ChatGPT Shopping ist der Teil von ChatGPT, der Produkte zeigt, wenn jemand mit Kaufabsicht fragt: Karten mit Bild, Preis und Händlern. Im November 2025 stellte OpenAI außerdem einen Kaufberater namens Shopping Research vor. Laut OpenAIs Seite für Händler rückt das Unternehmen vom Instant Checkout als eigenständiger Funktion ab, Käufe werden auf den Websites oder in den Apps der Händler abgeschlossen (Stand: 07.11.2026). Für einen Shop in Deutschland, Österreich oder der Schweiz ist deshalb eine andere Frage wichtig: ob sein Sortiment in diesen Antworten auftaucht und was er heute tun kann, solange das Händlerprogramm nur in den USA offen ist. Was ChatGPT allgemein ist, was die Pläne kosten und wann es im Netz sucht, fasst unser Leitfaden zu ChatGPT zusammen.
Was ChatGPT Shopping zeigt
Hat eine Frage Kaufabsicht („Heißluftfritteuse für zwei Personen unter 100 Euro“), kann ChatGPT mit Produktoptionen antworten, jeweils mit Bild, Details und Links zu Händlern. Für die Auswahl berücksichtigt ChatGPT laut OpenAI-Hilfe strukturierte Metadaten eigener und fremder Anbieter, etwa Preis oder Beschreibung, und weitere Inhalte Dritter (Stand: 30.10.2026).

Zwei Angaben derselben Seite betreffen jeden Shop. Der Preis in der ersten Antwort ist laut OpenAI in der Regel der des zuerst genannten Händlers, nicht unbedingt der niedrigste; bei mehreren Händlern erscheint das Etikett „Best price“. Und die Händler werden nach Faktoren wie Verfügbarkeit, Preis, Qualität und danach gereiht, ob sie Hersteller oder Hauptverkäufer des Artikels sind. OpenAI schreibt, die Produktergebnisse seien keine Anzeigen und hingen nicht von Partnerschaften ab.
Shopping Research ist etwas anderes: ein Berater, der nach Budget und Vorlieben fragt, einige Minuten sucht und dann einen Kaufratgeber liefert. OpenAI stellte ihn am 24. November 2025 vor, angetrieben von einer für Einkaufsaufgaben trainierten Version von GPT-5 mini, und weist darauf hin, dass er Preise und Verfügbarkeit falsch angeben kann. Seine eigene Hilfeseite leitet heute auf die allgemeine Seite zum Einkaufen weiter, die die Funktion nicht mehr nennt (Stand: 30.10.2026). Ob es sie noch gibt und in welcher Form, sagt OpenAI auf den Seiten, die wir gelesen haben, nicht.
Vom Instant Checkout bis heute
Der Instant Checkout hielt einige Monate. Diese Daten lassen sich an Quellen von OpenAI prüfen:

- 16.09.2025. Laut Release Notes erkennt die Suche in ChatGPT Kaufabsicht besser.
- 29.09.2025. OpenAI startet Instant Checkout und das Agentic Commerce Protocol, entwickelt mit Stripe. Nutzer in den USA können im Chat bei Etsy-Verkäufern kaufen, Händler zahlen eine kleine Gebühr je abgeschlossenem Kauf.
- 20.11.2025. Instant Checkout kommt zu Shopify-Händlern in den USA, zuerst Spanx, Skims und Glossier.
- 24.11.2025. Shopping Research startet. Die Ankündigung verspricht, man werde künftig bei Händlern mit Instant Checkout direkt im Chat kaufen können.
- 04.03.2026. Die Händlerseite heißt noch „Instant Checkout for merchants in ChatGPT“ (Aufnahme im Internet Archive).
- 24.03.2026. Die Release Notes melden reichere Produktergebnisse und den Vergleich nebeneinander. Den Kauf im Chat erwähnen sie nicht.
- 05.04.2026. Dieselbe Seite heißt „Power product discovery in ChatGPT“ und sagt, OpenAI rücke vom eigenständigen Instant Checkout ab und setze auf bessere Produktsuche und den Kauf beim Händler (Aufnahme im Internet Archive). Spätere Aufnahmen bis September wiederholen den Satz.
Ein Datum für den Wechsel nennt OpenAI auf keiner der gelesenen Seiten. Die Archivaufnahmen legen ihn zwischen den 4. März und den 5. April 2026. wernerstrauch nennt unter Berufung auf CNBC den 24. März, plentyone und Darkroom schreiben „März 2026“; das sind Angaben dieser Medien. Die Entwicklerdoku beschreibt den Kauf in ChatGPT weiterhin, mit drei Abläufen, die ein Händler umsetzen müsste. Die neuere Händlerseite sagt das Gegenteil. Für den heutigen Stand wiegt die Händlerseite schwerer, der Widerspruch bleibt aber bestehen.
Wie Produkte in ChatGPT kommen
Es gibt drei Wege, und sie schließen sich nicht aus.

Das Crawlen. OAI-SearchBot ist der Crawler, mit dem OpenAI das Web für die Suche in ChatGPT liest. Laut OpenAI-Doku erscheinen Websites, die ihn in der robots.txt sperren, nicht in den Suchantworten, höchstens als Navigationslink, und eine Änderung der robots.txt wirkt nach etwa 24 Stunden. GPTBot ist ein anderer Crawler, der fürs Training von Modellen; wer ihn sperrt, bleibt in der Suche sichtbar. ChatGPT-User ruft Seiten auf, wenn ein Nutzer darum bittet, und beachtet die robots.txt laut OpenAI möglicherweise nicht.
Der Feed. OpenAI nimmt Produktkataloge per SFTP, API oder über Commerce-Plattformen an, verlangt sie aber nicht: Auf der Händlerseite steht, ein Feed sei nicht nötig, wenn ChatGPT die Website schon crawlt, gebe aber mehr Kontrolle. Die Spezifikation für Entwickler verlangt neun Pflichtfelder: item_id, title, description, url, brand, seller_name, image_url, availability und price. Die GTIN ist optional, empfohlen wird mindestens ein vollständiger Upload pro Tag. Zum Zugang heißt es, wer sich beworben habe, stehe auf der Warteliste, und ein Self-Service-Portal komme „later this year“, ohne Jahreszahl (Stand: 07.11.2026). Das Prinzip ist dasselbe wie beim Produktfeed für Google Shopping.
Die Plattformen. Wer über Shopify oder Etsy verkauft, hat seinen Katalog laut OpenAI schon angebunden, ohne Bewerbung oder zusätzliche Einrichtung. Produkt-Markup nach schema.org nennen die OpenAI-Seiten, die wir gelesen haben, nicht; sie sprechen von strukturierten Metadaten eigener und fremder Anbieter. Strukturierte Produktdaten helfen bei Google und schaden hier nicht, dass ChatGPT sie liest, ist aber nicht dokumentiert.
Bezahlen, um zu erscheinen, muss niemand: Laut Händlerseite fallen auf Käufe, die in ChatGPT beginnen, keine Gebühren an. Das Protokoll, mit dem OpenAI Produktdaten austauschen will, erklärt der Eintrag zum agentischen Handel.
Was es in Deutschland, Spanien und den USA gibt
| Funktion | Deutschland | Spanien | USA |
|---|---|---|---|
| Händlerprogramm (Feed) | Nein | Nein | Warteliste |
| Händlerangebote in den Produktkarten | Nicht dokumentiert | Nicht dokumentiert | Ja |
| Instant Checkout | Nein | Nein | Eingestellt |
| Anzeigen im Self-Service für Werbetreibende | Ja | Ja | Ja |
Quelle: OpenAI, Händlerseite („Shopping is currently live in the U.S.“), Stand: 07.11.2026; Verfügbarkeit des Ads Managers, Stand: 27.10.2026. Die Hilfeseite nennt für die Produktkarten keine Länder. In einem Test von AIV mit einem Business-Konto erschienen Produktkarten ohne Händlerangebote. Deshalb steht in der Tabelle „nicht dokumentiert“ und nicht „nein“: Händlerprogramm und Händlerangebote sind nur für die USA dokumentiert.

ChatGPT, Google AI Mode und Perplexity im Vergleich
| Assistent | Woher die Produkte kommen | Kauf im Assistenten | Zugang für Händler |
|---|---|---|---|
| ChatGPT | Crawlen, Händlerfeeds, Shopify und Etsy | Instant Checkout 2026 eingestellt | Bewerbung mit Warteliste, nur USA |
| Google AI Mode | Shopping Graph, laut Google über 50 Milliarden Produkteinträge | Kauf per Agent seit 13.11.2025 bei berechtigten Händlern in den USA | Merchant Center |
| Perplexity | Eigene Produktkarten | „Buy with Pro“ für Pro-Nutzer in den USA, angekündigt 18.11.2024 | Kostenloses Merchant Program, angekündigt 2024 |
Quelle: Seiten der Anbieter zum jeweils genannten Datum. Den heutigen Stand von Kauf und Händlerprogramm bei Perplexity konnten wir nicht prüfen.

Unsere Messung: Wer lässt den Crawler von ChatGPT herein?
Um zu sehen, ob die Shops, die heute bei Google vorne stehen, für ChatGPT offen sind, haben wir ihre robots.txt gelesen. Je Markt haben wir 25 typische Kaufanfragen gewählt („Laufschuhe“, „Matratze“, „Heißluftfritteuse“ …, in Spanien die Entsprechungen) und alle Shops aus den Google-Top-10 laut Sistrix vom 07.11.2026 genommen, ohne Medien, Testportale und Preisvergleiche. Von jeder Domain haben wir genau einmal /robots.txt abgerufen und nach RFC 9309 ausgewertet: Hat ein Bot eine eigene Gruppe, gilt sie, sonst die für *.
| Ergebnis | Deutschland | Spanien |
|---|---|---|
| Shops in der Stichprobe | 123 | 135 |
| robots.txt lesbar | 117 | 132 |
| nennen OAI-SearchBot | 15 | 12 |
| sperren OAI-SearchBot ganz | 1 (amazon.de) | 1 (amazon.es) |
| sperren ihn teilweise | 1 | 0 |
| sperren ChatGPT-User | 1 | 1 |
| sperren GPTBot (Training) | 6 | 7 |
| sperren Googlebot (Gegenprobe) | 0 | 0 |
Quelle: eigene Messung, 07.11.2026, gegen 08:00 UTC.
Fast alle Shops, die bei Google für Kaufanfragen erscheinen, lassen den Suchcrawler von ChatGPT zu. Die Ausnahme ist der größte: Amazons robots.txt sperrt in Deutschland und Spanien OAI-SearchBot und ChatGPT-User mit Disallow: /. Den Trainings-Crawler GPTBot sperren mehr Shops als den Suchcrawler, für die Sichtbarkeit in Antworten zählt aber der Suchcrawler.
Die Messung hat Grenzen. Sie zeigt nicht, ob die Firewall eines Shops OAI-SearchBot abweist, obwohl die robots.txt ihn erlaubt: 30 Shops lehnten schon unsere Anfrage ohne Browser-Fingerabdruck ab, und den echten OpenAI-Crawler stellen wir nicht nach, weil wir dafür seine Kennung fälschen müssten. Sie zeigt auch nicht, ob ein Shop im Händlerprogramm ist. Die Stichprobe umfasst die Shops, die Google für diese 50 Anfragen an diesem Tag zeigte; eine Rangliste der größten Shops ist sie nicht. Die Sperre von ChatGPT-User belegt eine Absicht, denn laut OpenAI beachtet dieser Agent die robots.txt möglicherweise nicht.
Wie man Besuche aus ChatGPT misst
In Google Analytics 4 findet man Besuche aus ChatGPT über die Quelle der Sitzung: die Domain chatgpt.com als Verweis oder einen utm-Parameter im Link. Welchen Parameter OpenAI anhängt, dokumentiert das Unternehmen auf den gelesenen Seiten nicht, also lohnt ein Blick in die eigenen Daten, bevor man einen Filter baut. Senden Browser oder App keinen Verweis, erscheint der Besuch als direkt und lässt sich nicht zuordnen. Was hinter dieser Art von Besuchen steckt und warum ein Teil verloren geht, erklärt der Eintrag zu KI-Referral-Traffic.
Anzeigen in ChatGPT und organische Ergebnisse
OpenAI kündigte Anzeigen am 16. Januar 2026 an und begann den Test in den USA am 9. Februar, nur in den Tarifen Free und Go. Die Anzeigen stehen unter der Antwort und sind gekennzeichnet, und laut OpenAI beeinflussen sie nicht, was ChatGPT antwortet; im Europäischen Wirtschaftsraum und in der Schweiz zunächst ohne Personalisierung (Stand: 03.11.2026). Für Shops gibt es eine klare Trennlinie: Produkte aus einem Kampagnen-Feed werden nur für Anzeigen genutzt und erscheinen laut OpenAI nicht in organischen Gesprächen (Stand: 05.11.2026). Wer Anzeigen bezahlt, bringt seinen Katalog damit nicht in die Produktergebnisse.
Was ein Shop heute tun kann
- Prüf die robots.txt. Wenn du erscheinen willst, sperr OAI-SearchBot nicht. GPTBot zu sperren ist eine andere Entscheidung, die das Training betrifft.
- Prüf die Firewall. Schau in den Logs von Server oder CDN, ob Anfragen von OAI-SearchBot eine Antwort oder einen Fehler bekommen.
- Bereite den Feed mit den neun Pflichtfeldern aus OpenAIs Spezifikation vor und ergänze die GTIN, empfohlen, aber keine Pflicht. Verkaufst du in den USA, bewirb dich auf der Händlerseite.
- Nutzt du Shopify oder Etsy, ist dein Katalog schon angebunden. Achte darauf, dass Titel, Preis, Verfügbarkeit und Bilder vollständig sind.
- Halte die Produktseiten vollständig und stimmig mit dem Feed: Preis, Verfügbarkeit, Marke, Beschreibung. Das liest der Crawler.
- Miss: Leg in GA4 ein Segment für Besuche von chatgpt.com an und schau jeden Monat hinein.
- Schau alle paar Monate auf die Händlerseite. Programm, Länder und Kaufweg haben sich in einem Jahr mehrmals geändert.
Wie deine Marke heute in ChatGPT und anderen Assistenten erscheint, messen wir in unserem Angebot AI Visibility. Wie man ChatGPT dazu bringt, eine Marke auch außerhalb von Kaufanfragen zu empfehlen, steht in diesem Artikel.
Häufige Fragen
Gibt es ChatGPT Shopping in Deutschland?
Das Händlerprogramm und die Händlerangebote sind laut OpenAI nur in den USA freigeschaltet (Stand: 07.11.2026). Produktkarten können auch anderswo erscheinen, OpenAI dokumentiert für Deutschland aber nicht, was angezeigt wird. Ein deutscher Shop kann seinen Feed heute nicht einreichen.
Kann man in ChatGPT direkt einkaufen?
Nicht über Instant Checkout. OpenAI ist zwischen März und April 2026 vom Instant Checkout als eigenständiger Funktion abgerückt. ChatGPT zeigt Produkte und Händler, gekauft wird auf der Website oder in der App des Händlers.
Kostet es etwas, in ChatGPT Shopping zu erscheinen?
Auf Käufe, die in ChatGPT beginnen, fallen laut OpenAIs Händlerseite keine Gebühren an. Anzeigen kosten extra und bringen Produkte laut OpenAI nicht in die organischen Ergebnisse.
Sind die Produkte in ChatGPT Werbung?
Laut OpenAI nicht: ChatGPT wählt die Produktergebnisse selbst aus, Partnerschaften spielen keine Rolle. Anzeigen stehen getrennt unter der Antwort und sind gekennzeichnet.
Wo ist Shopping Research hin?
OpenAI hat die Funktion am 24. November 2025 vorgestellt. Ihre eigene Hilfeseite leitet heute auf die allgemeine Seite zum Einkaufen mit ChatGPT weiter, die Shopping Research nicht nennt (Stand: 30.10.2026). Ob die Funktion eingestellt oder in die normale Suche übernommen wurde, hat OpenAI auf den gelesenen Seiten nicht veröffentlicht.
Quellen
- OpenAI: ChatGPT für Händler, FAQ, abgerufen am 07.11.2026 (englisch)
- OpenAI: Shopping with ChatGPT Search, aktualisiert am 30.10.2026 (englisch; die deutsche Fassung ist maschinell übersetzt)
- OpenAI: Shopping Research, 24.11.2025 (englisch)
- OpenAI: Buy it in ChatGPT, Instant Checkout und Agentic Commerce Protocol, 29.09.2025 (englisch)
- OpenAI: ChatGPT Release Notes, Einträge vom 16.09.2025, 29.09.2025, 20.11.2025, 24.11.2025 und 24.03.2026 (englisch)
- Internet Archive: Händlerseite am 04.03.2026 und am 05.04.2026 (englisch)
- OpenAI für Entwickler: Spezifikation des Produktfeeds, Einstieg und Begriffe zum Checkout, abgerufen am 07.11.2026 (englisch)
- OpenAI: Crawler von OpenAI, abgerufen am 07.11.2026 (englisch)
- OpenAI: unser Ansatz zur Werbung, 16.01.2026 (englisch)
- OpenAI: Ads in ChatGPT, aktualisiert am 03.11.2026, und Kampagnen aus Produktfeeds, aktualisiert am 05.11.2026 (englisch)
- Google: Agentic Checkout und Einkaufen mit KI, 13.11.2025 (englisch)
- Perplexity: Shop like a Pro, 18.11.2024 (englisch)
- wernerstrauch: ChatGPT Shopping, 14.10.2026; plentyone, aktualisiert am 31.08.2026; Darkroom, 20.07.2026 (englisch)
- RFC 9309: Robots Exclusion Protocol (englisch)
Wie dieser Artikel entstanden ist
Dieser Artikel wurde im November 2026 mit Unterstützung von KI geschrieben. Ausgangspunkt war eine Auswertung der ersten zehn Suchergebnisse in Deutschland, Spanien und den USA: Die meisten beschreiben noch den Kauf im Chat. Die Daten stammen von Seiten von OpenAI und ihren Aufnahmen im Internet Archive. Die Messung der robots.txt ist unsere eigene, vom 7. November 2026, mit einem einzigen Abruf je Shop. Kundendaten enthält er nicht.