Herkunft des Begriffs
„Outbound“ heißt auf Englisch „nach außen gehend“. Das Wort stammt aus dem Telefonvertrieb, der abgehende und eingehende Anrufe unterschied. Die Telemarketing-Regel der US-Handelsbehörde FTC definiert den „outbound telephone call“ bis heute als Anruf, den ein Telefonverkäufer beginnt, um einen Kauf oder eine Spende zu erreichen.
Als Name für eine Art des Marketings setzte sich der Begriff als Gegenstück zu „Inbound Marketing“ durch. Am 27. November 2007 veröffentlichte Brian Halligan, Mitgründer von HubSpot, im Firmenblog den Beitrag „Outbound vs. Inbound Marketing“. Dort nennt er Messen, Seminarreihen, E-Mail-Aussendungen an gekaufte Listen, Kaltakquise am Telefon und Werbung „outbound marketing“, weil der Vermarkter seine Botschaft breit nach außen drückt und hofft, damit die Nadel im Heuhaufen zu treffen. In der Kopie der HubSpot-Startseite im Internet Archive vom 2. November 2007 fehlt „inbound marketing“ noch. In der Kopie vom 4. Dezember steht es dreimal. 2009 erschien das Buch Inbound Marketing von Halligan und Dharmesh Shah mit demselben Begriffspaar.
Die Idee ist älter. Seth Godin nannte 1999 in Permission Marketing Werbung, die eine Person bei dem unterbricht, was sie gerade tut, „Interruption Marketing“. Auf Deutsch sind neben dem englischen Begriff „Push-Marketing“ und „Unterbrechungsmarketing“ in Gebrauch. Für Anrufe und E-Mails ohne vorherigen Kontakt spricht man von Kaltakquise.
