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Glossar PIM-System

Was ist ein PIM-System?

Definition

Ein PIM-System (Product Information Management, auf Deutsch Produktinformationsmanagement) ist die Software, in der ein Unternehmen die Daten seiner Produkte sammelt, vervollständigt und an alle Kanäle ausspielt: Onlineshop, Marktplätze, Werbefeeds, gedruckte Kataloge und Händler. Jedes Produkt hat im PIM genau einen Datensatz, die Kanäle holen sich daraus, was sie brauchen. Dieselbe Abkürzung steht auch für Privileged Identity Management, die Verwaltung privilegierter Zugänge in der IT-Sicherheit (etwa der gleichnamige Dienst in Microsoft Entra), und für Personal Information Manager, also Programme für Kalender und Kontakte.

Drei Datenquellen (eine Datenbank, eine Tabelle und ein Bild) laufen in einen Produktdatensatz mit einer orangen Zeile, der durch Linien mit vier verschiedenen Kanälen verbunden ist: Webseite, Telefon, Katalog und Preisschild zeigen alle denselben orangen Balken, auf dunkelblauem Grund.
Auf dieser Seite 15
  1. Herkunft des Begriffs
  2. Geschichte und Entwicklung
  3. Wie es funktioniert
  4. Arten und Varianten
  5. Beispiele
  6. Wie man es misst
  7. Vor- und Nachteile
  8. Abgrenzung zu verwandten Begriffen
  9. Werkzeuge
  10. Kritik und Grenzen
  11. Rechtlicher Rahmen
  12. So gehst du Schritt für Schritt vor
  13. Best Practices
  14. Häufige Fehler
  15. Wie dieser Eintrag entstanden ist
Kurz gefasst

Ein PIM-System bündelt Produktdaten und spielt sie an Shop, Marktplätze und Feeds aus. Funktionsweise, GTIN, ETIM, BMEcat, Abgrenzung zum ERP, Anbieter.

Drei Datenquellen (eine Datenbank, eine Tabelle und ein Bild) laufen in einen Produktdatensatz mit einer orangen Zeile, der durch Linien mit vier verschiedenen Kanälen verbunden ist: Webseite, Telefon, Katalog und Preisschild zeigen alle denselben orangen Balken, auf dunkelblauem Grund.

Herkunft des Begriffs

PIM ist die Abkürzung des englischen Product Information Management. Im Deutschen sind PIM-System und Produktinformationsmanagement gebräuchlich.

Wer den Begriff zuerst verwendet hat, ist nicht belegt. Die älteste Analystendefinition, die sich nachlesen lässt, stammt von Gartner aus dem Dezember 2005: Ein PIM schafft eine einheitliche Sicht auf das Produkt für das ganze Unternehmen, speichert Stammdaten und Produktattribute und kann entweder das System sein, in dem die Daten entstehen, oder das System, in dem andere nachschlagen. Gartner nannte PIM damals die Technik, die sich für das Management von Produktinhalten und Produktdaten herausgebildet habe. Das Wort war also schon im Umlauf.

Wie aus einem älteren Begriff PIM wurde, zeigt die Website eines frühen Anbieters aus Stuttgart. Heiler Software, gegründet 1987, beschrieb sich 2003 als Anbieter elektronischer Katalogmanagement-Lösungen im SAP-Umfeld. 2008 stand im Seitentitel Product Information Management, Catalog Management and E-procurement. Was vorher Katalogmanagement hieß, lief nun unter PIM.

Geschichte und Entwicklung

  • 1987. Heiler Software wird in Stuttgart gegründet, einer der ersten Anbieter für Katalogsoftware.
  • 1998 und 1999. Fraunhofer IAO und die Universität Essen veröffentlichen BMEcat 1.01, ein Format zum Austausch von Produktdaten und Katalogen zwischen Unternehmen. Version 1.2 entsteht zusammen mit dem Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME). Aktuell ist BMEcat 2005.2.
  • 2000. In Köln wird der Verein ECLASS gegründet, der eine Produktklassifikation nach ISO/IEC-Normen pflegt. Im selben Jahr entsteht Contentserv.
  • 2005. Am 30. Dezember veröffentlicht Gartner den ersten Magic Quadrant für PIM. Einen klaren Marktführer sieht Gartner nicht.
  • 2007. Der zweite Magic Quadrant schätzt den Markt im Juni auf rund 214 Mio. US-Dollar Softwareumsatz 2005 und über 300 Mio. 2006.
  • 2013. In Nantes wird Akeneo gegründet. Am 5. Juni kündigt SAP den Kauf von hybris an, und Informatica meldet, dass ihr Heiler nun vollständig gehört.
  • 2024. Die EU beschließt die Ökodesign-Verordnung (EU) 2024/1781 mit dem digitalen Produktpass. Im Dezember gilt die Produktsicherheitsverordnung (EU) 2023/988, die für Onlineangebote bestimmte Angaben vorschreibt.
  • 2025. Im Februar übernimmt Centric Software, ein Unternehmen von Dassault Systèmes, Contentserv. Im November schließt Salesforce den Kauf von Informatica ab.
  • 2026. Am 12. Oktober erscheint Gartners Magic Quadrant für PIM-Lösungen mit 16 Anbietern. Syndigo, einer davon, nennt ihn den ersten, obwohl Gartner schon 2005 und 2007 einen veröffentlicht hatte.

Wie es funktioniert

Ein PIM-System nimmt Daten aus mehreren Quellen auf, ordnet sie nach einem Datenmodell, reichert sie an und liefert jedem Kanal das Format, das er verlangt.

Import. Grunddaten wie Artikelnummer, interne Bezeichnung und Einkaufspreis können aus dem ERP kommen. Lieferanten schicken Tabellen oder BMEcat-Dateien, Marketing oder Agentur liefern Texte und Bilder. Das PIM ordnet jede Angabe einem Artikel zu.

Datenmodell und Klassifikation. Jeder Artikel gehört zu einer Produktfamilie, und jede Familie hat ihre Attribute: Ein Akkuschrauber hat Spannung und Drehmoment, ein T-Shirt Größe und Material. Der Schlüssel, der alle Daten eines Artikels über die Lieferkette verbindet, ist die GTIN, die Nummer von GS1 für jede Ware, die bepreist, bestellt oder berechnet wird. Damit ein Händler die Attribute ohne Nacharbeit versteht, wird der Artikel nach einem Standard klassifiziert: ETIM im Elektro- und Installationsbereich, ECLASS in der Industrie oder die GPC von GS1 im Konsumgüterhandel.

Anreicherung. Zu den technischen Daten kommen Beschreibungen, Übersetzungen, Bilder und Dokumente. Die Bilder können in einem Digital-Asset-Management-System (DAM) liegen, das PIM speichert dann den Verweis.

Freigabe. Vor der Veröffentlichung prüft ein Workflow, ob alle Pflichtfelder des Kanals gefüllt sind und ob jemand den Text abgenommen hat. Akeneo zum Beispiel legt Pflichtattribute je Produktfamilie, Sprache und Kanal fest und zeigt, wie viel Prozent davon befüllt sind.

Ausspielung. Jeder Kanal bekommt seine Fassung: der Onlineshop, die Marktplätze, ein Produktfeed für das Google Merchant Center, eine BMEcat-Datei für den B2B-Kunden oder der gedruckte Katalog. Aus denselben Daten entsteht auch das Markup nach schema.org/Product mit Feldern wie gtin, mpn oder sku, und so erreichen sie auch KI-Einkaufsassistenten (Agentic Commerce).

Aus wie vielen Stellen kommen deine Produktdaten heute?

Arten und Varianten

ArtFür wenBeispiel laut Hersteller
Eigenständiges PIMUnternehmen mit ERP und Shop, die ein eigenes System nur für Produktdaten wollenAkeneo, Inriver
Open Source oder Community EditionTeams mit eigenen Entwicklern, die das Datenmodell anpassen wollenPimcore Community Edition, Akeneo Community Edition
PIM als Teil einer StammdatenplattformKonzerne, die auch Kunden, Lieferanten und Standorte zentral führenStibo Systems, Informatica Product 360
PXM (Product Experience Management)Marken auf vielen Marktplätzen, die messen, wie ihre Produktseiten dort aussehenSalsify, Syndigo
PIM mit eingebautem DAMkleine und mittlere Shops, die Daten und Bilder an einem Ort wollenPlytix

Quelle: eigene Zusammenstellung nach den Herstellerseiten (abgerufen 07.11.2026).

Beispiele

Rechenbeispiel ohne Daten eines echten Unternehmens: Ein Werkzeughersteller legt einen Akku-Schlagbohrschrauber neu an.

Im PIM bekommt der Artikel seine 13-stellige GTIN, die interne Artikelnummer, die Marke und seine ETIM- oder ECLASS-Klasse. Zur Familie Bohrschrauber gehören zwölf Attribute, darunter Akkuspannung (18 V), maximales Drehmoment (60 Nm), Bohrfutter-Spannweite (13 mm), Gewicht mit Akku (1,6 kg) und Zahl der Gänge (2). Verkaufstext und Datenblatt liegen auf Deutsch, Englisch und Spanisch vor, vier Bilder sind aus dem DAM verknüpft.

Aus diesem einen Datensatz entstehen drei Ausgaben:

  • Die Produktseite im Onlineshop zeigt den langen Titel, den Verkaufstext, die vier Bilder und eine Tabelle mit den zwölf Attributen in der Sprache des Besuchers.
  • Der Feed für das Google Merchant Center enthält die Felder, die Google für jedes Produkt verlangt (ID, Titel, Beschreibung, Link, Bild, Verfügbarkeit und Preis), dazu Marke und GTIN. Der Titel darf höchstens 150 Zeichen haben, deshalb führt das PIM eine Kurzfassung.
  • Die BMEcat-Datei für den Fachhändler enthält Artikelnummer, GTIN, ETIM- oder ECLASS-Klasse und die Attribute als normierte Merkmale, ohne Verkaufstext.

Ändert sich nach einer Produktüberarbeitung das Gewicht, korrigiert der Hersteller es einmal im PIM, und alle drei Ausgaben ziehen beim nächsten Export nach.

Wie oft schreibst du heute dieselbe Angabe an verschiedenen Stellen?

Wie man es misst

KennzahlFormelWofür
Vollständigkeit je KanalBefüllte Pflichtattribute / Pflichtattribute der Familie für Kanal und Sprache × 100Sehen, welche Artikel veröffentlicht werden können
Abgelehnte Artikel im FeedAbgelehnte Artikel im Merchant Center / gesendete ArtikelFehlende oder falsche Daten finden
Zeit bis zur VeröffentlichungDatum der Veröffentlichung − Datum der AnlageSehen, wie lange ein neuer Artikel bis in den Shop braucht
Retouren wegen BeschreibungRetouren mit Grund „entspricht nicht der Beschreibung“ / BestellungenDie Kosten falscher Produktdaten messen

Quelle: eigene Zusammenstellung; die Vollständigkeit folgt Akeneos Definition (Pflichtattribute je Familie, Sprache und Kanal).

Zur Wirkung von Produktdaten auf Käufer gibt es wenige Zahlen mit bekannter Stichprobe. Syndigo, selbst PIM-Anbieter, befragte 2025 über 8.500 Verbraucher in den USA, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Brasilien und Mexiko. Laut dem Bericht hatten 21 % ein Produkt zurückgeschickt, das nicht hielt, was seine Produktinhalte versprachen, und 44 % hatten einen Kauf wegen fehlender Informationen abgebrochen. Die Studie stammt von einem Anbieter der Branche, die vollständige Methode steht nur im Download.

Vor- und Nachteile

EinsatzfallVorteilNachteilEinschätzung
Shop mit 200 Artikeln in einer SpracheOrdnung an einer StelleDie Einführung kann mehr Arbeit machen als die Pflege im Shop selbstShop und Tabelle können reichen
Hersteller mit 20.000 Artikeln und HändlernetzEine Korrektur erreicht alle Kanäle und HändlerLanges Projekt: Datenmodell, Migration, SchulungDafür ist ein PIM gebaut
Großhandel mit Daten von Hunderten LieferantenBMEcat und ETIM lassen sich einlesen, ohne jede Datei neu zu bauenDie Daten sind nur so gut wie die des LieferantenPasst, wenn die Branche einen Klassifikationsstandard hat
Händler auf mehreren MarktplätzenJeder Marktplatz bekommt seine Pflichtfelder aus einem DatensatzJede Plattform ändert ihre Regeln, die Zuordnungen brauchen PflegeLohnt ab mehreren Kanälen mit unterschiedlichen Anforderungen

Quelle: eigene Einschätzung.

Abgrenzung zu verwandten Begriffen

BegriffVerwaltetUnterschied zum PIM
DAM (Digital Asset Management)Bilder, Videos, Audio, DokumenteHält die Dateien; das PIM hält die Produktdaten und verweist auf die Dateien
Stammdatenmanagement (MDM)Stammdaten zu Kunden, Lieferanten, Standorten und ProduktenUmfasst alle Stammdaten; das PIM nur das Produkt, und laut Informatica treiben es Vertrieb oder Marketing
ERPBestellungen, Bestand, Preise, Einkauf, BuchhaltungFührend für das, was verkauft wird und zu welchem Preis; das PIM dafür, wie es beschrieben wird
PLM (Product Lifecycle Management)Entwicklung, Konstruktion, FertigungBegleitet das Produkt bis zur Serienreife; das PIM ab dem Verkauf
PXMProduktdaten und ihre Darstellung je KanalErweitert das PIM um die Auswertung veröffentlichter Produktseiten
ProduktfeedEine Datei für einen bestimmten KanalEine Ausgabe des PIM, kein eigenes System

Quelle: eigene Zusammenstellung; DAM und MDM nach Gartners Glossar, PIM gegen MDM nach Informatica.

Werkzeuge

WerkzeugAngebot laut HerstellerHinweis
AkeneoPIM als zentrale Quelle der ProduktinformationGegründet 2013 in Nantes; mit Community Edition
Centric PXM (früher Contentserv)PIM und PXMContentserv entstand 2000 in Deutschland, gehört seit 2025 zu Centric Software
Informatica Product 360PIM als Teil des StammdatenmanagementsInformatica gehört seit 2025 zu Salesforce
InriverKI-gestütztes PIM für komplexe Produktdaten
PimcorePlattform für PIM und MDM, DAM, CMS und CommerceMit Community Edition
PlytixPIM und DAM
Sales LayerPIM für B2B und B2CAnbieter aus València
SalsifyPXM-Plattform mit PIM
Stibo SystemsStammdatenmanagement und PIM
SyndigoPXM, PIM, MDM und Datenaustausch über GS1 GDSN

Quelle: Herstellerseiten, abgerufen 07.11.2026; alphabetisch. Alle außer Sales Layer stehen in der Anbieterliste von Gartners Magic Quadrant vom Oktober 2026.

Kritik und Grenzen

Ein PIM ordnet Daten, es erzeugt keine. Schickt ein Lieferant leere oder falsch gemessene Attribute, verteilt das PIM sie genauso schnell wie richtige. Das Ergänzen und Prüfen der Datensätze bleibt Arbeit von Menschen und kann mehr kosten als die Software.

Schwierig ist auch die Frage, welches System bei welchem Feld führt. Lässt sich der Preis oder die Bezeichnung im ERP und im PIM ändern, entstehen zwei Fassungen desselben Werts. Vor der Einführung muss deshalb für jedes Feld feststehen, welches System die Quelle ist.

Der Markt selbst hat sich stark verändert. Gartner warnte 2005 vor unreifen Produkten und davor, dass kleine Anbieter nicht überleben könnten, und sagte voraus, dass IBM, Oracle und SAP 2009 mehr als die Hälfte der PIM-Lizenzumsätze erzielen würden. In der Liste der 16 Anbieter von 2026 steht keiner der drei. Viele frühe Namen gibt es nicht mehr als eigene Firma: Heiler ging an Informatica, hybris an SAP, Contentserv an Centric Software.

So gehst du Schritt für Schritt vor

  • Zähl deinen Bestand: Artikel, Sprachen, Kanäle und Lieferanten, die Daten schicken.
  • Leg für jedes Feld fest, welches System führt: Preis und Bestand im ERP, Beschreibung und Attribute im PIM.
  • Wähl das Datenmodell: Produktfamilien, Attribute je Familie und die Klassifikation deiner Branche (ETIM, ECLASS oder GPC).
  • Bestimm für jeden Kanal die Pflichtfelder, zuerst die des Google Merchant Center und der Marktplätze.
  • Gib jedem Artikel seine GTIN und prüf, dass sie eindeutig ist.
  • Fang mit einer Kategorie als Pilot an und miss die Vollständigkeit vorher und nachher.
  • Bind die Kanäle nacheinander an und arbeite die Ablehnungen des ersten Feeds ab, bevor der nächste dazukommt.

Best Practices

  • Pfleg jeden Wert nur einmal und lass die Kanäle ihn aus dem PIM holen.
  • Nutz einheitliche Einheiten und Werte (60 Nm, nicht „60 Newtonmeter“ bei einem Artikel und „60Nm“ beim nächsten).
  • Verknüpf jedes Bild über GTIN oder Artikelnummer mit dem Artikel, nicht über den Dateinamen.
  • Übersetz im PIM, damit eine Änderung am Original die Übersetzung als offen markiert.
  • Schau jeden Monat auf die Vollständigkeit je Kanal und die abgelehnten Artikel.

Häufige Fehler

  • Die Klassifikation erst nach dem Datenimport wählen und dann die Attribute neu anlegen müssen.
  • Den Preis in zwei Systemen gleichzeitig pflegen.
  • Lieferantentexte ungeprüft übernehmen, bis alle Händler denselben Text haben.
  • Nur zählen, ob ein Datensatz existiert, nicht ob er alle Pflichtfelder des Kanals hat.
  • Die Software kaufen, bevor klar ist, wer die Daten pflegt.

Wie dieser Eintrag entstanden ist

Dieser Eintrag wurde im November 2026 mit Unterstützung von KI geschrieben. Ausgangspunkt war eine Auswertung der ersten zehn Suchergebnisse in Spanien, den USA und Deutschland, um zu ergänzen, was dort fehlt: GTIN und Klassifikation, der Feed für das Google Merchant Center, der digitale Produktpass und eine Kennzahl mit Formel. Die Daten stammen aus Gartners Berichten, aus archivierten Websites im Internet Archive und aus den amtlichen Texten auf EUR-Lex. Er wurde vor der Veröffentlichung geprüft und enthält keine Kundendaten.

Manuel Riveiro Rodriguez CEO & Digital Strategist

Eine technische Prüfung sieht sich das und alles Weitere in einem Durchgang an.

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Häufige Fragen

Für was steht die Abkürzung PIM?

Im Handel und Marketing steht PIM für Product Information Management, auf Deutsch Produktinformationsmanagement. In der IT steht PIM auch für Privileged Identity Management, die Verwaltung privilegierter Zugriffe in der IT-Sicherheit, die Microsoft unter diesem Namen in Entra anbietet, und für Personal Information Manager, also Programme für Kalender, Kontakte und Notizen.

Brauche ich ein PIM-System, wenn ich schon ein ERP habe?

Das ERP führt Bestellungen, Bestand, Einkauf und Preise. Das PIM führt die Beschreibung des Produkts: Attribute, Texte, Übersetzungen und Bilder für jeden Kanal. Wer wenige Artikel in einem Kanal verkauft, kommt mit ERP und Shop aus. Bei vielen Artikeln, mehreren Sprachen und Kanälen mit eigenen Pflichtfeldern wird die Pflege im ERP mühsam.

Wie viel kostet ein PIM-System?

Das hängt von der Zahl der Artikel, Sprachen, Kanäle und Nutzer ab und davon, ob es ein Abonnement ist oder eine Open-Source-Software, die man selbst betreibt. Zur Lizenz kommen Einführung, Datenmigration und vor allem die Stunden für das Ergänzen und Prüfen der Datensätze, die der größte Posten sein können.

Welche PIM-Systeme gibt es als Open Source?

Pimcore und Akeneo bieten eine Community Edition an, die sich herunterladen und selbst installieren lässt. Für Installation, Betrieb und Anpassung an das eigene Datenmodell braucht es ein technisches Team.

Was hat ein PIM-System mit BMEcat zu tun?

BMEcat ist ein XML-Format für Katalogdaten im B2B, das der BME betreut. Ein PIM kann BMEcat-Dateien von Lieferanten einlesen und eigene Daten als BMEcat an Händler ausgeben, zusammen mit einer Klassifikation wie ETIM oder ECLASS.

Quellen

  1. Andrew White, Gartner, Magic Quadrant for Product Information Management, 2005, 30. Dezember 2005, Kopie bei IBM (englisch). Definition von PIM und erster Magic Quadrant.
  2. Gartner, Magic Quadrant for Product Information Management, 2Q07, 21. Juni 2007, Kopie bei IBM (englisch). Marktgröße 2005 und 2006.
  3. Gartner, Magic Quadrant for Product Information Management Solutions, 12. Oktober 2026, Zusammenfassung mit Anbieterliste (englisch).
  4. Syndigo, 2025 State of Product Experience, 11. Juni 2025 (englisch). Befragung von über 8.500 Verbrauchern.
  5. TechIntelPro, Syndigos Mitteilung zum „inaugural“ Magic Quadrant für PIM, 16. Oktober 2026 (englisch).
  6. Heiler Software, Seite „Unternehmen“, Aufnahme im Internet Archive vom 19. November 2003. Gründung 1987 und Katalogmanagement.
  7. Heiler Software, Startseite, Aufnahme im Internet Archive vom 24. Juli 2008 (englisch). Seitentitel mit Product Information Management.
  8. BME, BMEcat. Austauschformat für Katalogdaten, Version 2005.2.
  9. BMEcat 1.01, Fraunhofer IAO und Universität Essen, 1998–1999.
  10. ECLASS, Fact Sheet 2023. Gründung und ISO/IEC-Konformität.
  11. ETIM International (englisch).
  12. GS1, Global Trade Item Number (englisch).
  13. GS1, Global Product Classification (englisch).
  14. GS1, Global Data Synchronisation Network (englisch).
  15. Google, Produktdatenspezifikation für das Merchant Center. Pflichtfelder und Titel mit höchstens 150 Zeichen.
  16. schema.org, Typ Product (englisch).
  17. Akeneo, Understand product completeness (englisch). Pflichtattribute je Familie, Sprache und Kanal.
  18. Informatica, PIM vs. MDM (englisch).
  19. Gartner, Glossar, Master Data Management, Aufnahme im Internet Archive vom 11. Februar 2025 (englisch).
  20. Gartner, Glossar, Digital Asset Management, Aufnahme im Internet Archive vom 5. Oktober 2025 (englisch).
  21. Microsoft, Was ist Privileged Identity Management?, Microsoft Entra ID Governance.
  22. SAP und hybris, Pressemitteilung vom 5. Juni 2013 (englisch).
  23. Salesforce, Pressemitteilung vom 18. November 2025 (englisch).
  24. Akeneo, About us (englisch). Gründung 2013 in Nantes.
  25. Verordnung (EU) 2023/988 über die allgemeine Produktsicherheit, Art. 19.
  26. Verordnung (EU) 2024/1781 (Ökodesign), Art. 9 und Anhang III.
  27. Europäische Kommission, Arbeitsplan Ökodesign und Energieverbrauchskennzeichnung 2025–2030, COM(2025) 187, 16. April 2025.
  28. Verordnung (EU) 2023/1542 über Batterien, Art. 77.
  29. Akeneo PIM, Herstellerseite (englisch).
  30. Centric PXM (früher Contentserv), Herstellerseite (englisch).
  31. Dassault Systèmes, Übernahme von Contentserv durch Centric Software, 25. Februar 2025.
  32. Informatica Product 360, Herstellerseite (englisch).
  33. Inriver, Herstellerseite (englisch).
  34. Pimcore, Herstellerseite (englisch).
  35. Plytix, Herstellerseite (englisch).
  36. Sales Layer, Herstellerseite (spanisch).
  37. Salsify, Herstellerseite (englisch).
  38. Stibo Systems, Herstellerseite (englisch).
  39. Syndigo, Herstellerseite (englisch).