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Glossar Outbound Marketing

Was ist Outbound Marketing?

  • Content Marketing
Definition

Outbound Marketing ist Werbung und Ansprache, die vom Unternehmen ausgeht, ohne dass der Empfänger darum gebeten hat: Anzeigen in Medien, Postwurfsendungen, Anrufe, Kaltakquise per E-Mail oder Direktnachrichten. Das Unternehmen bestimmt, wen es wann anspricht. Das Gegenstück ist Inbound Marketing, bei dem die Person von sich aus kommt, etwa über eine Suche.

Ein Gebäude links, von dem mehrere Linien ausgehen, alle nach außen zu Punkten rechts; eine Linie und ihr Punkt sind orange, auf dunkelblauem Grund.
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  1. Herkunft des Begriffs
  2. Geschichte und Entwicklung
  3. Wie es funktioniert
  4. Arten und Varianten
  5. Beispiele
  6. Wie man es misst
  7. Vor- und Nachteile
  8. Abgrenzung zu verwandten Begriffen
  9. Werkzeuge
  10. Kritik und Grenzen
  11. Rechtlicher Rahmen
  12. So gehst du Schritt für Schritt vor
  13. Best Practices
  14. Häufige Fehler
  15. Wie dieser Eintrag entstanden ist
Kurz gefasst

Outbound Marketing ist Kontakt, den das Unternehmen beginnt. Herkunft, Geschichte, Kanäle, echte Beispiele, Kennzahlen mit Formel, Werkzeuge und Recht.

Ein Gebäude links, von dem mehrere Linien ausgehen, alle nach außen zu Punkten rechts; eine Linie und ihr Punkt sind orange, auf dunkelblauem Grund.

Herkunft des Begriffs

„Outbound“ heißt auf Englisch „nach außen gehend“. Das Wort stammt aus dem Telefonvertrieb, der abgehende und eingehende Anrufe unterschied. Die Telemarketing-Regel der US-Handelsbehörde FTC definiert den „outbound telephone call“ bis heute als Anruf, den ein Telefonverkäufer beginnt, um einen Kauf oder eine Spende zu erreichen.

Als Name für eine Art des Marketings setzte sich der Begriff als Gegenstück zu „Inbound Marketing“ durch. Am 27. November 2007 veröffentlichte Brian Halligan, Mitgründer von HubSpot, im Firmenblog den Beitrag „Outbound vs. Inbound Marketing“. Dort nennt er Messen, Seminarreihen, E-Mail-Aussendungen an gekaufte Listen, Kaltakquise am Telefon und Werbung „outbound marketing“, weil der Vermarkter seine Botschaft breit nach außen drückt und hofft, damit die Nadel im Heuhaufen zu treffen. In der Kopie der HubSpot-Startseite im Internet Archive vom 2. November 2007 fehlt „inbound marketing“ noch. In der Kopie vom 4. Dezember steht es dreimal. 2009 erschien das Buch Inbound Marketing von Halligan und Dharmesh Shah mit demselben Begriffspaar.

Die Idee ist älter. Seth Godin nannte 1999 in Permission Marketing Werbung, die eine Person bei dem unterbricht, was sie gerade tut, „Interruption Marketing“. Auf Deutsch sind neben dem englischen Begriff „Push-Marketing“ und „Unterbrechungsmarketing“ in Gebrauch. Für Anrufe und E-Mails ohne vorherigen Kontakt spricht man von Kaltakquise.

Geschichte und Entwicklung

  • 1951. Ingvar Kamprad stellt den ersten IKEA-Katalog zusammen: 68 Seiten auf Schwedisch, 285.000 Exemplare für Südschweden.
  • 2003. Am 27. Juni öffnet in den USA das nationale Do-Not-Call-Register, in das Privatleute ihre Nummer eintragen, um keine Werbeanrufe zu bekommen.
  • 2007. Halligan stellt „outbound“ und „inbound“ im HubSpot-Blog gegenüber (27. November), im Dezember steht „inbound marketing“ auf der Startseite.
  • 2016. Der IKEA-Katalog erreicht seinen Höchststand: 200 Millionen Exemplare in 69 Fassungen, 32 Sprachen und mehr als 50 Märkten.
  • 2018. Am 25. Mai gilt die DSGVO, die die Daten jedes Kontakts in der EU regelt.
  • 2020. Am 7. Dezember kündigt IKEA an, dass der Katalog 2021 in seiner bisherigen Form der letzte ist, weil sich Mediennutzung und Kundenverhalten verändert haben.
  • 2023–2024. Google kündigt am 3. Oktober 2023 neue Regeln für Absender an, die mehr als 5.000 Nachrichten am Tag an Gmail-Konten schicken, und setzt sie ab Februar 2024 durch.
  • 2026. In Spanien dürfen die betroffenen Unternehmen seit dem 17. Oktober Werbeanrufe nur noch von Nummern mit der Vorwahl 400 aus führen.

Zwei Bewegungen zeigen sich. Die Massenkanäle bleiben, verlieren aber gegenüber dem Digitalen an Gewicht, wie der Katalog. Und jeder direkte Kanal, ob Telefon oder E-Mail, bekommt neue Regeln dazu, wen man wie ansprechen darf.

Welche dieser Regeln betreffen deine Kampagnen schon?

Wie es funktioniert

Eine Outbound-Maßnahme läuft in derselben Reihenfolge ab, ob TV-Kampagne oder E-Mail-Sequenz an vierzig Firmen:

  • Zielgruppe: Wen will man erreichen? Im Massenmarkt ist das Segmentierung nach Alter, Region oder Gewohnheiten, im B2B sind es Firmen nach Branche, Größe und Land und darin Funktionen.
  • Daten oder Medium: In den Massenmedien kauft man Platz dort, wo diese Zielgruppe ist. Für die Direktansprache entsteht eine Liste, die gegen die gesetzlich nötigen Sperrlisten abgeglichen wird.
  • Botschaft: Warum bekommt genau diese Person diese Nachricht? Das muss in wenigen Sekunden klar sein.
  • Kanal und Zeitpunkt: Kanal, Häufigkeit und im B2B eine mögliche Sequenz aus E-Mail, Anruf, LinkedIn-Nachricht und zweiter E-Mail einige Tage später.
  • Kontakt und Nachfassen: Antworten werden sortiert nach Interesse, „gerade nicht“, Absage und Abmeldung.
  • Übergabe: Wer Interesse zeigt, kommt als Verkaufschance ins CRM und geht mit allem, was man über ihn weiß, an den Vertrieb.

In den Massenmedien teilen sich Marke, Kreativagentur und Mediaagentur die Schritte. Im B2B-Outbound kann ein eigenes Vertriebsteam die Ansprache übernehmen. Trennt ein Unternehmen die Aufgaben, führt das erste Gespräch ein Sales Development Representative (SDR) oder Business Development Representative (BDR). Seine Aufgabe ist es, Termine zu bekommen. Den Abschluss macht danach ein Account Executive. Die beiden Titel werden nicht einheitlich verwendet: Mal bearbeitet der SDR eingehende Anfragen und der BDR sucht neue Kontakte, mal ist es dieselbe Stelle.

Auch die Grenze zum Marketing zieht jedes Unternehmen anders. Einigen sich beide Seiten nicht darauf, was ein qualifizierter Kontakt ist, bekommt der Vertrieb Namen, mit denen er nichts anfangen kann, und das Marketing weiß nicht, was gewirkt hat.

In welchem Schritt verlierst du heute deine Kontakte?

Arten und Varianten

Outbound unterscheidet sich vor allem nach Kanal.

KanalTypischer EinsatzStärkeGrenze
TV, Radio, Print, AußenwerbungMarke oder Neuheit bekannt machenGroße Reichweite in kurzer ZeitViel Publikum außerhalb der Zielgruppe; schwer zuzuordnen
Display und bezahlte Social AdsAnzeigen an datenbasiert definierte GruppenFeine Aussteuerung, Messung per KlickBannerblindheit und Werbeblocker
Postwurf und WerbebriefKataloge, Gutscheine, Briefe an Kunden oder FirmenEin Gegenstand, der liegen bleibtKosten je Stück und Adressliste
Kaltakquise am TelefonErstgespräch im B2B, TermineSofortige ReaktionAblehnung und strenge Regeln
Kalt-E-MailB2B-Sequenzen an bestimmte FunktionenGeringe Kosten je KontaktSpamfilter und Recht des Ziellands
Messen und VeranstaltungenViele Einkäufer einer Branche auf einmalGespräch von Angesicht zu AngesichtKosten für Stand, Reise und Zeit
LinkedIn-DirektnachrichtEntscheider in ausgewählten FirmenDas Profil des Absenders ist sichtbarGrenzen der Plattform; Vorlagen fallen auf

Quelle: eigene Zusammenstellung nach den Kanälen bei Halligan (HubSpot, 2007) und den Quellen dieses Eintrags.

Suchanzeigen sind ein Grenzfall: Sie sind bezahlt, erscheinen aber nur, wenn jemand sucht, und antworten damit auf Nachfrage. Deshalb zählen manche Autoren sie zum Outbound, andere zum Inbound. Bei Messen ist es ähnlich, denn das Unternehmen zahlt für den Stand, der Besucher entscheidet aber selbst, ob er kommt. Nach der Zielgruppe unterscheidet man Massen-Outbound über Medien und gezielten Outbound, der Firmen oder Personen einzeln auswählt und dem Account-based Marketing nahekommt.

Beispiele

Hannover Messe (2026). Zur Industriemesse kamen im April 2026 rund 110.000 Besucher, weniger als 2025 mit 123.000. Die Bilanz, die die Stadt Hannover veröffentlichte, nennt als einen Grund Streiks im Flug- und Nahverkehr. Rund 3.000 Unternehmen stellen dort aus. Für einen Maschinenbauer bündelt die Messe in wenigen Tagen Einkäufer aus der ganzen Branche. Er bezahlt für seine Präsenz und sucht das Gespräch, auch wenn der Besuch selbst freiwillig ist.

Werbepost in Deutschland (2025). Nach dem Dialogmarketing-Monitor 2026 der Deutschen Post gaben Unternehmen 2025 rund 5,8 Milliarden Euro für postalische Werbung aus, Platz 4 der Werbekanäle hinter Online-Marketing mit 19,9 Milliarden Euro, Anzeigen und TV. Der gesamte Netto-Werbemarkt lag bei 45,3 Milliarden Euro. Die Studie stammt von einem Anbieter dieses Kanals.

IKEA-Katalog (1951–2020). 70 Jahre lang verteilte IKEA einen Katalog, den niemand bestellt hatte, das klassische Beispiel für Outbound per Post. 2016 lag die Auflage bei 200 Millionen. Im Dezember 2020 kündigte IKEA das Ende an, mit Verweis auf veränderte Mediennutzung, und hob zugleich das Wachstum im Onlinehandel hervor.

Wie man es misst

Die Kennzahlen folgen dem Trichter: Wie viele Nachrichten kommen an, wie viele antworten, wie viele werden zum Termin und wie viele zum Kunden?

KennzahlFormelWofür
ZustellrateZugestellte / versendete NachrichtenListen und Domains mit Problemen finden
AntwortquoteAntworten / zugestellte KontaktePrüfen, ob Botschaft und Zielgruppe passen
Termine je 100 KontakteTermine / Kontakte × 100Kanäle und Teams mit derselben Einheit vergleichen
Trichter-KonversionLeads / Kontakte; Chancen / Leads; Kunden / ChancenSehen, an welcher Stufe Kontakte verloren gehen
Kosten je LeadKampagnenkosten / LeadsMit anderen Akquisekanälen vergleichen
KundenakquisitionskostenMarketing- und Vertriebskosten / NeukundenPrüfen, ob sich der Kunde rechnet
Abmelde- und BeschwerderateAbmeldungen oder Beschwerden / zugestellte NachrichtenDen Ruf des Absenders überwachen

Quelle: eigene Zusammenstellung; siehe auch Kundenakquisitionskosten.

Öffnungsraten täuschen, weil manche E-Mail-Programme Bilder automatisch laden und eine „geöffnete“ Nachricht nicht gelesen sein muss. Was zählt, sind Antworten, auch Absagen und Abmeldungen, die man getrennt zählt.

Bei TV, Radio oder Außenwerbung fehlt der Klick, der Anzeige und Kauf verbindet. Eine Hilfsgröße ist der Vergleich von Markensuchen und Direktbesuchen in Regionen mit Kampagne und ohne. Google beschrieb 2011 eine solche Methode für seine Suchanzeigen (Vaver und Koehler): Regionen, die sich nicht überschneiden, werden auf eine Gruppe mit und eine ohne Kampagne verteilt. Dieselbe Logik steckt hinter einem Inkrementalitätstest. Ohne Kontrollgruppe rechnet man der Kampagne Verkäufe zu, die ohnehin gekommen wären.

Vor- und Nachteile

Was Outbound bringt, hängt vom Fall ab. Die Tabelle ordnet Vor- und Nachteile deshalb nach Einsatzfall.

FallVorteilNachteilEinschätzung
B2B-Nische mit wenigen möglichen KundenJede Firma im Markt lässt sich namentlich ansprechenJeder Kontakt kostet ArbeitszeitPasst gut, vor allem gezielt
Neues Produkt, nach dem noch niemand suchtErreicht Menschen, die die Lösung nicht kennenErst das Problem erklären, dann das ProduktOhne Suchanfragen hat Inbound wenig abzuholen
Massenmarkt B2CSchnelle Reichweite über MedienViel Streuverlust; schwer zuzuordnenGut für Bekanntheit, weniger für Direktverkauf
Lokales GeschäftPostwurf, Lokalradio oder Plakat decken genau das Gebiet abWenig Budget für genug WiederholungHängt an Gebiet und Häufigkeit

Quelle: eigene Zusammenstellung.

Zwei Punkte gelten in jedem Fall. Das Unternehmen bestimmt das Tempo, also wann es beginnt und wen es erreicht, ohne auf eine Suche zu warten. Und es zahlt für jede Kampagne: Hört es auf zu investieren, versiegen die Kontakte, während ein gut platzierter Artikel weiter Besucher bringt.

Abgrenzung zu verwandten Begriffen

BegriffWer beginnt den KontaktZielUnterschied zum Outbound
Inbound MarketingDie Person, die sucht oder Inhalte findetMenschen mit Interesse gewinnenDas Gegenstück; der volle Vergleich steht dort
Account-based MarketingDas Unternehmen, bei ausgewählten FirmenBestimmte Firmen gewinnenGezielter Outbound, kombinierbar mit Inbound-Inhalten
Lead GenerationBeide SeitenKontaktdaten mit Interesse gewinnenDas Ziel; Outbound ist ein Weg dorthin
E-Mail-MarketingDas Unternehmen, an AbonnentenBeziehung halten und verkaufenMit vorheriger Anmeldung keine Kaltakquise
Push- und Pull-MarketingPush: das Unternehmen; Pull: der KundeProdukt zum Kunden bringen oder ihn anziehenPush ist fast ein Synonym für Outbound

Quelle: eigene Zusammenstellung nach den verlinkten Einträgen.

Bei der E-Mail verschwimmt die Grenze. Derselbe Kanal ist Outbound, wenn man jemandem schreibt, der nichts angefragt hat, und E-Mail-Marketing, wenn der Empfänger sich angemeldet hat. Was beide trennt, ist die Einwilligung, und deshalb erlaubt das Recht auch Verschiedenes.

Werkzeuge

Die Werkzeuge decken vier Aufgaben ab: Kontaktdaten finden, Sequenzen versenden, telefonieren und prüfen, ob E-Mails ankommen. Innerhalb jeder Aufgabe stehen sie alphabetisch. Die Liste ist weder vollständig noch eine Empfehlung.

AufgabeBeispieleFunktion
B2B-KontaktdatenApollo, Cognism, LushaFirmen- und Kontaktdaten, filterbar nach Branche und Funktion
Sequenzen und NachfassenHubSpot Sales Hub, lemlist, OutreachE-Mails und Aufgaben über mehrere Kanäle, mit CRM verbunden
Akquise auf LinkedInLinkedIn Sales NavigatorSuche nach Käufern und Firmen innerhalb von LinkedIn
VertriebstelefonieAircall, RingoverTelefonanlage in der Cloud mit CRM-Anbindung
ZustellbarkeitGoogle Postmaster ToolsSpamrate, Reputation, Authentifizierung und Zustellfehler bei Gmail

Quelle: Seiten der Hersteller, abgerufen am 6. November 2026.

Bevor man in Europa eine Kontaktdatenbank nutzt, sollte man den Anbieter fragen, woher die Daten stammen und auf welcher Rechtsgrundlage sie verarbeitet werden, denn auch Name und geschäftliche E-Mail-Adresse sind personenbezogene Daten. Das CRM ist der Mittelpunkt: Dort steht, wer was bekommen hat, wer geantwortet hat und wer nicht mehr angesprochen werden will.

Kritik und Grenzen

Streuverlust. In den Massenmedien gehört ein großer Teil des Publikums nicht zur Zielgruppe, und man bezahlt dafür, auch diese Menschen zu erreichen.

Bannerblindheit. Menschen lernen, nicht hinzusehen, wo sie Werbung vermuten. In einer Blickverlaufsstudie von 2018 beobachtete die Nielsen Norman Group, dass 26 Teilnehmer den Text einer Seite lasen und die Anzeigen oben und in der Seitenleiste kaum ansahen. Eine Nutzerin fixierte eine Seite 148-mal, nur einmal davon die Seitenleiste, 0,8 % ihrer Aufmerksamkeit im Inhaltsbereich, obwohl die Seitenleiste 25 % dieses Bereichs einnahm.

Filter der Postfächer. Gmail verlangt von allen Absendern SPF oder DKIM und eine Spamrate unter 0,3 %. Wer mehr als 5.000 Nachrichten am Tag schickt, braucht SPF und DKIM zugleich, dazu DMARC und in Werbe-Mails die Abmeldung mit einem Klick. Eine schlecht eingerichtete Aussendung kann im Spam landen, auch wenn sie legal ist.

Ablehnung. Die Bundesnetzagentur erhielt 2025 insgesamt 39.842 schriftliche Beschwerden über unerlaubte Telefonwerbung, 6 % mehr als 2024, und verhängte Bußgelder von mehr als 1,099 Millionen Euro. Erstmals ahndete sie dabei auch eine fehlende Dokumentation von Einwilligungen. In den USA waren am 30. September 2025 rund 258,5 Millionen Nummern im Do-Not-Call-Register aktiv, und die FTC zählte in diesem Geschäftsjahr 2,6 Millionen ungeprüfte Beschwerden. Die Zahlen betreffen unerwünschte oder unerlaubte Anrufe, nicht regelkonformes Outbound, zeigen aber, in welche Stimmung jeder Werbeanruf fällt.

Messung. Ohne Kontrollgruppe schreibt sich Outbound Verkäufe gut, die ohnehin gekommen wären, und bei Medien ohne Klick bleibt der Zusammenhang zwischen Anzeige und Kauf indirekt.

So gehst du Schritt für Schritt vor

  • Lege die Zielgruppe mit prüfbaren Kriterien fest: Branche, Größe, Land und Funktion, im Massenmarkt Region und Profil.
  • Prüfe vor dem Aufbau der Liste, was das Recht je Kanal und Zielland erlaubt.
  • Baue die Liste aus Daten mit bekannter Herkunft und gleiche sie mit den Sperrlisten ab.
  • Schreib eine Nachricht, die im ersten Satz sagt, wer schreibt und warum an genau diese Person.
  • Richte SPF, DKIM und DMARC für die Versanddomain ein und melde sie in den Postmaster Tools an.
  • Plane die Sequenz: Kanäle, Zahl der Kontakte und Tage dazwischen.
  • Lass eine vergleichbare Gruppe aus, um die echte Wirkung zu messen.
  • Halte jede Antwort und jede Abmeldung im CRM fest und gib Kontakte mit Interesse an den Vertrieb.
  • Sieh dir nach zwei Wochen Termine, Abmeldungen und Beschwerden an und passe Botschaft oder Zielgruppe an.

Best Practices

  • Fang mit wenigen gut gewählten Firmen an, bevor du die Liste erweiterst.
  • Versende Kalt-E-Mails von einer eigenen Domain oder Subdomain und beobachte ihren Ruf.
  • Personalisiere mit einer echten Angabe zur Firma oder Funktion, nicht nur mit dem Namen im Betreff.
  • Biete eine einfache Abmeldung an und setze sie sofort um.
  • Lege mit dem Vertrieb fest, was als qualifizierter Kontakt zählt.
  • Zähle Beschwerden und Abmeldungen neben Terminen und Verkäufen.

Häufige Fehler

  • Eine Kalt-E-Mail-Vorlage aus den USA unverändert in Deutschland einsetzen.
  • Annehmen, dass geschäftliche E-Mail-Adressen nicht unter das UWG fallen.
  • Die Einwilligung für Anrufe bei Verbrauchern nicht dokumentieren.
  • Eine Liste kaufen, ohne zu wissen, woher die Daten stammen.
  • Öffnungen oder Anrufversuche messen statt Termine und Verkäufe.
  • Tausende E-Mails von der Hauptdomain senden, ohne Authentifizierung und Aufwärmphase.
  • Der Kampagne Verkäufe zuschreiben, die ohnehin gekommen wären.

Wie dieser Eintrag entstanden ist

Dieser Eintrag wurde im November 2026 mit KI-Unterstützung geschrieben. Grundlage war eine Auswertung der ersten zehn Suchergebnisse in Deutschland, Spanien und den USA, um zu ergänzen, was dort fehlt: die datierte Herkunft des Begriffs, die Entwicklung, Kennzahlen mit Formel, Werkzeuge und den Rechtsrahmen. Die HubSpot-Daten stammen aus Kopien von Blog und Startseite im Internet Archive. Der Eintrag wurde vor der Veröffentlichung geprüft und enthält keine Kundendaten.

Manuel Riveiro Rodriguez CEO & Digital Strategist

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Häufige Fragen

Was genau bedeutet Outbound?

Outbound heißt „nach außen gehend“. Im Marketing beschreibt es Ansprache, die vom Unternehmen ausgeht: Es wählt, wen es wann mit Anzeigen, Post, Anrufen oder E-Mails erreicht, ohne dass die Person gefragt hat. Das Wort kommt aus dem Telefonvertrieb, als Marketingbegriff hat es sich seit 2007 als Gegenstück zu Inbound verbreitet.

Wie heißt Outbound auf Deutsch?

Neben dem englischen Wort sind Push-Marketing und Unterbrechungsmarketing in Gebrauch, für Anrufe ohne vorherigen Kontakt Kaltakquise. Unterbrechungsmarketing geht auf Seth Godin zurück, der 1999 Werbung, die Menschen bei etwas anderem unterbricht, „Interruption Marketing“ nannte.

Was ist der Unterschied zwischen Inbound- und Outbound-Marketing?

Beim Outbound entscheidet das Unternehmen, wen es wann anspricht. Beim Inbound kommt die Person von selbst, weil sie bereits nach einer Lösung sucht. Daraus folgen die Unterschiede bei Kosten, Tempo und Messung. Den vollständigen Vergleich findest du im Eintrag zu Inbound Marketing, und beide Ansätze lassen sich verbinden.

Was macht man im Outbound?

Im Outbound sucht man Kunden aktiv: Man legt eine Zielgruppe fest, baut eine Liste oder kauft Medienplatz, schreibt die Botschaft und spricht die Menschen per Anzeige, Brief, Anruf, E-Mail oder LinkedIn an. Im B2B können das SDRs oder BDRs übernehmen, die Termine für den Vertrieb vereinbaren. Am Ende zählt, wie viele Termine und Kunden daraus entstehen.

Welche Beispiele für Outbound Marketing gibt es?

Beispiele sind TV-, Radio-, Print- und Plakatwerbung, Display und bezahlte Social Ads, Postwurf und Werbebrief, Kaltakquise am Telefon und per E-Mail, Messestände und LinkedIn-Nachrichten. Ein bekanntes Beispiel ist der IKEA-Katalog, der 70 Jahre lang an Haushalte ging und 2016 eine Auflage von 200 Millionen erreichte.

Ist Kaltakquise im B2B erlaubt?

Das hängt vom Kanal ab. Werbe-E-Mails an Unternehmen brauchen nach § 7 UWG eine vorherige ausdrückliche Einwilligung des Adressaten, sonst gelten sie als unzumutbare Belästigung. Für Werbeanrufe bei Unternehmen genügt eine zumindest mutmaßliche Einwilligung. Ob sie vorliegt, hängt vom Einzelfall ab. Für Anrufe bei Verbrauchern ist dagegen eine vorherige ausdrückliche Einwilligung nötig.

Quellen

  1. 16 CFR § 310.2, Begriffsbestimmungen der Telemarketing Sales Rule der FTC (englisch). Quelle der Definition „outbound telephone call“.
  2. Brian Halligan, „Outbound vs. Inbound Marketing“, HubSpot-Blog, 27. November 2007, Kopie im Internet Archive (englisch). Quelle der Begriffsverwendung und der Methodenliste.
  3. HubSpot-Startseite, Kopie vom 2. November 2007 (englisch). Ohne „inbound marketing“.
  4. HubSpot-Startseite, Kopie vom 4. Dezember 2007 (englisch). „Inbound marketing“ steht dreimal.
  5. CXL, „Brand-Owned Terms“, 17. Januar 2019 (englisch). Quelle des Buchs von Halligan und Shah (2009) und der Herkunft aus dem Telefonvertrieb.
  6. Seth Godin, erstes Kapitel von Permission Marketing (1999) in seinem Blog (englisch). Quelle von „Interruption Marketing“.
  7. IKEA, Pressemitteilung vom 7. Dezember 2020 (englisch). Quelle von 1951, 2016 und dem Ende des Katalogs.
  8. FTC, Pressemitteilung vom 27. Juni 2003 (englisch). Quelle der Öffnung des Do-Not-Call-Registers.
  9. Europäische Kommission, Rechtsrahmen Datenschutz (englisch). Quelle des 25. Mai 2018.
  10. Google, Ankündigung vom 3. Oktober 2023 (englisch). Quelle der 5.000 Nachrichten und von Februar 2024.
  11. Google, Richtlinien für E-Mail-Absender (englisch). Quelle von SPF oder DKIM, 0,3 %, DMARC und Abmeldung mit einem Klick.
  12. Google, Postmaster Tools einrichten (englisch). Quelle der Dashboard-Inhalte.
  13. Jon Vaver und Jim Koehler, „Measuring Ad Effectiveness Using Geo Experiments“, Google, 2011 (englisch). Quelle der Methode mit Regionen mit und ohne Kampagne.
  14. Nielsen Norman Group, „Banner Blindness Revisited“, 22. April 2018 (englisch). Quelle der 26 Teilnehmer, der 148 Fixationen und der 0,8 %.
  15. Bundesnetzagentur, Pressemitteilung vom 26. Januar 2026. Quelle der 39.842 Beschwerden, der 6 %, der 1,099 Millionen Euro und der ersten Ahndung fehlender Dokumentation.
  16. FTC, Pressemitteilung vom Dezember 2025 (englisch). Quelle der 258,5 Millionen Nummern.
  17. FTC, Do Not Call Registry Data Book 2025 (englisch). Quelle der 2,6 Millionen Beschwerden und des Hinweises, dass sie ungeprüft sind.
  18. Ley 34/2002 (LSSI), Art. 21 (spanisch).
  19. Ley 10/2025, Kundendienstgesetz (spanisch). Quelle des Kreises der Unternehmen.
  20. Resolución vom 14. April 2026, BOE vom 16. April (spanisch). Quelle der Vorwahl 400.
  21. Spanisches Digitalministerium, Pressemitteilung vom 16. Oktober 2026 (spanisch). Quelle des 17. Oktober.
  22. UWG, § 7. Quelle der Regeln für E-Mail und Telefon.
  23. FTC, Leitfaden zu CAN-SPAM (englisch).
  24. Apollo, Herstellerseite (englisch).
  25. Cognism, Herstellerseite (englisch).
  26. Lusha, Herstellerseite (englisch).
  27. HubSpot Sales Hub, Herstellerseite (englisch).
  28. lemlist, Herstellerseite (englisch).
  29. Outreach, Herstellerseite (englisch).
  30. LinkedIn Sales Navigator, Herstellerseite (englisch).
  31. Aircall, Herstellerseite (englisch).
  32. Ringover, Herstellerseite (spanisch).
  33. Hannover.de, „Deutsche Messe zieht positive Bilanz“, 24. April 2026. Quelle der 110.000 und 123.000 Besucher, der Streiks und der rund 3.000 Aussteller.
  34. Deutsche Post DHL Group, Pressemitteilung zum Dialogmarketing-Monitor 2026, 2. Juli 2026. Quelle von 5,8, 19,9 und 45,3 Milliarden Euro.
  35. UWG, § 7a. Quelle der Dokumentation und der fünf Jahre.
  36. UWG, § 20. Quelle der Bußgelder von 300.000 und 50.000 Euro.