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Glossar Banner

Was ist ein Banner?

Definition

Ein Banner ist ein rechteckiges grafisches Element auf einer Webseite: in der Werbung eine Anzeige, die auf die Website des Werbenden verlinkt; im Design jeder Streifen, der auf eine Botschaft aufmerksam macht, etwa ein Cookie-Hinweis oder eine Aktion.

Auf dieser Seite 5
  1. Was Banner bedeutet
  2. Wie es funktioniert
  3. Warum es zählt
  4. Best Practices
  5. Häufige Fehler
Kurz gefasst

Ein Banner ist eine Werbegrafik oder ein Hinweisstreifen auf einer Website: welche Arten es gibt, wie sie wirken und was Google zu SEO sagt.

Was Banner bedeutet

Das Wort kommt aus dem Englischen und bedeutet Spruchband oder Fahne. Im Onlinemarketing hat es zwei Bedeutungen. Die erste und ältere ist das Werbebanner: ein Bild oder eine Animation in fester Größe, die auf einer Seite erscheint und zur Website des Werbenden führt. Es ist die Grundform der Display-Werbung.

Die zweite Bedeutung ist weiter gefasst: jeder Streifen, den eine Website über, unter oder im Inhalt platziert, um etwas Eigenes hervorzuheben. Ein Cookie-Hinweis, eine Meldung zum kostenlosen Versand, eine Einladung zum Herunterladen einer App oder ein Angebotshinweis sind in diesem Sinne Banner, auch wenn sie keinen Werbeplatz an Dritte verkaufen.

Die Größen von Werbebannern waren lange in festen Pixelmaßen standardisiert. Das IAB, der Branchenverband der Digitalwerbung, empfiehlt heute in seinem New Ad Portfolio, zuletzt aktualisiert am 25. Februar 2025, flexible Formate, die sich an verschiedene Bildschirmgrößen und Geräte anpassen, räumt aber ein, dass viele Unternehmen weiterhin feste Formate produzieren.

Wie es funktioniert

Ein Werbebanner wird fast immer über eine Werbeplattform ausgeliefert. Die Seite reserviert einen Platz, ein Skript fordert bei der Plattform eine Anzeige an, die Plattform entscheidet nach Auktion und Zielgruppe, welche erscheint, und das Banner wird in diesen Platz geladen. Der Werbende zahlt pro Einblendung oder pro Klick, die Plattform zählt beides.

Eigene Banner wie ein Cookie-Hinweis oder eine Aktion werden meist per JavaScript eingefügt, wenn die Seite bereits geladen ist. Das hat zwei technische Folgen. Erstens: Erscheint das Banner spät und schiebt den Inhalt nach unten, springt die Seite, was Google als CLS im Rahmen der Core Web Vitals misst. Zweitens: Ein Banner, das erst nach Ausführung von JavaScript existiert, steht nicht im HTML, das ein Crawler ohne JavaScript liest.

Mit der Zeit lernen Menschen, zu übersehen, was nach Werbung aussieht. Die Nielsen Norman Group nennt das Bannerblindheit: In ihrer im April 2018 veröffentlichten Eyetracking-Studie wichen die Blicke der Testpersonen Elementen mit Werbeoptik oder Werbeposition aus, auch wenn diese nützliche Informationen enthielten.

Warum es zählt

Für SEO ist entscheidend, wie viel ein Banner verdeckt. Google empfiehlt in seinem Leitfaden zu Interstitials und Dialogen, Banner zu verwenden, die nur einen kleinen Teil des Bildschirms einnehmen, statt Interstitials, die die ganze Seite überdecken, damit Nutzer und Suchmaschinen gleich beim Aufruf zum Inhalt gelangen. Außerdem rät Google davon ab, für die Einwilligung auf eine andere Seite umzuleiten: Leiten alle URLs auf eine einzige um, kann der Googlebot nur diese crawlen.

Für die Nutzererfahrung hat die Bannerblindheit eine unbequeme Folge: Eine wichtige Botschaft, die wie Werbung aussieht, kann übersehen werden. Ein Hinweis auf kostenlosen Versand, gestaltet wie ein Werbebanner, läuft Gefahr, dass ihn niemand liest.

Auf zds.es lösen wir das so, geprüft im Quelltext am 8. Oktober 2026: Der Cookie-Hinweis steht nicht im HTML, das der Server ausliefert. Es gibt einen leeren Container, den eine Einwilligungsbibliothek im Browser füllt, und bis die Person entschieden hat, startet die Konfiguration von Google Analytics mit allen Speicher- und Werbeberechtigungen auf „verweigert“ (Consent Mode v2). Für einen Crawler, der kein JavaScript ausführt, existiert der Hinweis nicht, und der Inhalt ist ab der ersten Zeile des HTML sichtbar.

Das gilt für Cookie-Hinweise genauso wie für Werbung.

Best Practices

  • Eigene Hinweise als Streifen gestalten, die einen kleinen Teil des Bildschirms einnehmen, nicht als Ebenen über der ganzen Seite.
  • Den Platz für das Banner im Layout reservieren, damit sein Erscheinen den Inhalt nicht verschiebt.
  • Für die Cookie-Einwilligung nicht auf eine eigene Seite umleiten.
  • Wichtige eigene Informationen optisch klar von Werbung abgrenzen, damit sie nicht der Bannerblindheit zum Opfer fallen.
  • Auf dem Smartphone prüfen, wie viel jedes Banner einnimmt, denn ein am Desktop angemessener Streifen kann dort den halben Bildschirm füllen.
  • Wer Werbeplatz verkauft, bietet flexible Formate an, die sich der Bildschirmgröße anpassen, wie es das IAB empfiehlt.

Häufige Fehler

  • Beim Aufruf ein Interstitial zeigen, das den gesamten Inhalt verdeckt, um etwas Eigenes zu bewerben.
  • Banner ohne reservierten Platz einfügen, sodass die Seite beim Lesen springt.
  • Cookie-Hinweis, Aktion und App-Hinweis gleichzeitig zeigen, bis vom Inhalt kaum etwas zu sehen ist.
  • Einer wichtigen Botschaft, etwa einer Preisänderung, das Aussehen einer Anzeige geben.
  • Nur die Klicks auf ein Banner messen, ohne zu prüfen, wie sehr es Lesende stört.
Manuel Riveiro Rodriguez CEO & Digital Strategist

Eine technische Prüfung sieht sich das und alles Weitere in einem Durchgang an.

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Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einem Banner und einem Interstitial?

Ein Banner nimmt einen Streifen des Bildschirms ein und lässt den Inhalt sichtbar. Ein Interstitial verdeckt die ganze Seite oder fast die ganze Seite, bis man es schließt. Google empfiehlt in seiner Dokumentation kleine Banner statt Interstitials, weil diese Nutzern und Suchmaschinen den Weg zum Inhalt erschweren.

Schaden Banner der Suchmaschinenoptimierung?

Das hängt davon ab, wie viel sie verdecken und wie sie erscheinen. Ein kleiner Streifen, der den Inhalt nicht verschiebt, ist kein Problem. Ein Interstitial über der ganzen Seite oder ein Banner, das spät erscheint und den Text verschiebt, kann die Seitenerfahrung verschlechtern und laut Google die Leistung in der Suche.

Was ist Bannerblindheit?

Die Neigung, Elemente zu übersehen, die wegen ihrer Form oder Position wie Werbung wirken. Die Nielsen Norman Group hat sie in Eyetracking-Studien beobachtet, die jüngste 2018 veröffentlicht: Testpersonen wichen solchen Elementen mit dem Blick aus, auch wenn sie nützliche Informationen für ihre Aufgabe enthielten.

Welche Größen hat ein Werbebanner?

Lange galten feste Pixelmaße. Das IAB empfiehlt heute in seinem New Ad Portfolio flexible Formate, die sich an Bildschirm und Gerät anpassen, räumt aber ein, dass viele Werbetreibende weiterhin feste Größen produzieren. Jede Werbeplattform veröffentlicht die Maße, die sie annimmt.

Zählt der Cookie-Hinweis für Google als Interstitial?

Google unterscheidet gesetzlich vorgeschriebene Dialoge von werblichen, und seine Hinweise zu häufigen Fehlern gelten, sofern das Element nicht gesetzlich vorgeschrieben ist. Trotzdem rät Google davon ab, für die Einwilligung auf eine andere Seite umzuleiten, weil der Googlebot dann nur diese Seite crawlen könnte.

Quellen

  1. Google Search Central, „Avoid intrusive interstitials and dialogs“, zuletzt aktualisiert am 10. Dezember 2025. Quelle für die Empfehlung, kleine Banner statt Interstitials zu nutzen und für die Einwilligung nicht auf eine andere Seite umzuleiten.
  2. Nielsen Norman Group, Kara Pernice, „Banner Blindness Revisited: Users Dodge Ads on Mobile and Desktop“, 22. April 2018. Quelle für die Bannerblindheit und die Eyetracking-Studie.
  3. IAB, „New Ad Portfolio: Advertising Creative Guidelines“, zuletzt aktualisiert am 25. Februar 2025. Quelle für die Empfehlung flexibler Formate statt fester Größen.