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Glossar Porters Five Forces

Was sind Porters Five Forces?

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Definition

Porters Five Forces, auch Fünf-Kräfte-Modell oder Branchenstrukturanalyse, sind ein Rahmen für die Struktur einer Branche: Rivalität, Bedrohung durch neue Anbieter und Ersatzprodukte, Verhandlungsmacht von Kunden und Lieferanten. Zusammen erklären sie, wie viel Gewinn die Branche lässt.

Auf dieser Seite 5
  1. Was Porters Five Forces bedeuten
  2. Wie es funktioniert
  3. Warum sie zählen
  4. Best Practices
  5. Häufige Fehler
Kurz gefasst

Porters Five Forces erklären die Struktur einer Branche und wie viel Gewinn sie lässt. Was jede Kraft misst und warum es keine Liste von Wettbewerbern ist.

Was Porters Five Forces bedeuten

Der Rahmen stammt von Michael E. Porter, Professor an der Harvard Business School. Er hat ihn im Artikel „How Competitive Forces Shape Strategy“ vorgestellt, erschienen in der Harvard Business Review, Ausgabe März und April 1979. Im Januar 2008 veröffentlichte er in derselben Zeitschrift eine überarbeitete Fassung, „The Five Competitive Forces That Shape Strategy“.

Laut Porters Institut in Harvard dient der Rahmen dazu, die Wettbewerbskräfte einer Branche zu verstehen und wie sich der wirtschaftliche Wert unter ihren Beteiligten verteilt. Die fünf Kräfte, mit dem, was sie laut derselben Quelle verstärkt: - Rivalität unter bestehenden Wettbewerbern: Ist sie heftig, drückt sie die Preise oder frisst den Gewinn über die Kosten des Wettbewerbs auf. Härter wird sie bei vielen oder etwa gleich großen Wettbewerbern, langsamem Branchenwachstum, hohen Fixkosten oder hohen Austrittsbarrieren. - Bedrohung durch neue Anbieter: Sie zwingt die Branche, die Preise niedrig zu halten und mehr für die Kundenbindung auszugeben. Sie hängt an den Eintrittsbarrieren, etwa Größenvorteilen, den Kosten für Markenbekanntheit, dem Zugang zu Vertriebskanälen oder staatlichen Auflagen. - Bedrohung durch Ersatzprodukte: Ein Ersatzprodukt deckt denselben Bedarf auf andere Weise. Die Beispiele aus Harvard sind die Videokonferenz statt der Reise und die E-Mail statt des Kurierdiensts. Die Bedrohung wächst, wenn das Ersatzprodukt ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis bietet und der Wechsel wenig kostet. - Verhandlungsmacht der Kunden: Starke Kunden drücken die Preise oder verlangen mehr Service zum gleichen Preis. Ihre Macht ist am größten, wenn sie im Verhältnis zu ihren Anbietern groß sind, das Produkt sich kaum unterscheidet und der Anbieterwechsel wenig kostet. - Verhandlungsmacht der Lieferanten: Starke Lieferanten verlangen höhere Preise oder bessere Bedingungen, und das senkt die Rentabilität der Branche. Das passiert etwa, wenn es für einen wichtigen Vorleistungsgegenstand nur einen oder zwei Lieferanten gibt oder ein Wechsel teuer ist.

Die fünf Kräfte bestimmen die Struktur der Branche und ihre Rentabilität. Laut derselben Quelle sind die Branchenstruktur und die relative Position des Unternehmens darin die beiden grundlegenden Treiber seiner Rentabilität.

Wie es funktioniert

Der erste Schritt ist, die Branche abzugrenzen: welche Produkte dazugehören und in welchem Gebiet. Ist die Abgrenzung zu weit oder zu eng, misst du die Kräfte an einem Markt, der nicht der deines Unternehmens ist.

Der zweite Schritt ist, jede Kraft mit Daten zu prüfen: Wer übt sie aus, wie stark und warum? Bei den Kunden etwa, welchen Anteil die größten am Umsatz der Branche haben und was sie ein Anbieterwechsel kostet.

Der Anwendungsfehler ist, die Analyse als Liste direkter Wettbewerber auszufüllen. Porter hat das 2008 beschrieben: Manager fassen Wettbewerb oft zu eng, als fände er nur zwischen den heutigen direkten Rivalen statt. Um den Gewinn konkurrieren aber auch Kunden, Lieferanten, mögliche neue Anbieter und Ersatzprodukte. Ein erfundenes Beispiel: Ein Onlineshop für Kaffee trägt in alle fünf Felder andere Kaffeeshops ein. Ihm entgehen die Macht der Plattformen, auf denen er verkauft, die der Röstereien, die ihn beliefern, und Kapselkaffee als Ersatzprodukt.

Der dritte Schritt ist das Ergebnis: Welche Kräfte begrenzen den Gewinn der Branche, und warum? Eine Liste mit fünf Bewertungen ist noch keine Analyse. Daraus folgt der vierte Schritt, die Position: Wo kann sich dein Unternehmen gegen die stärksten Kräfte behaupten, oder welche Kraft kann es schwächen?

Direkte Rivalen füllen eines von fünf Feldern.

Warum sie zählen

Die fünf Kräfte erklären, warum manche Branchen rentabler sind als andere. Das ist eine andere Frage als die, wer in der Branche am meisten verkauft. Für den Markteintritt, die Preissetzung oder Verhandlungen mit Lieferanten zählt die Struktur der Branche, nicht nur die Rivalen.

Die Struktur verändert sich. Laut Porters Institut können Kunden oder Lieferanten an Macht gewinnen oder verlieren, eine Innovation kann den Eintritt oder die Ersetzung erleichtern, und eine neue Regulierung kann die Rivalität oder die Eintrittsbarrieren verändern. Deshalb bekommt die Analyse ein Datum und wird wiederholt.

Mit anderen Werkzeugen teilt sich die Arbeit. Die PESTEL-Analyse betrachtet das Makroumfeld, das alle Branchen betrifft; die fünf Kräfte betrachten eine bestimmte Branche, und ein PESTEL-Faktor wie ein neues Gesetz kann eine von ihnen verändern. Die SWOT-Analyse nimmt das Ergebnis in die Spalten Chancen und Risiken auf. Bevor du einen Weg der Ansoff-Matrix gehst, der in einen neuen Markt führt, zeigen die fünf Kräfte, ob dieser Markt Gewinn lässt.

Für die Position des Unternehmens innerhalb der Branche hat Porter ein zweites Werkzeug vorgeschlagen: die Wertschöpfungskette, die in den eigenen Tätigkeiten sucht, woher ein Kosten- oder Differenzierungsvorteil kommt.

Best Practices

  • Die Branche nach Produkt und Gebiet abgrenzen und die Abgrenzung neben die Analyse schreiben.
  • Alle fünf Kräfte prüfen, nicht nur die Rivalität.
  • Jede Bewertung mit Daten belegen: Anteil der größten Kunden, Zahl der Lieferanten, Wechselkosten.
  • Mit einem Ergebnis zur Rentabilität der Branche und zu den Kräften abschließen, die sie begrenzen.
  • Die Analyse datieren und wiederholen, wenn sich Regulierung, Technik oder ein großer Wettbewerber ändern.
  • Das Ergebnis in Entscheidungen zu Markteintritt, Preis und Einkauf nutzen, nicht nur in einer Präsentation.

Häufige Fehler

  • Alle fünf Felder mit Namen direkter Wettbewerber füllen.
  • Ersatzprodukte übersehen, weil sie dem eigenen Produkt nicht ähneln.
  • Das Unternehmen analysieren statt der Branche.
  • Die Branche so weit abgrenzen, dass die Kräfte nichts über den echten Markt sagen.
  • Bei einer Liste von Bewertungen stehen bleiben, ohne Ergebnis zur Rentabilität.
  • Die Analyse für dauerhaft halten, obwohl sich die Branchenstruktur verändert.
Manuel Riveiro Rodriguez CEO & Digital Strategist

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Häufige Fragen

Was sind Porters Five Forces?

Sie sind ein Rahmen von Michael E. Porter, mit dem du die Struktur einer Branche analysierst. Die fünf Kräfte sind die Rivalität unter Wettbewerbern, die Bedrohung durch neue Anbieter, die Bedrohung durch Ersatzprodukte und die Verhandlungsmacht von Kunden und Lieferanten. Zusammen erklären sie, wie viel Gewinn die Branche den Unternehmen lässt, die in ihr antreten.

Wer hat Porters Five Forces entwickelt, und wann?

Michael E. Porter, Professor an der Harvard Business School. Er hat sie im Artikel „How Competitive Forces Shape Strategy“ in der Harvard Business Review vorgestellt, Ausgabe März und April 1979. Im Januar 2008 veröffentlichte er in derselben Zeitschrift eine überarbeitete Fassung unter dem Titel „The Five Competitive Forces That Shape Strategy“.

Taugen Porters Five Forces zur Wettbewerbsanalyse?

Sie analysieren die Branche, und die Rivalität unter Wettbewerbern ist nur eine der fünf Kräfte. Porter hat 2008 davor gewarnt, Wettbewerb zu eng zu fassen, als fände er nur zwischen direkten Rivalen statt. Auch Kunden, Lieferanten, mögliche neue Anbieter und Ersatzprodukte holen sich einen Teil des Gewinns der Branche.

Was unterscheidet Porters Five Forces von der SWOT-Analyse?

Die fünf Kräfte analysieren eine Branche von außerhalb des Unternehmens: wie viel Gewinn sie lässt und welche Kräfte ihn begrenzen. Die SWOT-Analyse kreuzt dieses Umfeld mit den eigenen Stärken und Schwächen. Das Ergebnis der fünf Kräfte kannst du in der SWOT-Analyse in den Spalten Chancen und Risiken verwenden, neben den Faktoren der PESTEL-Analyse.

Was ist ein Ersatzprodukt bei Porters Five Forces?

Ein Produkt oder eine Dienstleistung, die denselben Bedarf wie das Produkt der Branche deckt, aber auf andere Weise. Die Beispiele von Porters Institut in Harvard sind die Videokonferenz, die die Reise ersetzt, und die E-Mail, die den Kurierdienst ersetzt. Die Bedrohung wächst, wenn das Ersatzprodukt ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis hat und der Wechsel wenig kostet.

Quellen

  1. Michael E. Porter, „How Competitive Forces Shape Strategy“, Harvard Business Review, März/April 1979 (englisch). Quelle für den Originalartikel und sein Datum.
  2. Michael E. Porter, „The Five Competitive Forces That Shape Strategy“, Harvard Business Review, Januar 2008 (englisch). Quelle für die überarbeitete Fassung und dafür, dass Manager Wettbewerb oft zu eng fassen, als fände er nur zwischen den heutigen direkten Rivalen statt.
  3. Institute for Strategy & Competitiveness, Harvard Business School, „The Five Forces“, ohne Datum (englisch). Quelle für die Definition des Rahmens, für das, was jede Kraft verstärkt, für die Beispiele zu Ersatzprodukten, dafür, dass Branchenstruktur und relative Position die beiden Treiber der Rentabilität sind, und dafür, dass sich die Struktur verändert.