Was ist ein Cookie und wie funktioniert es technisch?
HTTP ist ein zustandsloses Protokoll: Jede Anfrage des Browsers an einen Server steht für sich, ohne Erinnerung an die vorherige. Cookies lösen genau dieses Problem. Besucht man eine Website, kann der Server in seiner Antwort den Header Set-Cookie mitschicken, ein Name-Wert-Paar samt optionalem Ablaufdatum, Domain und Sicherheits-Attributen.
Der Browser speichert diese kleine Datei und schickt sie bei jeder weiteren Anfrage an dieselbe Domain automatisch im Cookie-Header zurück. So merkt sich ein Onlineshop den Warenkorb zwischen zwei Seitenaufrufen, und so bleibt man eingeloggt, ohne bei jedem Klick das Passwort einzugeben. Der technische Standard RFC 6265 beschreibt Cookies deshalb als Mechanismus zur Zustandsverwaltung über ein Protokoll, das im Kern keinen Zustand kennt.
Nicht jedes Cookie erfüllt denselben Zweck. Manche sind für den Betrieb der Seite unverzichtbar, etwa das Sitzungs- oder Warenkorb-Cookie, andere speichern nur Präferenzen wie Sprache oder Währung, wieder andere existieren allein zur Reichweitenmessung oder für Werbung. Gerade Letztere berühren das technische SEO direkt, weil sie bestimmen, welche Skripte vor oder nach der Einwilligung des Nutzers laden.
