ChatGPT ist der Chat-Assistent von OpenAI. Er beantwortet Fragen in normaler Sprache, schreibt, fasst zusammen, übersetzt, wertet Dateien aus und sucht bei Bedarf im Netz, mit Links zu den Quellen. OpenAI hat ChatGPT am 30. November 2022 vorgestellt. Im August 2026 nutzten es laut OpenAI mehr als eine Milliarde Menschen pro Woche.
Dieser Leitfaden gibt den Stand vom 7. November 2026 wieder: welche Modelle laufen, was die Pläne in Deutschland kosten, woher die Antworten ihre Informationen haben und wann ChatGPT Quellen nennt. Die zweite Hälfte behandelt, was von den 25 Ratgebern, die wir ausgewertet haben, nur einer überhaupt erwähnt: welche Crawler von OpenAI deine Website besuchen, was deine robots.txt bewirkt und was unser eigener Tracker zeigt, wenn wir die Antworten von ChatGPT und Perplexity vergleichen.
Was ist ChatGPT und was bedeutet GPT?
ChatGPT ist ein Produkt von OpenAI. Seit Oktober 2025 besteht OpenAI aus zwei Teilen: Die gemeinnützige OpenAI Foundation kontrolliert das gewinnorientierte Unternehmen OpenAI Group PBC. So hat OpenAI es am 28. Oktober 2025 beschrieben. Entwickelt hat ChatGPT also OpenAI.
GPT steht für „Generative Pre-trained Transformer“. OpenAI verwendet den Begriff in seiner Dokumentation für seine Textmodelle. Jedes Wort beschreibt einen Teil der Methode:
- Generative: Das Modell erzeugt neuen Text, statt aus gespeicherten Antworten zu wählen.
- Pre-trained: Es lernt zuerst aus einer riesigen Menge Text und wird danach für bestimmte Aufgaben angepasst, etwa für das Gespräch.
- Transformer: So heißt die Architektur neuronaler Netze, die Google-Forscher im Juni 2017 im Aufsatz „Attention Is All You Need“ veröffentlicht haben.
Auf Deutsch heißt GPT also ungefähr „generativer, vortrainierter Transformer“. Das erste GPT von OpenAI stammt vom Juni 2018. ChatGPT kam viereinhalb Jahre später als Gesprächsoberfläche für diese Modelle.
| Angabe | Stand 7. November 2026 |
|---|---|
| Betreiber | OpenAI (OpenAI Group PBC, kontrolliert von der OpenAI Foundation) |
| Start | 30. November 2022 |
| Nutzer | mehr als 1 Milliarde pro Woche, laut OpenAI (31.08.2026) |
| Modelle im Chat | GPT-6 Sol in Plus, Pro, Business und Enterprise; GPT-6 Luna in Free und Go (seit 07.10.2026) |
| Wo es läuft | chatgpt.com, Apps für iOS und Android, Desktop-App für macOS und Windows |
Quelle: OpenAI, Beitrag „Built to Benefit Everyone: OpenAI’s Updated Structure“ (28.10.2025), Beitrag zu ChatGPT Ads (31.08.2026), ChatGPT Release Notes (07.10.2026) und Download-Hilfe, abgerufen am 07.11.2026.
Die Modellnamen wechseln alle paar Monate. GPT-5.5 zum Beispiel ist seit dem 14. Oktober 2026 aus ChatGPT verschwunden. Steht auf einer Seite, ChatGPT nutze GPT-4o, beschreibt sie den Stand von 2024.
Wie funktioniert ChatGPT? Sprachmodell, Training und Suche
Hinter ChatGPT steht ein großes Sprachmodell. Es hat aus sehr viel Text gelernt, welches Wort wahrscheinlich auf ein anderes folgt. Kopien der Texte speichert es dabei nicht. OpenAI erklärt es so: Das Modell passt beim Lernen eine große Menge Zahlen an, seine Parameter, damit sie Muster abbilden. Mit diesen Parametern erzeugt es bei jeder Antwort neuen Text.
Das Training hat zwei Stufen. In der ersten lernt das Modell aus drei Arten von Quellen, die OpenAI in seiner Hilfe aufzählt:
- öffentlich zugängliche Informationen aus dem Internet,
- Informationen von Dritten, zu denen OpenAI über Vereinbarungen Zugang hat,
- Informationen, die Nutzer, menschliche Trainer und Forschende liefern oder erzeugen.
In der zweiten Stufe bewerten Menschen Antworten, und das Modell lernt, die besser bewerteten vorzuziehen. Diese Methode, Reinforcement Learning from Human Feedback (RLHF), hat OpenAI schon für die erste Fassung von 2022 genutzt.
Für dich als Nutzer zählt ein anderer Unterschied: ChatGPT kann auf zwei Arten antworten.
- Aus dem Modell. Die Antwort beruht auf dem, was das Modell im Training gelernt hat. Es gibt keine Abfrage im Netz und keine Quellenliste. Das reicht zum Formulieren, Erklären oder Umschreiben, bei neuen Fakten kann es aber hinterherhinken.
- Mit Suche. ChatGPT fragt das Netz ab, liest die Treffer und schreibt die Antwort mit Links. Nutzt es dafür externe Suchanbieter, formuliert es deine Frage in eine oder mehrere Suchanfragen um und schickt sie dorthin. Diese Funktion gibt es seit dem 31. Oktober 2024.
Laut OpenAI-Hilfe sucht ChatGPT von selbst, wenn deine Frage von aktuellen Informationen profitiert. Du kannst die Suche auch selbst anstoßen: „/“ ins Eingabefeld tippen oder die Werkzeugliste öffnen und die Suche wählen. Welche Suchmaschine dahintersteckt, sagt OpenAI auf den Seiten, die wir gelesen haben, nicht. Dort ist von „Suchanbietern“ die Rede, verlinkt ist unter anderem die Datenschutzerklärung von Microsoft. Dass ChatGPT „über Bing sucht“, wie Gemini in unserem Test vom 7. November 2026 in 12 seiner 24 Antworten zu ChatGPT und Perplexity schrieb, sagt OpenAI in diesen Worten nicht.
Ob dir eine Antwort mit Suche hilft, hängt davon ab, welche Seiten ChatGPT liest. An dieser Stelle kann eine Website etwas tun, dazu weiter unten mehr.
Woher hat ChatGPT seine Informationen, und wann nennt es Quellen?
In einer Antwort mit Suche setzt ChatGPT Links in den Text und darunter einen Knopf für die Quellen. Er öffnet eine Seitenleiste mit den gelesenen Seiten. Neben den Suchtreffern nutzt ChatGPT laut OpenAI Inhalte, die Partner direkt liefern, darunter Medienhäuser.
In einer Antwort ohne Suche gibt es keine Quellen. Fragst du nach Belegen, kann ChatGPT sie erfinden. OpenAI nennt in seiner Hilfe „erfundene Zitate, Studien oder Verweise auf nicht existierende Quellen“ ausdrücklich als typischen Fehler. Dieselbe Hilfe warnt, dass auch Suchergebnisse und Quellenangaben unvollständig, veraltet oder falsch sein können.
Kann man ChatGPT vertrauen? Mit diesen Regeln lässt sich damit arbeiten:
- Ist eine Angabe neu oder wichtig, lass ChatGPT suchen und öffne mindestens eine Quelle.
- Fehlt der Knopf für die Quellen, stammt die Antwort aus dem Modell. Behandle sie wie einen Entwurf.
- Prüfe, ob die Quelle sagt, was ChatGPT ihr zuschreibt. Eine Zitierung in KI-Antworten garantiert nicht, dass der Satz auf der Seite steht.


Nach welchen Regeln ChatGPT unter allen Treffern auswählt, erklärt OpenAI nicht im Einzelnen. Eine Bedingung nennt OpenAI aber: Der Such-Crawler muss die Seite lesen dürfen.
Die Crawler von OpenAI und was deine robots.txt bewirkt
OpenAI besucht Websites mit drei verschiedenen Agenten. Jeder hat einen eigenen Zweck und wird in der robots.txt einzeln gesteuert.
| Agent | Wofür | Was eine Sperre bewirkt |
|---|---|---|
| OAI-SearchBot | Seiten für die Antworten mit Suche finden | Die Seite erscheint nicht in den Suchantworten, höchstens als Navigationslink |
| GPTBot | Inhalte crawlen, die fürs Training der Modelle genutzt werden können | Du gibst an, dass deine Inhalte nicht fürs Training genutzt werden sollen |
| ChatGPT-User | Eine Seite öffnen, wenn ein Nutzer ChatGPT oder einen GPT darum bittet | Laut OpenAI greifen robots.txt-Regeln hier womöglich nicht, weil ein Mensch die Aktion auslöst |
Quelle: OpenAI, „Overview of OpenAI Crawlers“, developers.openai.com, abgerufen am 07.11.2026.
Die ersten beiden Regeln sind unabhängig voneinander. Du kannst OAI-SearchBot erlauben, um in den Antworten vorzukommen, und GPTBot sperren, damit deine Inhalte nicht ins Training gehen. Nach einer Änderung an der robots.txt rechnet OpenAI mit etwa 24 Stunden, bis die Suche sie berücksichtigt. Mehr zu diesen Agenten steht im Eintrag KI-Crawler.
Wie viele Websites sperren OpenAI aus? Wir haben es am 7. November 2026 an den Shops gemessen, die Google bei Kaufanfragen oben zeigt: 135 Shops in Spanien und 123 in Deutschland, mit je einem Abruf der robots.txt.
| Markt | lesbar | sperren OAI-SearchBot ganz | sperren GPTBot |
|---|---|---|---|
| Spanien | 132 von 135 | 1 (Amazon) | 7 |
| Deutschland | 117 von 123 | 1 (Amazon), ein weiterer teilweise | 6 |
Quelle: eigene Messung von ZDS, 07.11.2026, ein Abruf je Shop.
Fast alle Shops lassen den Such-Crawler von ChatGPT herein. Das Training sperren mehr Shops als die Suche, und auch das ist eine Minderheit. Die Messung sagt nicht, ob ChatGPT diese Shops anzeigt, nur ob es sie lesen könnte. Die Methode steht vollständig in unserem Artikel zu ChatGPT Shopping.
ChatGPT kostenlos, Go, Plus und Pro: was die Pläne enthalten und kosten
ChatGPT hat einen kostenlosen Plan und vier Bezahlpläne für Einzelne und Teams. Die Preise in der Tabelle zeigt chatgpt.com/pricing am 7. November 2026. Die deutsche Fassung der Seite nennt dieselben Euro-Beträge wie die spanische.
| Plan | Preis | Werbung | Was dazukommt, laut OpenAI |
|---|---|---|---|
| Kostenlos | 0 € | ja | unbegrenzte Text-Chats mit GPT-6, mit Missbrauchsschutz; Dateien, Bilder, Sprache und Deep Research begrenzt |
| Go | 8 € im Monat | ja | mehr Nachrichten mit Werkzeugen, mehr Uploads, Bilder, Sprach-Chats und Gedächtnis |
| Plus | 23 € im Monat | nein | Reasoning-Modelle mit GPT-6, Deep Research, Projekte und eigene GPTs, mehr Codex |
| Pro | ab 103 € im Monat (229 € oder 510 €, je nach Stufe) | nein | Pro-Reasoning mit GPT-6 Astra, unbegrenzte Nutzung mit Missbrauchsschutz, API-Guthaben |
| Business | 21 € je Nutzer und Monat | nein | Arbeitsbereich für Teams, standardmäßig kein Training mit den Daten |
Quelle: OpenAI, chatgpt.com/pricing und openai.com/business/pricing, abgerufen am 07.11.2026 (Abruf aus Spanien). Enterprise und Edu: Preis auf Anfrage.
Drei Dinge, die die Tabelle nicht sagt:
- Ob die Beträge die Mehrwertsteuer enthalten, steht auf der Seite nicht. Den genauen Betrag zeigt erst die Kasse, und OpenAI weist darauf hin, dass lokale Preise von der Umrechnung des Dollarpreises abweichen können. In den USA kostet Go 8 Dollar und Plus 20 Dollar.
- Go gibt es seit dem 16. Januar 2026 in allen Ländern, in denen ChatGPT verfügbar ist, also auch in Deutschland.
- Am 18. August 2026 kündigte OpenAI Werbung für 31 europäische Märkte an, darunter Deutschland und Spanien, nur in den Plänen Kostenlos und Go. OpenAI sagt, die Anzeigen seien immer gekennzeichnet, von der Antwort getrennt und ohne Einfluss auf das, was ChatGPT antwortet. Im EWR sind sie zunächst nicht personalisiert.

Welcher Plan passt? Für einzelne Fragen und kurze Texte reicht der kostenlose. Plus lohnt sich, wenn du täglich mit Dateien, Deep Research oder Codex arbeitest. Pro ist für sehr intensive Nutzung gedacht und kostet mehr als das Vierfache von Plus.
Wofür man ChatGPT nutzt
OpenAI hat im September 2025 zusammen mit dem Harvard-Ökonomen David Deming die bisher größte Studie zur privaten Nutzung von ChatGPT veröffentlicht. Ausgewertet wurden 1,5 Millionen Gespräche, automatisch, ohne dass jemand die Nachrichten las. Drei Viertel der Gespräche drehten sich um praktische Ratschläge, Informationssuche oder Schreiben. Programmieren war eine Nische. Rund 30 % der Nutzung war beruflich, rund 70 % privat.
Im Alltag sind das die klarsten Einsätze:
- Schreiben und Überarbeiten: Mails, Texte für die Website, Zusammenfassungen langer Dokumente. In der OpenAI-Studie ist das die häufigste berufliche Aufgabe.
- Fragen und Lernen: einen Begriff erklären lassen, eine Prüfung vorbereiten, Optionen vor einer Entscheidung vergleichen. Studierende sollten dabei immer die Suche nutzen und die Quellen öffnen.
- Mit Dateien arbeiten: eine Tabelle hochladen und eine Auswertung oder eine Excel-Formel erfragen, ein PDF hochladen und die Kernpunkte ziehen lassen.
- Im Unternehmen: Business und Enterprise bringen gemeinsame Arbeitsbereiche, und laut OpenAI werden deren Inhalte standardmäßig nicht fürs Training genutzt.
- Einkaufen: Bei einer Kauffrage kann ChatGPT Produktkarten mit Preis und Händler zeigen. Wie das funktioniert und wie Produkte hineinkommen, steht in ChatGPT Shopping.
Ein genauer Prompt bringt bessere Ergebnisse als ein vager. Sag, für wen der Text ist, wie lang er sein soll und welche Angaben er verwenden muss.
ChatGPT im Vergleich mit Gemini, Claude, Perplexity und Copilot
Alle fünf Assistenten haben einen kostenlosen Plan und Bezahlpläne. Sie unterscheiden sich darin, wer sie betreibt, wie sie suchen und was die erste Bezahlstufe kostet. Die Tabelle gibt nur wieder, was die Hersteller auf ihren Seiten sagen, ohne Wertung.
| Assistent | Betreiber | Suche und Quellen, laut Hersteller | Günstigster Bezahlplan |
|---|---|---|---|
| ChatGPT | OpenAI | sucht, wenn die Frage es braucht oder du es willst; zeigt Quellen | Go, 8 € im Monat |
| Gemini | auf den gelesenen Planseiten nicht beschrieben | Google AI Plus, 4,99 € im Monat | |
| Claude | Anthropic | sucht im Netz, auch im kostenlosen Plan | Pro, 18 € im Monat oder 15 € bei Jahreszahlung, ohne Steuern |
| Perplexity | Perplexity AI | jede Antwort mit Quellenangaben im Text | Pro, 17 Dollar im Monat bei Jahreszahlung; ein Euro-Preis steht nicht auf der Seite |
| Microsoft Copilot | Microsoft | sucht im Netz und stützt die Antworten auf die Treffer | kein eigener Plan; enthalten in Microsoft 365 Personal, 10 € im Monat |
Quelle: Preis- und Produktseiten von OpenAI, Google, Anthropic, Perplexity und Microsoft, abgerufen am 07.11.2026 (Abruf aus Spanien, deutsche Seiten mit denselben Euro-Preisen).
Für eine Website zählt vor allem die Suche. ChatGPT entscheidet selbst, ob es sucht. Perplexity ist um die Suche herum gebaut und nennt in jeder Antwort Quellen. Den ausführlichen Vergleich findest du unter was ist Perplexity.
Dass zwei Assistenten suchen, heißt nicht, dass sie dasselbe finden. In unserem Tracker hatten ChatGPT und Perplexity bei vier von zehn Antwortpaaren auf dieselbe Frage keine Domain gemeinsam. Die Zahlen stehen weiter unten im Abschnitt zu Website und Marke.
Grenzen: Fehler, Datenschutz und Erkennung von KI-Texten
Fehler. OpenAI schreibt in seiner Hilfe, dass ChatGPT falsche oder irreführende Antworten geben und dabei überzeugt klingen kann. Zu den Fehlern, die OpenAI nennt, gehören erfundene Zitate und Quellen. Man spricht von einer KI-Halluzination.
Datenschutz. In den persönlichen Konten Free, Plus und Pro ist die Nutzung deiner Gespräche zur Verbesserung der Modelle standardmäßig eingeschaltet. Du kannst sie in den Einstellungen unter den Datenkontrollen abschalten, mit der Option, das Modell für alle zu verbessern. Der Verlauf bleibt dabei erhalten. Drei Einzelheiten solltest du kennen:
- Bewertest du eine Antwort mit Daumen hoch oder runter, kann das ganze Gespräch fürs Training genutzt werden, auch wenn du die Option abgeschaltet hast.
- Der temporäre Chat wird nicht fürs Training genutzt, OpenAI kann aber bis zu 30 Tage lang eine Kopie zu Sicherheitszwecken aufbewahren.
- In Business, Enterprise und Edu trainiert OpenAI standardmäßig nicht mit den Inhalten. Kunden von Enterprise und Edu können die Daten außerdem in Europa speichern lassen (EWR und Schweiz).
Was man ChatGPT nicht anvertrauen sollte, folgt daraus: nichts, was du nicht auf den Servern von OpenAI gespeichert sehen willst, etwa Passwörter, Gesundheitsdaten oder personenbezogene Daten von Kunden, außer in einem Unternehmensplan mit geprüften Bedingungen. Für die DSGVO zählt dabei, ob der Plan einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung vorsieht. Das prüfst du in den Bedingungen deines Plans.
Erkennung von KI-Texten. OpenAI hat im Januar 2023 ein Werkzeug veröffentlicht, das KI-Texte erkennen sollte. Am 20. Juli 2023 hat OpenAI es wegen geringer Genauigkeit wieder eingestellt: In den eigenen Tests erkannte es 26 % der KI-Texte und hielt 9 % der menschlichen Texte für KI. Auf die Frage, ob KI-Detektoren funktionieren, antwortet OpenAI heute in seiner Hilfe: „In short, not in our experience“ (kurz gesagt, nach unserer Erfahrung nicht). Auch ChatGPT selbst zu fragen, ob es einen Text geschrieben hat, hilft nicht: Es weiß es nicht und kann die Antwort erfinden.
Was ChatGPT für deine Website und deine Marke bedeutet
Für eine Website ist ChatGPT zweierlei: eine Quelle für Besuche und ein Ort, an dem über deine Marke gesprochen wird, ohne dass du dabei bist.
Besuche entstehen, wenn jemand einen Link in einer Antwort anklickt. In Google Analytics 4 erscheinen sie mit chatgpt.com als Verweisquelle oder mit einem utm-Parameter im Link. Welchen Parameter OpenAI anhängt, steht auf den Seiten, die wir gelesen haben, nicht. Prüf es deshalb in deinen eigenen Daten, bevor du einen Filter anlegst. Schickt die App keine Verweisquelle mit, zählt der Besuch als direkt. Warum ein Teil so verloren geht, erklärt der Eintrag zu KI-Referral-Traffic.
Die Nennung ist schwerer zu sehen. Niemand sagt dir Bescheid, wenn ChatGPT einen Wettbewerber empfiehlt. Deshalb messen wir. Unser Tracker stellt ChatGPT und Perplexity, neben anderen Modellen, jeden Tag dieselben Fragen. Vom 9. August bis 6. November 2026 kamen so rund 52.700 Antworten je Modell zusammen, in allen Sprachen, vor allem Deutsch, Englisch und Spanisch. Wir haben die beiden Antworten auf dieselbe Frage im selben Durchlauf verglichen, in 39.241 Paaren, in denen beide Modelle mindestens eine Domain nannten:
| Markt | Paare mit mindestens einer gemeinsamen Domain |
|---|---|
| Spanien | 61,0 % |
| Deutschland | 59,4 % |
| Englisch | 63,3 % |
| gesamt, alle Sprachen | 60,7 % |
Quelle: Tracker von ZDS, 09.08.–06.11.2026, rund 52.700 Antworten je Modell.
In vier von zehn Paaren haben ChatGPT und Perplexity keine einzige Domain gemeinsam. Im Median über alle Paare ist es genau eine gemeinsame Domain. Wer bei ChatGPT genannt wird, ist es bei Perplexity also noch lange nicht, und umgekehrt. Jeder Assistent muss für sich gemessen werden.
Die Grenzen dieser Messung:
- Die Fragen stammen aus Projekten unserer Kunden, viele aus Hotellerie und Reise. Sie sind keine Stichprobe des Marktes.
- Unser Tracker verlangt von den Modellen eine Liste mit Links. Deshalb setzt ChatGPT in fast jeder Antwort Links. Über sein Verhalten in einem normalen Gespräch sagt das nichts. Vergleichen lassen sich nur die Modelle untereinander, bei gleicher Vorgabe.
- Wir fragen über die Programmierschnittstelle von OpenAI, nicht in der ChatGPT-App mit Suche. Was jemand in seinem Chat sieht, kann abweichen.
- Welche Domains vorkommen, veröffentlichen wir nicht, weil Kundendomains darunter sind.
Was kannst du tun, um vorzukommen? Zuerst muss OAI-SearchBot deine Website lesen dürfen. Dann sollten die Angaben zu Marke, Produkten und Preisen klar auf deiner Website stehen, und andere vertrauenswürdige Seiten sollten über dich schreiben, denn ChatGPT schreibt mit dem, was es findet. Und schließlich regelmäßig messen, denn die Antworten ändern sich mit jedem Modell. Die einzelnen Schritte stehen in unserem Leitfaden, wie ChatGPT deine Marke empfiehlt. Der Rahmen dafür heißt GEO, die Messung AI Visibility.
Häufige Fragen
Ist ChatGPT kostenlos?
Ja. Der kostenlose Plan nutzt GPT-6 Luna und erlaubt unbegrenzte Text-Chats, mit Missbrauchsschutz. Dateien, Bilder, Sprache und Deep Research sind begrenzt. Seit August 2026 kann er in Deutschland Werbung zeigen, ebenso Go. Werbefrei sind Plus, Pro und die Unternehmenspläne.
Was heißt GPT auf Deutsch?
„Generative Pre-trained Transformer“, also etwa generativer, vortrainierter Transformer: ein Modell, das Text erzeugt, vorher mit großen Datenmengen gelernt hat und die Transformer-Architektur von 2017 nutzt.
Wer hat ChatGPT entwickelt?
OpenAI. Das gewinnorientierte Unternehmen OpenAI Group PBC wird seit Oktober 2025 von der OpenAI Foundation kontrolliert.
Sucht ChatGPT im Internet?
Ja, wenn es meint, dass die Frage es braucht, oder wenn du die Suche wählst. Dann zeigt es Links und einen Knopf für die Quellen. Ohne Suche antwortet es aus dem, was es im Training gelernt hat.
Kann ich ChatGPT von meiner Website aussperren?
Ja, über die robots.txt. Eine Sperre für GPTBot verhindert die Nutzung fürs Training. Eine Sperre für OAI-SearchBot nimmt dich aus den Antworten mit Suche. Das sind zwei getrennte Entscheidungen.
Wie erfahre ich, ob ChatGPT mich nennt?
In der Webanalyse siehst du die Besuche von chatgpt.com. Nennt ChatGPT dich ohne Link, erfährst du das nur, wenn du systematisch fragst. Genau das macht ein Tracker für KI-Sichtbarkeit.
Lässt sich erkennen, ob ChatGPT einen Text geschrieben hat?
Nicht zuverlässig. OpenAI hat das eigene Erkennungswerkzeug 2023 wegen geringer Genauigkeit eingestellt und sagt heute, dass Detektoren nach seiner Erfahrung nicht funktionieren.
Quellen
- OpenAI, „Introducing ChatGPT“, 30.11.2022
- OpenAI, „Built to Benefit Everyone: OpenAI’s Updated Structure“, 28.10.2025
- OpenAI, „A milestone in expanding access to AI“, 31.08.2026
- OpenAI, „ChatGPT release notes“, abgerufen am 07.11.2026
- OpenAI, „Model Release Notes“, abgerufen am 07.11.2026
- OpenAI, API-Dokumentation „Key concepts“, abgerufen am 07.11.2026
- OpenAI, „Improving language understanding with unsupervised learning“, 11.06.2018
- Vaswani u. a., „Attention Is All You Need“, arXiv, 12.06.2017
- OpenAI, „How ChatGPT and our foundation models are developed“, abgerufen am 07.11.2026
- OpenAI, „Introducing ChatGPT search“, 31.10.2024
- OpenAI, Hilfe „Searching the web with ChatGPT“, abgerufen am 07.11.2026
- OpenAI, „Does ChatGPT tell the truth?“, abgerufen am 07.11.2026
- OpenAI, „Overview of OpenAI Crawlers“, abgerufen am 07.11.2026
- OpenAI, „How people are using ChatGPT“, 15.09.2025
- OpenAI, „Data controls in ChatGPT“, abgerufen am 07.11.2026
- OpenAI, „Temporary chat in ChatGPT“, abgerufen am 07.11.2026
- OpenAI, „Enterprise privacy at OpenAI“, aktualisiert am 08.01.2026
- OpenAI, „Data residency and inference residency for ChatGPT“, abgerufen am 07.11.2026
- OpenAI, „New AI classifier for indicating AI-written text“, 31.01.2023, Hinweis vom 20.07.2023
- OpenAI, „How can educators respond to students presenting AI-generated content as their own?“, abgerufen am 07.11.2026
- OpenAI, „Ads in ChatGPT“, abgerufen am 07.11.2026
- OpenAI, „ChatGPT Pricing“, abgerufen am 07.11.2026
- OpenAI, „Business Pricing“, abgerufen am 07.11.2026
- OpenAI, „Introducing ChatGPT Go, now available worldwide“, 16.01.2026
- OpenAI, „Multi-currency billing“, abgerufen am 07.11.2026
- OpenAI, „ChatGPT Ads expands across Europe“, 18.08.2026
- Google, „Google AI-Abos mit Cloud-Speicher“, abgerufen am 07.11.2026
- Anthropic, „Pläne & Preise“, abgerufen am 07.11.2026
- Perplexity, „Perplexity Pro“, abgerufen am 07.11.2026
- Microsoft, „Microsoft Copilot-Pläne für Privatpersonen“, abgerufen am 07.11.2026
- Microsoft, copilot.com, abgerufen am 07.11.2026
Wie dieser Artikel entstanden ist
Dieser Artikel ist im November 2026 mit KI-Unterstützung entstanden. Ausgangspunkt war eine Auswertung der ersten zehn Suchergebnisse in Spanien, Deutschland und den USA und der Antworten, die ChatGPT, Gemini, Claude und Perplexity heute auf dieselben Fragen geben. Gemini etwa antwortete in 11 seiner 24 Antworten mit dem Stand von 2024. Die Angaben zu ChatGPT stammen von Seiten von OpenAI, abgerufen am 7. November 2026. Die robots.txt-Messung und der Vergleich von ChatGPT mit Perplexity stammen von uns. Kundendaten veröffentlichen wir nicht.