Zum Inhalt springen

Glossar Metadaten

Was sind Metadaten?

  • SEO On-Page
Definition

Metadaten sind Daten, die andere Daten beschreiben. Auf einer Webseite sind es die Angaben über die Seite selbst, etwa Titel, Beschreibung, Sprache oder Autor. Sie gehören nicht zum sichtbaren Text, werden aber von Suchmaschinen, sozialen Netzwerken und Browsern gelesen.

Auf dieser Seite 5
  1. Was Metadaten bedeuten
  2. Wie es funktioniert
  3. Warum es zählt
  4. Best Practices
  5. Häufige Fehler
Kurz gefasst

Metadaten sind Daten über Daten: auf einer Website die Angaben über eine Seite, die Suchmaschinen, soziale Netzwerke und Browser lesen.

Was Metadaten bedeuten

Die Vorsilbe „Meta“ zeigt an, dass es um Angaben über etwas geht, nicht um den Inhalt selbst. Die Karteikarte eines Buches in einer Bibliothek ist das klassische Beispiel: Autor, Jahr und Fachgebiet beschreiben das Buch, ohne das Buch zu sein. Ein Digitalfoto speichert ähnliche Metadaten, etwa Datum, Kamera oder Ort.

Auf einer Webseite stehen die meisten Metadaten im Kopf des HTML, dem Teil, den der Browser nicht als Inhalt anzeigt. Dort finden sich der Title, die Meta-Tags, das Canonical-Tag, die hreflang-Verweise auf andere Sprachen und immer häufiger strukturierte Daten in JSON-LD.

Wie es funktioniert

Jede Art von Metadaten hat einen Adressaten. Google beschreibt Meta-Tags als HTML-Tags, die Suchmaschinen und anderen Clients zusätzliche Informationen über eine Seite geben, und veröffentlicht die Liste der Tags, die es versteht: unter anderem description, robots, google-site-verification, charset und viewport. Tags, die es nicht kennt, ignoriert es.

Soziale Netzwerke lesen einen anderen Satz an Metadaten. Die Open-Graph-Tags, die mit og beginnen, legen Titel, Beschreibung und Bild fest, die beim Teilen eines Links erscheinen. Strukturierte Daten wiederum beschreiben in einem gemeinsamen Vokabular, was die Seite ist, zum Beispiel ein Artikel, eine häufige Frage oder ein Produkt.

Dass ein Metadatum vorhanden ist, heißt nicht, dass es genutzt wird. Google sagt, dass es Snippets in den Ergebnissen vor allem aus dem Seiteninhalt erstellt und die Meta-Description nutzt, wenn sie die Seite besser beschreibt als andere Teile des Textes. Das Meta-Tag keywords dagegen nutzt Google gar nicht.

Wer nur das Snippet bei Google prüft, sieht die Vorschau beim Teilen nicht.

Warum es zählt

Metadaten bestimmen, wie sich eine Seite präsentiert, bevor jemand sie besucht. Title und Meta-Description beeinflussen, was in den Suchergebnissen steht, die Open-Graph-Tags die Vorschau in sozialen Netzwerken und Messengern, Canonical und hreflang, welche Fassung einer Seite in den Index kommt und welches Publikum sie sieht.

Sie können auch Sichtbarkeit kosten. Ein robots-Tag mit noindex nimmt eine Seite aus den Ergebnissen, und ein Canonical, das auf die falsche URL zeigt, kann dazu führen, dass die Suchmaschine eine andere Fassung indexiert. Deshalb werden Metadaten so sorgfältig geprüft wie der Text.

Gemessen haben wir das am Eintrag dieses Glossars zu HTML am 13. Oktober 2026. Sein Kopf enthält einen Title, 15 Meta-Tags, ein Canonical, vier hreflang-Verweise und zwei Blöcke strukturierter Daten; ein dritter steht im Body der Seite. Von den 15 Meta-Tags richten sich zwei an die Suche, description und robots, eines bestätigt in der Search Console, dass die Website uns gehört, neun dienen der Vorschau in sozialen Netzwerken und drei sind für den Browser oder rein informativ.

Best Practices

  • Für jede Seite einen eigenen Title und eine eigene Meta-Description schreiben, die zusammenfassen, was sie bietet.
  • Prüfen, dass das Canonical auf die URL zeigt, die indexiert werden soll.
  • Sprachfassungen mit hreflang angeben, wobei jede auf alle anderen verweist.
  • Open-Graph-Tags mit einem Bild ergänzen, das für die Vorschau gedacht ist.
  • Strukturierte Daten verwenden, die beschreiben, was wirklich auf der Seite steht.
  • Den Kopf im Quelltext prüfen, nicht nur über die Anzeige eines Plugins.

Häufige Fehler

  • Denselben Title und dieselbe Beschreibung auf vielen Seiten wiederholen.
  • Ein noindex aus der Testumgebung beim Livegang stehen lassen.
  • Das Meta-Tag keywords befüllen, das Google nicht nutzt.
  • Inhalte mit strukturierten Daten auszeichnen, die auf der Seite gar nicht vorkommen.
  • Erwarten, dass die Meta-Description immer unverändert in den Ergebnissen erscheint.
Manuel Riveiro Rodriguez CEO & Digital Strategist

Eine technische Prüfung sieht sich das und alles Weitere in einem Durchgang an.

Audit anfragen

Häufige Fragen

Was sind die Metadaten einer Webseite?

Die Angaben über die Seite, die nicht zum sichtbaren Text gehören: Title, Beschreibung, robots-Tag, Canonical, Sprache, Tags für soziale Netzwerke und strukturierte Daten. Die meisten stehen im Kopf des HTML und werden von Suchmaschinen, sozialen Netzwerken und Browsern gelesen. Besucher sehen davon meist nur den Title, im Tab des Browsers.

Welche Metadaten nutzt Google?

Google veröffentlicht eine Liste der Meta-Tags, die es versteht, darunter description, robots, google-site-verification, charset und viewport, und ignoriert alle anderen. Außerdem liest es Title, Canonical, hreflang und strukturierte Daten. Das Meta-Tag keywords nutzt es weder für die Indexierung noch für das Ranking.

Zeigt Google immer meine Meta-Description?

Nicht immer. Google sagt, dass es Snippets vor allem aus dem Seiteninhalt erstellt und die Meta-Description nutzt, wenn sie die Seite besser beschreibt als andere Teile des Textes. Eine genaue und auf jeder Seite eigene Beschreibung erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Google sie übernimmt.

Was ist der Unterschied zwischen Metadaten und strukturierten Daten?

Strukturierte Daten sind eine Art von Metadaten. Während ein Meta-Tag eine einzelne Angabe liefert, etwa die Beschreibung, beschreiben strukturierte Daten die Seite in einem gemeinsamen Vokabular, meist Schema.org, und sagen zum Beispiel, dass es ein Artikel mit Autor und Datum ist.

Haben auch Fotos Metadaten?

Ja. Kameras und Smartphones speichern in jeder Datei Angaben wie Datum, Kameramodell und manchmal den Ort, in einem Format namens EXIF. Vor dem Veröffentlichen von Bildern lohnt sich ein Blick darauf, vor allem wenn sie den Standort einer Wohnung oder eines Kunden verraten.

Quellen

  1. Google Search Central, „Meta tags and attributes that Google supports“, zuletzt aktualisiert am 10. Dezember 2025 (englische Fassung). Quelle für die Definition von Meta-Tags, die Liste der von Google unterstützten Tags, dass Google alle anderen ignoriert und das Meta-Tag keywords nicht nutzt.
  2. Google Search Central, „Control your snippets in search results“, zuletzt aktualisiert am 20. April 2026 (englische Fassung). Quelle dafür, dass Snippets vor allem aus dem Inhalt entstehen und wann Google die Meta-Description nutzt.