliert diesen Nutzen.

Die Sitemap von zds.es, gemessen am 13. Oktober 2026, ist eine einzige XML-Datei mit rund 190 KB und 1.370 URLs, weit unter Googles Grenzen. Jede URL trägt ein lastmod-Datum, und nicht alle tragen das Datum des Messtags: Es gibt 20 verschiedene Daten, das älteste aus dem April 2026. Außerdem steht das Tag priority darin, das Google nach eigener Aussage ignoriert.

Der Eintrag gehört zur Glossarseite über Sitemaps.

Best Practices

  • XML-Dateien in UTF-8 speichern und das in der ersten Zeile angeben.
  • Sonderzeichen in URLs maskieren, etwa das kaufmännische Und, damit die Datei wohlgeformt bleibt.
  • In lastmod das echte Datum der letzten inhaltlichen Änderung eintragen, nicht das des Builds.
  • Große Sitemaps aufteilen und in einem Sitemap-Index bündeln, bevor sie an die Grenze stoßen.
  • Die Adresse der Sitemap in der robots.txt angeben und in der Search Console einreichen.
  • Die Datei nach jeder Änderung am Generator validieren.

Häufige Fehler

  • Annehmen, priority oder changefreq beeinflussten das Crawling durch Google.
  • Bei jeder Veröffentlichung lastmod für alle URLs hochsetzen, auch wenn sie sich nicht geändert haben.
  • URLs in die Sitemap aufnehmen, die weiterleiten, einen Fehler liefern oder auf noindex stehen.
  • Nicht maskierte Zeichen verwenden, die die Datei unbrauchbar machen.
  • Die XML-Sitemap für Suchmaschinen mit einer Seitenübersicht für Menschen verwechseln.
Manuel Riveiro Rodriguez CEO & Digital Strategist

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Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen XML und HTML?

HTML beschreibt Seiten, damit ein Browser sie anzeigt, und hat einen festen Satz an Tags. XML beschreibt Daten, damit ein anderes Programm sie liest, und jedes Format legt eigene Tags fest. Eine Sitemap oder ein Produktfeed ist XML, die Seite im Browser ist HTML.

Muss eine Sitemap XML sein?

Nicht unbedingt. Google akzeptiert auch RSS- oder Atom-Feeds und Textdateien mit einer URL pro Zeile. XML ist am weitesten verbreitet, weil es zu jeder URL Zusatzangaben erlaubt, etwa das Datum der letzten Änderung oder die Fassungen in anderen Sprachen.

Bringen die Tags priority und changefreq etwas?

Bei Google nicht. Laut Dokumentation ignoriert Google die Werte von priority und changefreq. Nutzen kann es dagegen lastmod, sofern das Datum stimmig und überprüfbar ist. Deshalb sollte es die letzte echte inhaltliche Änderung jeder Seite wiedergeben.

Was passiert, wenn das XML nicht wohlgeformt ist?

Das lesende Programm repariert nichts, sondern weist die Datei oder den unverständlichen Teil zurück. In einer Sitemap kann ein nicht maskiertes kaufmännisches Und oder ein offenes Tag dazu führen, dass die Suchmaschine die URLs nicht verarbeitet. Eine Validierung nach jeder Änderung verhindert das.

XML oder JSON?

Das hängt vom Einsatz ab. Viele moderne APIs nutzen JSON, weil es schlanker ist, und die von Google empfohlenen strukturierten Daten stehen in JSON-LD. Sitemaps und viele Feeds sind weiterhin XML, weil ihre Protokolle es so festlegen und Suchmaschinen und Plattformen sie so erwarten.